Pedelecs und E-Bikes

Rechtliche Einordnung von Pedelecs und E-Bikes

Pedelecs und E-Bikes werden rechtlich unterschiedlich bewertet und eingeordnet. Hier erhalten Sie einen Überblick .

Fahrräder und Lastenräder können insbesondere in beengten und mit dem Kraftfahrzeug oftmals nur eingeschränkt erreichbaren Stadtzentren ihre Vorteile des geringen ‎Parkplatzbedarfs, der Wendigkeit sowie der leichteren Nutzung von Nebenwegen aus‎spielen. Mit Unterstützung eines Elektromotors können sogar weitere Wege auch zügi‎ger zurückgelegt und Güter leichter transportiert werden. ‎ Allerdings gibt es Unterschiede bezüglich der rechtlichen Regelungen und ‎Nutzungsbedingungen von Pedelecs und E-Bikes.‎

Arten von Elektrorädern und rechtliche Einordnung

Pedelecs (Pedal Electric Cycles) sind per Muskelkraft betriebene Fahrräder, die von einem bis zu max. 250 Watt starken Elektromotor bis zu einer Geschwindigkeit von maximal 25 km/h unterstützt werden. Pedelecs benötigen keine Betriebserlaubnis, es besteht keine Helm- und Versicherungspflicht (kein Versicherungskennzeichen) oder Führerscheinpflicht.

S-Pedelecs (Speed Pedal Electric Cycles) werden von einem 500 Watt starken Elektromotor bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h unterstützt. S- Pedelecs gehören zu den Kleinkrafträdern und unterliegen auch diesen Richtlinien. Sie benötigen eine Betriebserlaubnis, eine Haftpflichtversicherung (Versicherungskennzeichen) und eine entsprechende Fahrerlaubnis der Führerscheinklasse AM. Außerdem besteht Helmpflicht. Sie dürfen daher erst ab 16 Jahren gefahren werden.

E-Bikes sind Zweiräder, die über einen reinen elektrischen Motorantrieb verfügen und nicht durch Pedaltreten angetrieben werden. Sofern sie schneller als 20 km/h fahren können, unterliegen sie der Helmpflicht. Sie benötigen zudem eine Betriebserlaubnis, eine Haftpflichtversicherung (Versicherungskennzeichen) und eine entsprechende Fahrerlaubnis der Führerscheinklasse Mofa 1 (bis 25 km/h) bzw. AM (bis 45 km/h). Sie dürfen ab 15 (Mofa 1) bzw. 16 Jahren (AM) gefahren werden.