Positionen zur Handelspolitik

Der Handel gehört in Bayern mit rund 267.000 Unternehmen, 293 Milliarden Euro Umsatz und rund 711.000 Beschäftigten zu den größten und dynamischsten Branchen. Sowohl in zentralen Orten als auch in ländlichen Räumen versorgt er Personen und Betriebe mit Verbrauchs- und Gebrauchsgütern. Neben seiner wirtschaftlichen Bedeutung hat der Handel auch auf andere Standortfaktoren, wie z.B. Verkehrsinfrastruktur, Wohnungsbau, Freizeitwert, einen beträchtlichen Einfluss.

Die IHK für München und Oberbayern vertritt rund 400.000 Mitgliedsunternehmen, davon knapp ein Viertel im Bereich Großhandel, Einzelhandel und Handelsvermittlung. Die überwiegende Zahl stellt der Einzelhandel dar, allerdings aufgrund des zunehmenden Konzentrationsprozesses im stationären Handel – und vor allem in den ländlichen Räumen – mit abnehmender Tendenz.

Da dem Handel auch die wichtige Funktion der Versorgung der Bevölkerung, der Industrie und des Handwerks zukommt, ist es zentrale Aufgabe der IHK dessen Belange gegenüber der Politik zu vertreten, damit Rahmenbedingungen geschaffen werden, die seine Funktion und sein Fortbestehen sichern.

Um dies sicherzustellen und der Politik die Herausforderungen des Handels aufzuzeigen, hat die IHK für München und Oberbayern erstmals ein Positionspapier entwickelt.

Dieses enthält - neben weiteren Aspekten - fünf Kernthemen:

  • Bekenntnis zur integrierten Stadtentwicklung und damit des Handelsstandorts Innenstadt
  • Initiative im Rahmen des Landesentwicklungsprogramms Bayern mit dem Ziel, raumverträgliche Handelsstrukturen zu schaffen
  • Die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten forcieren
  • Förderung des digitalen Handels in Bayern
  • Schaffung rechtsicherer Rahmenbedingungen, wie z.B. Datenschutz.

Das Positionspapier Handel der IHK (Dezember 2016) finden Sie hier zum Download.