Pressemeldung vom 31.08.2023 - Erding-Freising

Landkreis Erding: Ausbildungsstart für 277 Jugendliche in IHK-Berufen

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Zu Anfang September treten 277 Jugendliche im Landkreis Erding eine Ausbildung in IHK-Berufen an, teilt die IHK für München und Oberbayern mit. Nach der vorläufigen Statistik zum Beginn des Ausbildungsjahres entspricht dies einem Plus von 15,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Das ist ein starkes Signal und ein großer Erfolg für die Ausbildung im Landkreis Erding“, sagt Otto Heinz, Vorsitzender des IHK-Regional­ausschusses Erding-Freising. „Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist weiter sehr hoch. Das Plus hätte sogar größer ausfallen können, wenn sich für alle angebotenen Lehrstellen Bewerber gefunden hätten“, so Heinz weiter.

Plus von 15, 1 Prozent / Fachinformatiker und Verkäuferin sind die Top-Berufe

Im Landkreis Erding ist bei den jungen Männern der Fachinformatiker der beliebteste IHK-Beruf, bei den jungen Frauen die Verkäuferin. Die Top 5 der IHK-Ausbil­dungs­berufe insgesamt sind: Einzelhandelskaufleute, Verkäufer, Fachinformatiker, Bankkaufleute und Hotelfachleute. Insgesamt gibt es mehr als 200 verschiedene IHK-Berufe, in denen Jugendliche eine Ausbildung absolvieren können.

Der IHK-Vorsitzende weist auf die große Zahl von noch unbesetzten Lehrstellen im Landkreis Erding hin und dass unversorgte Bewerber auch jetzt noch gute Aussichten auf eine Ausbildung haben. Aktuell sind laut Statistik der Arbeitsagentur von Ende Juli noch 288 Lehrstellen im Landkreis unbesetzt. Diesem Angebot stehen nur 107 unversorgte Ausbildungsbewerber gegenüber. Rein rechnerisch kommen so auf jeden unversorgten Bewerber mehr als zwei Lehrstellen. Die Angaben der Arbeitsagentur beziehen sich auf alle Bereiche des Ausbildungsstellenmarkts, der neben dem IHK-Bereich der Betriebe in Industrie, Handel und Dienstleistungen auch das Handwerk, freie Berufe und öffentlichen Dienst umfasst.

„In den nächsten Jahren wird sich die Bewerberlücke am Ausbildungsmarkt weiter öffnen, wenn es uns nicht gelingt, noch mehr Jugendlichen, Eltern und Lehrkräften die Berufsausbildung und ihre Vorteile näher zu bringen. Die IHK setzt sich mit Initiativen wie Bildungspartnerschaften und den Ausbildungsscouts für eine bessere Berufs­orientierung an den Schulen ein, um über die vielen spannenden Berufsbilder zu informieren“, so Heinz. Der IHK-Vorsitzende fordert zudem mehr bildungspolitische Rücken­deckung für das Thema Berufsorientierung, das stärker in den Lehr­plänen berücksichtigt werden sollte. „Gerade an den Gymnasien erfolgt die Berufs­orientierung oft zu einseitig in Richtung Studium. Dennoch ist die Ausbildung auch bei Abiturienten beliebt und für viele eine praxisnahe Alternative zur Universität, denn immerhin rund ein Fünftel der Azubis im IHK-Bereich haben die Hochschulreife“, sagt Heinz.

Insgesamt bilden im Landkreis Erding aktuell 192 IHK-zugehörige Betriebe aus. Sie stehen ‎für rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse.