Oberbayerische Unternehmen für den freien Handel

Waltraud Kaiser, Privatbrauerei ERDINGER Weißbräu

Wir brauchen mehr freien Handel, weil Protektionismus das größte Hindernis ist, er behindert die Wettbewerbsfähigkeit.

Waltraud Kaiser, Privatbrauerei ERDINGER Weißbräu Werner Brombach GmbH

Was bedeuten freier Handel, offene Märkte und ein starker EU‑Binnenmarkt für Ihr Unternehmen?

Es bedeutet, daß wir uns wettbewerbsfähiger, unkomplizierter und mit Fokus auf Produkt und nicht auf administrativen Aufwand bewegen könnten. Insbesonder im EU‑Binnenmarkt wäre es wichtig, mehr Absstimmung in Bezug auf einheitliche Kennzeichnung, Steuern etc. zu erreichen.

Wie hoch ist Ihr Exportanteil und viele Arbeitsplätze hängen im Inland (schätzungsweise) vom Exportgeschäft ab?

Ca. 20 %, ca. 25 Arbeitsplätze

Wie hat sich Ihr Auslandsgeschäftes in den vergangenen Jahren entwickelt? Aus wie vielen Ländern kommen ihre Kunden und Lieferanten?

Wir arbeiten in fast 100 Ländern und das Exportgeschäft hat sich zu einem wichtigen, wenn nicht dem wichtigse Wachstumsgeschäft entwickelt. Der Anteil steigt jedes Jahr.

Gab oder gibt es derzeit Hürden für das Auslandsgeschäft?

Ja, beispielsweise konnten wir den Markt Argentinien bis 2016 überhaupt nicht bedienen. Es gibt Hemmnisse in vielen Lateinamerikanischen Märkten in Bezug auf Kennzeichnung, Warengruppen, die nicht verschickt werden dürfen (z.B. Textilien).

Welche Perspektiven erhält Ihr Unternehmen durch den Abbau von Handelshemmnissen oder durch neue Abkommen wie CETA oder TTIP?

Die größte Perspektive stünde in einem fairen Wettbewerb, Reduzierung hoher Steuern und protektionistischen Hemmnissen wie bereits oben erwähnt in Bezug auf Kennzeichnung, kostenintensiven Zertifikaten.