Pressemeldung vom 27.06.2023 - Pfaffenhofen

IHK-Umfrage zum Wirtschaftsstandort: Note 1,9 für Landkreis Pfaffenhofen

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Die Betriebe im Landkreis Pfaffenhofen sind in Summe mit ihrem Standort zufrieden. In der zum vierten Mal durchgeführten Standortumfrage der IHK für München und Oberbayern erhält der Landkreis erneut die Gesamtnote 1,9. Die letzte Umfrage fand 2019 vor der Corona-Pandemie statt. 85 Prozent der Unternehmen bewerten den Wirtschaftsstandort in der Umfrage mit „sehr gut“ oder „gut“. Während jedoch 2019 rund 93 Prozent den Landkreis als Standort wiedergewählt hätten, sind es aktuell 89 Prozent. Über ein Drittel der Betriebe (34 Prozent) gibt an, dass Belastungen wie fehlende Fachkräfte, Kaufkraftabflüsse aber auch die anhaltenden Krisen ihr Wachstum bremsen.

Kastner: „Alle Register für attraktiven Wirtschaftsstandort ziehen"

Besonders zufrieden zeigen sich die Unternehmen mit der Anbindung an das regionale und Fernstraßennetz sowie das Schulangebot. Die schlechtesten Noten gab es für das Angebot von alternativen Mobilitätsformen wie zum Beispiel Sharing-Modelle sowie für die Anbindung an den Schienengüterverkehr und die hohen Gewerbeflächen- und Grundstückspreise. „Trotz weitestgehend guter Bedingungen für die Betriebe sehen sie auch große Baustellen. Handlungsbedarf besteht vor allem beim Bürokratieabbau und in einer unternehmensfreundlicheren Verwaltung, bei den hohen Energiekosten und den Mobilitätsangeboten“, kommentiert Eduard Kastner, Vorsitzender des IHK-Regional­ausschusses Pfaffenhofen.

„Der Landkreis bleibt im Mix aller Faktoren ein sehr attraktiver Standort“, erklärt er weiter. „Nachdenklich muss uns aber stimmen, dass die Erweiterungs- und Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen weiter sinkt. Nur noch jedes fünfte Unternehmen strebt Investitionen an, 2019 war es noch jedes vierte. Die Ergebnisse unterstreichen die große Herausfor­derung, allen heimischen Unternehmen – vom Solo-Selbstständigen über den Familienbetrieb bis hin zum großen Mittelständler – optimale Bedingungen zu bieten. Umso wichtiger ist der Schulterschluss aller Akteure, um Schritt für Schritt an den Schwachpunkten zu arbeiten, so dass sich die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft kontinuierlich verbessern“, fasst Kastner zusammen.

An der IHK-Standortumfrage zu insgesamt 48 Standortfaktoren von Straßeninfrastruktur bis Freizeitangebot nahmen aus dem Landkreis rund 178 Unternehmen, aus ganz Oberbayern über 4.000 Betriebe teil. Alle Ergebnisse unter www.ihk-muenchen.de/standortumfrage.