Gesundheit im Betrieb gewinnt an Bedeutung

Gesunde Mitarbeiter, erfolgreicher Arbeitgeber

Unternehmen profitieren von zufriedenen und gesunden Mitarbeitern. Je nach Branche liegt der Return-on-Investment auf betriebliche Gesundheitsmaßnahmen bei bis zu 1:3. Betriebliches Gesundheitsmanagement hat viele Facetten: Wichtige Stichworte sind „Betriebliches Eingliederungsmanagement“ oder „Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz“. Auch die psychische Gesundheit spielt eine zunehmende Rolle. Finden Sie hier Ideen für ein effektives Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Top-Themen des Gesundheitsmanagements

Recht und Steuern: So spielt der Bund bei der betrieblichen Gesundheit mit

Es regelt die grundlegenden Pflichten des Arbeitgebers im Arbeitsschutz, die Rechte und Pflichten der Beschäftigten und zudem die Überwachung des Arbeitsschutzes durch staatliche Stellen. Insbesondere diese Paragraphen sollten Sie sichten:

  • die Gefährdungsbeurteilung (§ 5)
  • die Dokumentationspflicht (§ 6)
  • die Unterweisung von Arbeitnehmern (§ 12)
  • die Übertragung von Pflichten auf Arbeitnehmer (§§ 7 und 13)
  • die Meldepflicht von Arbeitnehmern (§ 16)
  • die Pflicht des Arbeitgebers zur Durchführung von Verbesserungsmaßnahmen zur Überprüfung von deren Wirkung (§ 3)

Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeber bei der Gefährdungsbeurteilung auch psychische Belastungen der Arbeit zu berücksichtigen. Die Gewerbeaufsichtsämter sind die Prüfinstanzen. Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung betrifft Unternehmen jeder Größe. Mehr zum Thema finden Sie in dieser Broschüre.

Sind Beschäftigte innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig, muss der Arbeitgeber ihnen BEM-Maßnahmen anbieten. Ziel ist die Arbeitsunfähigkeit möglichst zu überwinden, einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen, um den Arbeitsplatz so zu erhalten.

Steuerbefreit werden Maßnahmen, die hinsichtlich Qualität, Zweck und Ziel den Anforderungen des §§ 20 und 20a SGB V genügen. Möglich sind bis zu 500 € pro Kalenderjahr und pro Mitarbeiter. Zu den steuerlich geförderten Maßnahmen zählen z.B. Bewegungsprogramme, Ernährungsangebote, Suchtprävention oder Stressbewältigung. Nicht darunter fällt die Übernahme der Beiträge für einen Sportverein oder ein Gesundheitszentrum bzw. Fitnessstudio.

BIHK ist Mitglied im Bayerischen Bündnis für Prävention

Die Gesundheitsförderung sowie die Früherkennung und die Vermeidung von Krankheiten – das sind die Kernanliegen des bayerischen Bündnisses für Prävention. Dem Bündnis ist neben Krankenkassen, zahlreichen Verbänden, Vereinen und anderen Organisationen der Bürgerschaft auch der Bayerische Industrie- und Handelskammertag beigetreten. Mittlerweile gibt es mehr als 100 Mitglieder.

Die inhaltliche Grundlage für das Bündnis bildet der Bayerische Präventionsplan. An dessen Erarbeitung waren alle Staatsministerien und die Träger von Präventionsmaßnahmen in Bayern beteiligt. Gesundheitsministerin Melanie Huml erläuterte: "Wir wollen mit dem Bayerischen Präventionsplan die Menschen in ihrer Entscheidung für eine gesundheitsförderliche Lebensweise unterstützen und gesunde Lebenswelten gestalten, die solche Entscheidungen leicht machen. Für alle Bürger im Freistaat soll die bestmögliche Gesundheit erreicht werden – und zwar in allen Regionen, in allen Lebensphasen und in allen Lebenslagen. Wichtig ist dabei auch das Zusammenwirken von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und externen Partnern für gesunde Bedingungen im Betrieb. Für solche Kooperationen wollen wir weitere Unternehmen gewinnen."

Das Bündnis für Prävention setzt an den vier Handlungsfeldern aus dem Bayerischen Präventionsplan an:

  • Gesundes Aufwachsen in Familie, Kindertageseinrichtungen und Schule.
  • Gesundheitskompetenz in der Arbeitswelt und betriebliche Präventionskultur.
  • Gesundes Altern im selbstbestimmten Lebensumfeld.

Und - als Querschnittsthema über alle anderen Bereiche hinweg - die gesundheitliche Chancengleichheit.

Mehr Informationen zum Bayerischen Präventionsplan finden Sie hier.