Medien

Rundfunkbeitrag

Die Berechnung des Rundfunkbeitrags basiert seit 2013 nicht mehr auf Geräten sondern auf Betriebsstätten. Lesen Sie hier alles Wissenswerte für Unternehmen und die Bewertung der IHK-Organisation.

Rundfunkbeitrag könnte steigen

Der Rundfunkbeitrag steigt 2021 möglicherweise auf einen Betrag von mehr als 19 Euro pro Monat. Dies ging aus einer Konferenz der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) und Ländernvertretern im April 2016 hervor. Dieser Betrag sei nötig, um ARD, ZDF und Deutschlandradio bedarfsgerecht zu finanzieren. Bei der Berechnung hatte die KEF das derzeitige Programmangebot und die heutigen Strukturen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sowie eine jährliche Teuerungsrate zugrunde gelegt.

In ihrem im Februar 2018 veröffentlichten 21. Bericht sieht die KEF bisher jedoch noch keine Notwendigkeit, den Landesregierungen eine Änderung des Rundfunkbeitrags zu empfehlen. Der Bericht stelle lediglich eine Zwischenbilanz dar. Die KEF wird allerdings die Entwicklung der Eigenmittel weiter genau prüfen und die mit dem 22. Bericht endgültig festzustellenden Überschüsse vom Finanzbedarf für die folgende Beitragsperiode 2021 bis 2024 abziehen.

Die IHK für München und Oberbayern setzt sich nach wie vor dafür ein, dass durch den Runfunkbeitrag keine Mehrbelastung für Unternehmen entsteht (siehe dazu auch hier) und hält Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Neue Berechnung von Teilzeitkräften seit 1. Januar 2017

Am 1. Januar 2017 ist der 19. Rundfunkänderungs­staats­vertrag (RÄStV) in Kraft getreten. Dieser beinhaltet auch wichtige Änderungen für Unternehmen und Institutionen.

Bei der Angabe/Berechnung der Beschäftigten­zahlen können sie zwischen zwei Alternativen wählen: ohne oder mit Berücksichtigung der Teilzeit­beschäftigten. Hierfür werden die Bezeichnungen Zählweise A und Zählweise B eingeführt.

Zählweise A (Anzahl aller Beschäftigten ohne Differenzierung zwischen Voll- und Teilzeit­beschäftigten).

Zählweise B (Neben der Anzahl aller Vollzeit­beschäftigten werden Teilzeit­beschäftigte mit einer regelmäßigen wöchent­lichen Arbeits­zeit wie folgt gezählt):

  • von nicht mehr als 20 Stunden mit 0,5,
  • von nicht mehr als 30 Stunden mit 0,75 und
  • von mehr als 30 Stunden mit 1,0.

Unternehmen und Institutionen mussten sich für eine der Zählweisen entscheiden und das Ergebnis zwischen dem 1. Januar und 31. März 2017 dem Beitrags­service mitteilen.

Zu den sozial­versicherungs­pflichtig Beschäftigten zählen alle Voll- und Teilzeit­beschäftigten sowie Bedienstete in einem öffentlich-rechtlichen Dienst­verhältnis. Auszubildende und geringfügig Beschäftigte werden nicht mitgezählt. Leih­arbeitnehmerinnen und Leih­arbeitnehmer sind an der Betriebs­stätte des verleihenden Unternehmens und nicht an der Betriebs­stätte des entleihenden Unternehmens zu erfassen.