Praxisbeispiel für Rekrutierung im Ausland

Gebrüder Peters Gebäudetechnik: Neue Mitarbeiter aus Polen

mitarbeiter_gebrueder_peters

Die Rekrutierung von Mitarbeitern im Ausland hat bei der Gebrüder Peter Gebäudetechnik in Ingolstadt Tradition: Schon seit rund 20 Jahren sucht die Firma Fachkräfte im Ausland. Heute stammt knapp ein Drittel der Belegschaft am Stammsitz aus dem Ausland.

Fachkräfte aus Polen

Standort: Ingolstadt
Branche: Gebäudetechnik
Mitarbeiter: 400

Peters ist ein Name, den man in Legnica kennt. In der Stadt im westlichen Polen hat sich Gebrüder Peters Gebäudetechnik über die vergangenen Jahre einen guten Ruf erarbeitet – vor allem als attraktiver Arbeitgeber. Das Ingolstädter Unternehmen kümmert sich mit seinen gut 400 Angestellten um alles von der Elektroinstallation über Sanitärtechnik bis Heizung und Lüftung.

Schon seit rund 20 Jahren rekrutiert die Firma Fachkräfte im Ausland. Heute stammt knapp ein Drittel der Belegschaft am Stammsitz aus dem Ausland. Die meisten von ihnen kommen aus Polen, denn zu dem Land und insbesondere Legnica hat Gebrüder Peters eine besondere Verbindung.

„Wir haben eine sehr gute Mitarbeiterin, die gebürtige Polin ist“, erklärt Veronika Peters aus der Geschäftsleitung. So seien die Kontakte nach Polen ursprünglich entstanden. Nachdem die Firma eine Reihe von qualifizierten Mitarbeitern im Nachbarland Deutschlands gefunden hat, vernetzte sie sich immer stärker in der Gegend. Diese regionalen Netzwerke aufzubauen ist eine ganz wichtige Voraussetzung für das Finden neuer Fachkräfte.

Unsere Mitarbeiter kommen fast alle aus derselben Gegend, sodass wir dort immer bekannter werden. Wenn es den Leuten bei uns gut geht, dann spricht sich das herum

Veronika Peters, Geschäftsleitung Gebrüder Peters Gebäudetechnik

In diesen Regionen lohnen sich dann auch gezielte Werbeaktionen. „Man sponsert beispielsweise eine Bande im Fußballstadion. Macht man das gut, kann man so ein ganzes Dorf erreichen.“ Seit zwei Jahren hat die Firma nun sogar einen eigenen Standort in Legnica.

Diese Vernetzung hilft der Firma, Mitarbeiter zu finden, die auch wirklich passen: Bewerber haben durch die Erfahrungsberichte ihrer Freunde und Bekannten, die bereits im Unternehmen sind, kein falsches Bild von der Arbeit und wissen, welche Anforderungen an sie gestellt werden.

Gleichzeitig kann sich das Unternehmen durch die bestehende Belegschaft besser über potenzielle neue Mitarbeiter informieren und sie sogar zu Kennenlerngesprächen in den Standort in Legnica einladen. So können mögliche Missverständnisse über die Erwartungen beider Seiten schon vor Arbeitsbeginn ausgeräumt werden.

Damit die neuen Mitarbeiter sich wohlfühlen und in ihren Heimatorten den guten Ruf des Unternehmens stärken, müssen die Firmen etwas bieten. „Die Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter müssen stimmen“, sagt Veronika Peters. Bei Gebrüder Peters stellt man ihnen deshalb gute Unterkünfte bereit. „Sie wohnen in eigenen Wohnungen, hier direkt in der Nachbarschaft.“ Das Unternehmen regelt auch das Anerkennungsverfahren der Berufsabschlüsse, bietet Sprachkurse und Lexika mit Fachbegriffen an und eine eigens angestellte Schulungskraft bringt den deutschen Mitarbeitern in freiwilligen regelmäßigen Kursen bei, wie sie die neuen Kollegen am besten aufnehmen.

kempinski3_klein

Die Anwerbung von Fachkräften im Ausland ist für das Hotel Kempinski Vierjahreszeiten Tagesgeschäft: Allein in München arbeiten rund 350 Angestellte aus 40 Nationen, von Asien über Amerika, Afrika und Europa ist alles vertreten.

Die TRIPS Group in Grafenrheinfelde ist auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Welche Rolle spielt die Anerkennung der Abschlüsse ausländischer Fachkräfte, um eine Blue Card zu erhalten?

Die Danuvius Klinik betreibt Fachkliniken sowie Fachpflegeheime an vier Standorten der Region 10 (Ingolstadt) in Oberbayern. Wegen des Fachkräftemangels sucht die Klinik seit rund drei Jahren aktiv im Ausland. Das Unternehmen berichtet über bürokratische Hürden.

Die Horsch Maschinen GmbH holt zusätzlich zu den jährlich rund 15 neuen Azubis seit 2016 auch Flüchtlinge als Auszubildende in den Betrieb.

saegmueller

Etwa 25 Prozent der 110 Personen starken Belegschaft von Elektro Saegmüller stammen aus dem Ausland. Das Unternehmen berichtet, wie die Integration gelingt.

Nalin Bulathsinhala, Restaurantleiter und Ausbildungskoordinator im Luitpold Hotel Füssen, weiß aus erster Hand, wie wichtig Sprachkenntnisse und Unterstützungsangebote bei der Integration sind.

Wiegand-Glas rekrutiert erfolgreich in Kroatien. Das Unternehmen setzt dabei auf Telefoninterviews und Vor-Ort-Termine.