Pressemeldung vom 26.04.2022 - Landkreis München

Mehr Unternehmensgründungen im Landkreis München

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26.04.2022 - Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie haben viele Existenzgründer im Landkreis München den Schritt in die Selbstständigkeit gemacht: Die Zahl der Neugründungen ist 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent auf 3.900 gestiegen und hat damit den höchsten Wert seit 2015 erreicht, so Berechnungen der IHK für München und Oberbayern. Diese Zahlen beruhen auf Daten des bayerischen Landesamts für Statistik.

Christoph Leicher fordert: Politik muss Bürokratie für Gründerinnen und Gründer abbauen

Neugegründet wurde in der Region vor allem im Handel, im Dienstleistungsbereich sowie im Baugewerbe. Neben den Neugründungen gab es 2021 im Landkreis München zudem mehr als 220 Firmenübernahmen, vor allem im Bau- und Gastgewerbe. Grundsätzlich sieht die IHK einen starken Trend zu Gründungen im E-Commerce und in digitalen Dienstleistungen. Der Kampf gegen Corona hat zudem Gründungen im Gesundheitssektor befördert. Selbstständige in Bereichen wie stationärem Handel, Gastronomie oder Veranstaltungswirtschaft haben teilweise Neuanfänge gewagt.

„Hochkonjunktur hat zudem wie in den Vorjahren das Gründen im Nebenerwerb. Im vergangenen Jahr dürfte die verbreitete Kurzarbeit diese Entwicklung noch einmal beflügelt haben“, sagt Christoph Leicher, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses München-Landkreis. Er setzt sich mit Nachdruck für eine stärkere Kultur der Selbstständigkeit ein. Dazu gehöre ein besseres Gründungsklima mit weniger Bürokratie und einfacheren Steuerregeln. „Bereits in der Schule müssen außerdem die Chancen und der Wert des Unternehmertums für die Gesellschaft deutlich gemacht werden“, fordert Leicher. Der Ausschussvorsitzende betont zudem die herausragende Rolle der Existenzgründer innerhalb der regionalen Wirtschaft: „Start-Ups und neue Unternehmen stehen für Innovationen und Dynamik. Sie legen das Fundament für zukünftige wirtschaftliche Erfolge.“

Positiv sieht die IHK den Trend zur besseren Vorbereitung einer Gründung, der durch die Beratungsangebote der Kammer befördert wird. Auch der Trend zur Gründung im Nebenerwerb zeige, dass viele Gründerinnen und Gründer den Sprung in die Selbstständigkeit zunächst mit weniger Risiko ausprobieren und sich langfristiger vorbereiten.