IHK-Positionen zur Landtagswahl 2018

Bürokratie abbauen

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Umfangreiche Aufzeichnungs- und Dokumentationspflichten belasten besonders kleinere und mittlere Unternehmen (KMU). Beim Bürokratieabbau ist noch viel zu tun.

Auf einen Blick

Umfangreiche Aufzeichnungs- und Dokumentationspflichten sowie aufwändige Behördengänge belasten besonders kleinere und mittelgroße Unternehmen (KMU). Bürokratieabbau sehen die bayerischen Unternehmen deshalb als dringliche und wichtige Aufgabe der Politik auf Landes- wie auf Bundesebene an.

Um den Bürokratieabbau weiter voranzutreiben, sollte die bayerische Landespolitik

  • E-Government-Angebote ausbauen
  • Einen Bürokratie-Praxis-Check einführen
  • Planungs- und Genehmigungsverfahren vereinfachen
  • Die Wirtschaftsfreundlichkeit der Verwaltung durch konkrete Zielvorgaben erhöhen.

Derzeit herrscht ein regelrechtes Dickicht von Vorschriften und Dokumentationspflichten. Wir brauchen schlanke digitale Verwaltungsverfahren und praxistaugliche Vorschriften.

Michael Möschel, Geschäftsführer VA Verkehrsakademie Holding GmbH und Co. KG Kulmbach, Vizepräsident der IHK Oberfranken Bayreuth

130 Behördenkontakte hat ein Unternehmen durchschnittlich pro Jahr. Rund drei von vier bayerischen Unternehmen möchten diese Behördengänge online erledigen können. Dies ist aktuell nur eingeschränkt möglich. Mangelnde Kommunikation mit den Nutzern, unzureichende Koordination zwischen den föderalen Ebenen sowie geringe Anwenderfreundlichkeit verhindern eine durchgängie Nutzung von digitalen Verwaltungsleistungen. Zudem verursachen uneinheitliche Insellösungen zusätzliche Kosten.

Forderungen:

  • Digitale Verwaltungsangebote ausbauen
  • Landesweite Standardisierung von E-Government-Lösungen vorantreiben
  • Anwenderfreundlichkeit von digitaler Verwaltung erhöhen.