Medien

Rundfunkbeitrag

Die Berechnung des Rundfunkbeitrags basiert seit 2013 nicht mehr auf Geräten sondern auf Betriebsstätten. Lesen Sie hier alles Wissenswerte für Unternehmen und die Bewertung der IHK-Organisation.

Neue Berechnung von Teilzeitkräften ab 1. Januar 2017

Am 1. Januar 2017 tritt der 19. Rundfunkänderungs­staats­vertrag (RÄStV) in Kraft. Dieser beinhaltet auch wichtige Änderungen für Unternehmen und Institutionen.

Bei der Angabe/Berechnung der Beschäftigten­zahlen können sie nun zwischen zwei Alternativen wählen: ohne oder mit Berücksichtigung der Teilzeit­beschäftigten. Hierfür werden die Bezeichnungen Zählweise A und Zählweise B eingeführt.

Zählweise A (Anzahl aller Beschäftigten ohne Differenzierung zwischen Voll- und Teilzeit­beschäftigten).

Zählweise B (Neben der Anzahl aller Vollzeit­beschäftigten werden Teilzeit­beschäftigte mit einer regelmäßigen wöchent­lichen Arbeits­zeit wie folgt gezählt):

  • von nicht mehr als 20 Stunden mit 0,5,
  • von nicht mehr als 30 Stunden mit 0,75 und
  • von mehr als 30 Stunden mit 1,0.

Unternehmen und Institutionen müssen sich für eine der Zählweisen entscheiden und das Ergebnis zwischen dem 1. Januar und 31. März 2017 dem Beitrags­service mitteilen.

Zu den sozial­versicherungs­pflichtig Beschäftigten zählen alle Voll- und Teilzeit­beschäftigten sowie Bedienstete in einem öffentlich-rechtlichen Dienst­verhältnis. Auszubildende und geringfügig Beschäftigte werden nicht mitgezählt. Leih­arbeitnehmerinnen und Leih­arbeitnehmer sind an der Betriebs­stätte des verleihenden Unternehmens und nicht an der Betriebs­stätte des entleihenden Unternehmens zu erfassen.

Rundfunkbeitrag könnte deutlich steigen (1. April 2016)

Der Rundfunkbeitrag steigt 2021 möglicherweise auf einen Betrag von mehr als 19 Euro pro Monat. Dies geht aus einer Konferenz der Expertenkommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) und Ländernvertretern hervor. Dieser Betrag sei nötig, um ARD, ZDF und Deutschlandradio bedarfsgerecht zu finanzieren. Bei der Berechnung hat die KEF das derzeitige Programmangebot und die heutigen Strukturen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sowie eine jährliche Teuerungsrate zugrunde gelegt.

In der Sitzung präsentierte die KEF zwei Modelle: Würde der Rundfunkbeitrag ab dem Jahr 2017 um 29 Cent abgesenkt – so hatte es die Kommission für die Periode 2017-2020 vorgeschlagen –, dann müsste er ab 2021 um einen Betrag von 2,19 Euro, sprich auf 19,40 Euro, ansteigen. In der zweiten Berechnung ist die KEF davon ausgegangen, dass der Beitrag für die Periode 2017-2020 unverändert bei 17,50 Euro bleibt. In diesem Fall wäre ab 2021 ebenfalls mit einem Anstieg zu rechnen: um 1,60 Euro auf 19,10 Euro.

Die IHK für München und Oberbayern setzt sich nach wie vor dafür ein, dass durch den Runfunkbeitrag keine Mehrbelastung für Unternehmen entsteht (siehe dazu auch hier) und hält Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.