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Berufliche Bildung

a female air conditioning technician with her supervisor on a roof top of an office block . They are performing routine servicing of the air conditioning units , and are wearing safety equipment .
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Die Unternehmen in Bayern brauchen eine starke berufliche Bildung, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu wahren. Was muss getan werden, damit der Fachkräftenachwuchs gesichert ist?

Auf einen Blick

Die Unternehmen in Bayern brauchen top qualifizierte Fachkräften, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Dafür braucht es eine ganzheitliche und nachhaltige Bildungspolitik. Für einen erfolgreichen Übergang von der Schule bis in die Arbeitswelt müssen alle notwendigen Kompetenzen von der Kita bis zur Hochschule kontinuierlich vermittelt werden.

Vier Handlungsfelder muss die bayerische Politik angehen:

  • Image der beruflichen Bildung stärken: Wissen aufbauen, Begeisterung wecken
  • Bildungsinhalte modernisieren: Geschwindigkeit und Flexibilität für Neues erhöhen
  • Qualifiziertes Bildungspersonal sicherstellen: Investieren, weil es sich auszahlt
  • Bildungsmöglichkeiten erweitern: Alle Potenziale erschließen, Durchlässigkeit erhöhen

Die Bildungslandschaft in Bayern muss mit den schnellen technologischen und strukturellen Veränderungen in der Wirtschaft Schritt halten. Eine Stärkung der beruflichen Bildung ist dafür der Königsweg.

Wolfgang Klee, Siemens AG, Ausbildungsleiter Standort Amberg, Berufsbildungsausschuss der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim

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© IHK

Wissen aufbauen, Begeisterung wecken

Die bayerische Wirtschaft braucht Fachkräfte aller Qualifikationsstufen. Der größte Bedarf besteht bei beruflich Qualifizierten. Studium ist kein „Pauschalrezept“ für Karriere und Wohlstand. Trotzdem beginnen immer mehr Jugendliche ein Studium, zugleich sinkt die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge stetig.

Berufliche Ausbildung scheint trotz bester Zukunftschancen nicht attraktiv zu sein. Deshalb sollte das Image der beruflichen Bildung in Bayern verbessert werden. Gezielte kommunikationspolitische Maßnahmen sollen Eltern, Schülern und Studenten, Lehrern, Bildungs- und Berufsberatern, Dozenten und Professoren klar vor Augen führen: Hochschulbildung und berufliche Bildung sind gleichwertige und vielfach miteinander vernetzte Karrierewege.

Forderungen:

  • (Gleich)Wertigkeit beruflicher Bildungswege über Image- und Informationskampagnen sichtbar machen
  • Studien- und Berufsberater systematisch weiterqualifizieren
  • Maßnahmen zur Berufsorientierung an Schulen, vor allem an Gymnasien, ausbauen