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Spenden zu Weihnachten

Spende Giving hand. Adorable sincere nice guy working as a volunteer and packing parcels his charitable organization shipping to those in need
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Spenden zu Weihnachten sind im Kommen. Welche Vorteile bringt es einem Unternehmen, die Gesellschaft an seinem Erfolg teilhaben zu lassen? Was ist bei Spenden zu beachten?

Welche Arten von Spenden gibt es?

Zu keiner Zeit spenden Unternehmen mehr als zu Weihnachten. Nach Schätzungen der Bundesregierung aus dem Jahr 2012 engagieren sich die deutschen Unternehmen mit rund elf Milliarden Euro pro Jahr für die Gesellschaft.

  • 8,5 Milliarden Euro gingen direkt in finanzielle Unterstützung.
  • 1,5 Milliarden Euro spendeten die Unternehmen in Form von Sachspenden.
  • 900 Millionen wurden in Form unentgeltlicher Überlassung von Infrastruktur gespendet.
  • Ein weiteres Mittel ist die Freistellung eigener Mitarbeiter.

Im internationalen Durchschnitt spenden Unternehmen rund ein Prozent ihres operativen Gewinns (EBIT). Dies erreichen deutsche Unternehmen noch nicht.

Vorteile von Spenden:

  • Suchen Unternehmen gemeinsam mit ihren Mitarbeitern den Empfänger ihrer Spende beispielsweise zu Weihnachten aus, stärkt dies den innerbetrieblichen Zusammenhalt, die Mitarbeiterbindung und den Ruf als guter Arbeitgeber.
  • Mit regionalen Spenden stärkt die Firma den eigenen Standort.
  • Über Spenden und die daraus entstehende Vernetzung entstehen Kontakte, die sich positiv aufs Geschäft auswirken.

Spenden und Steuern

Spenden sind Ausgaben, die Steuerpflichtige freiwillige und unentgeltlich zur Förderung bestimmter Zwecke leisten. Grundsätzlich sind Spenden in einer Größenordnung von insgesamt bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte oder vier Promille der Summe der gesamten Umsätze und der aufgewendeten Löhen und gehälter steuerlich abzugsfähig.

Bei Spenden steht immer der Förderzweck im Mittelpunkt, beim Sponsoring der Werbezweck.

Das ist zu beachten bei Spenden beispielsweise an Weihnachten:

Geldspenden an nachweislich begünstigte, zum Beispiel gemeinnützige Organisationen, die eine Spendenbescheinigung ausstellen, sind steuerlich die unkomplizierteste Art zu spenden.

Sachspenden sind immer umsatzsteuerpflichtig und werden mit ihrem fiktiven Einkaufspreis im Zeitpunkt der Spende mit der Umsatzsteuer belegt. Würden sie dagegen in der Müllverbrennung landen, könnten sie abgeschrieben werden.

  • Allerdings erheben die Finanzbehörden zum Beispiel auf Lebensmittel, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen, keine Umsatzsteuer mehr, wenn sie an Bedürftige gespendet werden.
  • Bei Non-Food-Waren dürfen Hersteller oder Händler prüfen, ob sich der Marktpreis der Sachspenden wegen Nichtverkäuflichkeit geringer ansetzen lässt. In diesem Fall sinkt die Mehrwertsteuer.

Zeitspenden: Der Spender wendet Zeit auf. Für diesen Aufwand entsteht ein finanzieller Anspruch gegen den Spendenempfänger. Der Spender verzichtet auf diesen finanziellen Anspruch und erhält dafür eine Spendenbescheinigung (Zuwendungsbestätigung), die steuerlich geprüft werden muss.

IHK-Tipp:

Spendende Unternehmen sollten immer die eigene Steuerabteilung oder ihren Steuerberater bei Spenden hinzuziehen.