IHK Ratgeber

Güterverkehr – aktuelle Probleme für die ‎Zukunft lösen

forklift handling container box loading to freight train
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Der Güterverkehr in Deutschland ist eine große Herausforderung. Importe und Exporte müssen bewegt und bewältigt werden, die zentrale Lage in Europa führt zu einem starken Transitverkehr. Seit Jahren wächst der Transport per Lkw und langsam erreichen die Kapazitäten ihre Grenzen. Hier erfahren Sie, mit welchen Strategien der Güterverkehr zukunftssicher wird.

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Die Logistik stößt an ihre Grenzen

Just in time – das war einmal. Durch das rasante Wachstum des Güterverkehrs per Lkw kommt die Infrastruktur an ihr Limit. Die wichtigen Autobahnen sind verstopft und marode Brücken erfordern lange und zeitraubende Umwege. Neue Regeln wie die Blockabfertigung in Österreich sorgen für tagelange Wartezeiten an den Grenzen. Dazu ist es kaum möglich, in ausreichender Zahl Lkw-Fahrer zu finden. Firmen werben sich die Mitarbeiter gegenseitig ab.

Das Wachstum ist enorm – die Folgen auch

Während Staus und fehlende Fahrer in erster Linie ein Problem für die Wirtschaft sind, hat der wachsende Güterverkehr auf der Straße gleichzeitig Folgen für die Allgemeinheit. Allein zwischen den Jahren 2004 und 2010 ist das Gewicht der transportierten Güter von 4 Milliarden Tonnen auf 4,5 Milliarden angewachsen. Während die Güterverkehrsleistung 1990 noch bei ca. 303 Milliarden Tonnenkilometern lag, war sie bis zum Jahr 2014 um etwa 350 Tonnenkilometer angewachsen und erreichte 653 Milliarden Tonnenkilometer. Gleichzeitig wuchs der CO2-Ausstoß um 37 Millionen Tonnen auf 59 Millionen Tonnen an. Damit verursacht der Warentransport auf der Straße rund ein Drittel der Emissionen des Verkehrssektors.

Die Schiene bietet eine gute Alternative

Aktuell erfolgt die Beförderung mit dem Lkw zu rund 70 Prozent, nur 18 Prozent der Waren werden auf der Schiene bewegt. Dabei bietet der Schienengüterverkehr viele Vorteile. Neben der Entlastung des Straßennetzes trägt die Güterbahn auch zum Umwelt- und Klimaschutz bei. Denn ein Güterzug benötigt bezogen auf einen Tonnenkilometer 80 Prozent weniger Energie als ein Lkw und stößt nur ein Viertel der Emissionen aus. Die Bundesregierung plant, die Schiene zu stärken, und möchte pro Jahr mehr als sieben Milliarden Euro in die Schieneninfrastruktur stecken. Ein wichtiger Faktor, um die Schiene im Güterverkehr zu stärken, sind dabei Gleisanschlüsse für Unternehmen.

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Wie wird die Lkw-Maut in Deutschland erhoben?‎

Ab einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen sind Kraftfahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mautpflichtig, sofern sie ausschließlich für Speditionszwecke bestimmt sind oder für diese eingesetzt werden.

Folgende Möglichkeiten stehen zur Nutzung mautpflichtiger Strecken zur Wahl:

  • On-Board Unit (OBU): Nach der Registrierung des Unternehmens und der betroffenen Fahrzeuge bei Toll Collect setzt ein autorisierter Servicepartner die OBU in die Fahrzeuge ein. Die OBU bleibt Eigentum von Toll Collect und steht Ihnen während der Nutzungszeit kostenlos zur Verfügung. Die Registrierung nehmen Sie ganz einfach auf der Internetseite von Toll Collect vor, dort erhalten Sie auch weitere Informationen.
  • Manuell am Terminal: Ohne vorherige Registrierung ist die Nutzung von Maut-Terminals möglich. Hier buchen sich die Fahrer ein. Die Terminals mit der Aufschrift Toll Collect finden Sie in Deutschland und im grenznahen Ausland auf Autohöfen, Rastplätzen, Tankstellen und in der Nähe von Anschlussstellen.
  • Manuell online: Ist die Registrierung und Freischaltung bei Toll Collect erfolgt, besteht auch die Möglichkeit, jede einzelne Fahrt online auf der Website der Toll Collect GmbH manuell einzugeben.
  • Per App: Per App ist es ebenfalls möglich, die Fahrten ohne vorherige Registrierung bei Toll Collect einzubuchen. Mit Registrierung ist das Verfahren komfortabler, da Sie Ihre Zugangsdaten auch für die App nutzen können. Fremdsprachige Fahrer kommen mit der App ebenfalls gut zurecht, denn Sie ist neben Deutsch in Englisch, Französisch und Polnisch erhältlich. Für weitere Informationen besuchen Sie die Website der Firma Toll Collect.

Folgende Kriterien bestimmen die Höhe der Maut:

  • die Gewichtsklasse
    Gewichtsklasse I: von 7,5 Tonnen bis 12 Tonnen
    Gewichtsklasse II: von 12 Tonnen bis 18 Tonnen
    Gewichtsklasse III: ab 18 Tonnen
    Achtung, die Lkw-Mautbei Kraftfahrzeugen oder Fahrzeugkombinationen mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 18 Tonnen wird zusätzlich nach der Anzahl der Achsen berechnet.
  • die Schadstoffklasse des Fahrzeuges
  • die zurückgelegte Wegstrecke

Der Nutzer trägt die Verantwortung für die korrekte Angabe der Schadstoffklasse, der Achslast sowie der Wegstrecke.

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Wie wird die Lkw-Maut in Österreich erhoben?‎

In Österreich besteht für alle Fahrzeuge eine Mautpflicht auf Autobahnen und Schnellstraßen. Die Maut-Gebühren erhebt Österreich für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht in Form einer Vignette, schwerere Fahrzeuge registriert das GO-Mautsystem. Für einzelne Streckenabschnitte wie beispielsweise den Brenner erhebt das Land eine zusätzliche Streckenmaut.

Mautpflichtige Straßen nutzen Sie mit folgenden Abrechnungssystemen:

  • Vignetten: Die auch Pickerl genannten Aufkleber für die Windschutzscheibe sind für Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht gedacht. Sie erhalten die Vignetten an über 6.000 Bezugsstellen in und außerhalb Österreichs (z. B. an Tankstellen). Die Gültigkeitsdauer der Vignetten beträgt wahlweise zehn Tage, zwei Monate oder ein Jahr. Seit 2018 ist eine digitale, kennzeichengebundene Vignette online erhältlich. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website der ASFINAG.
  • GO-Box: Fahrzeuge, deren zulässiges Gesamtgewicht 3,5 Tonnen überschreitet, müssen mit der GO-Box ausgestattet werden. Die Box erhalten Sie bei zahlreichen Vertriebsstellen. Die Anzahl der Achsen, die Schadstoffklasse des Fahrzeuges, Lärmemissionen, die Tageszeit der Fahrt und die zurückgelegte Wegstrecke dienen als Grundlage zur Berechnung der fälligen Mautgebühren.

Auf einzelnen Streckenabschnitten werden für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen gesonderte Mautgebühren erhoben. Die nötigen Tickets erhalten Sie an der Mautstelle vor Ort oder vorab online.

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Wie wird die Lkw-Maut in der Schweiz erhoben?‎

Die Schweiz erhebt für die Nutzung der Autobahnen und Autostraßen (Nationalstraßen 1. und 2. Klasse) für alle Kraftfahrzeuge eine Abgabe. Vignetten sind für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht erhältlich. Schwerere Fahrzeuge erhalten nur eine Vignette, wenn sie nicht unter die Schwerlastabgabe fallen. Dazu zählen Gütertransportfahrzeuge und schwere Arbeitsfahrzeuge.

Mautpflichtige Strecken können Sie auf folgende Arten nutzen:

  • Vignette: Verkaufsstellen für Vignetten in Deutschland und anderen Ländern befinden sich in Poststellen, Tankstellen, Kfz-Werkstätten und Geschäftsstellen des Verkehrsclubs TCS, bei den Straßenverkehrsämtern sowie an der Grenze. Informationen zur Höhe der Abgabe und bestehenden Befreiungen liefert Ihnen die Eidgenössische Zollverwaltung.
  • Entrichtung leistungsabhängiger Schwerverkehrsabgabe (LSVA): Der LSVA unterliegen alle Fahrzeuge, deren zulässiges Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen liegt und die dem Transport von Gütern dienen. Die Höhe dieser Abgabe richtet sich nach dem Gesamtgewicht, der Emissionsstufe und den zurückgelegten Kilometern. Für Fahrzeuge, die im Ausland zugelassen sind, gelten gesonderte Regeln.
  • Entrichtung pauschaler Schwerverkehrsabgabe (PSVA): Die PSVA gilt für schwere Personenwagen und Fahrzeuge für den Personentransport mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen. Sie wird in Abhängigkeit des Gesamtgewichtes, des Zugfahrzeuges und der Anhängelast sowie der Abgabenperiode erhoben. Die Zahlung erfolgt an der Zollstelle des Grenzübertrittes.

Tipp: Die Entrichtung einer LVSA für das Befahren von Straßen im Fürstentum Liechtenstein mit Fahrzeugen, deren zulässiges Gesamtgewicht 3,5 Tonnen überschreitet, obliegt ebenfalls der Schweiz.

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Was müssen Unternehmen über den Brenner-‎Alpentransit wissen?‎

Für den Alpentransit über den Brenner gelten besondere Bestimmungen.

Was ist das Sektorale Fahrverbot?

Auf dem Teilabschnitt der Inntal Autobahn A 12 gilt ab dem Straßenkilometer 6,35 (Gemeindegebiet Langkampfen) bis zum Kilometer 72 (Gemeindegebiet Ampass) in beiden Fahrtrichtungen ein sektorales Fahrverbot.

Wer ist betroffen?

Unter das Sektorale Fahrverbot fällt der Güterverkehr mit folgenden Fahrzeugen:

  • Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen
  • Lkw mit Anhänger, bei dem das zulässige Gesamtgewicht beider Fahrzeuge mehr als 7,5 Tonnen beträgt

Welche Ausnahmen vom Sektoralen Fahrverbot bestehen?

Bestimmte Fahrzeuge sind vom Sektoralen Fahrverbot ausgenommen:

  • Lkw der Abgasklasse Euro VI: Die Abgasklasse muss durch eine Kennzeichnung des Kraftfahrzeuges nach der IG-L – Abgasklassen-Kennzeichnungsverordnung nachgewiesen werden. Alternativ kann der Nachweis durch ein im Kraftfahrzeug mitgeführtes Dokument erfolgen. Der Nachweis muss den Vorgaben der IG-L – Abgasklassenkennzeichnungsverordnung entsprechen.
  • Ziel- und Quellverkehr: Fahrzeuge, deren Quelle oder Ziel (Be- oder Entladung) in einer definierten Kernzone liegt, sind vom Sektoralen Fahrverbot ausgenommen. Das gilt auch für Fahrzeuge, deren Be- oder Entladung in einer erweiterten Zone erfolgt.

Was ist das Euroklassen-Fahrverbot?

Auf dem Teilabschnitt der Inntal Autobahn A 12 zwischen dem Straßenkilometer 6,35 (Gemeindegebiet Langkampfen) und dem Kilometer 90 (Gemeindegebiet Zirl) gilt ein Euroklassen-Fahrverbot in beiden Fahrtrichtungen.

Wer ist betroffen?

Sattelkraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen sowie Lkw mit Anhänger und selbstfahrende Arbeitsmaschinen mit Anhänger, bei denen das gemeinsame zulässige Gesamtgewicht 7,5 Tonnen übersteigt, dürfen diesen Streckenabschnitt nur befahren, wenn folgende Vorgaben erreicht werden:

  • seit dem 31. Dezember 2017 mit Fahrzeugen der Euroklassen IV bis VI (NOx-Emission nicht mehr als 3,5 g/kWh)
  • ab dem 31. Oktober 2019 Fahrzeuge über 7,5 Tonnen der Euroklassen V und VI
  • ab dem 1. Januar 2021 nur noch Fahrzeuge der derzeit neuesten und umweltschonendsten Euroklasse VI

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetpräsenz des Landes Tirol.

Welche Güter dürfen beim Brenner Alpentransit nicht transportiert werden?

Lastkraftwagen mit und ohne Anhänger und Sattelkraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 Tonnen dürfen die folgenden Güter nicht transportieren:

  • Abfälle (laut Europäischem Abfallverzeichnis)
  • Steine, Erden sowie Aushub
  • Rundholz und Kork
  • Kraftfahrzeuge (Mopeds, Motorräder, Quads, Pkw, Kleinbusse, Lkw bis 3,5 Tonnen)
  • Nichteisen- und Eisenerze
  • Stahl, außer Bewehrungs- und Konstruktionsstahl für die Belieferung von Baustellen
  • Marmor und Travertin
  • keramische Fliesen

Das Transportverbot wurde zum Ersten des Jahres 2020 erweitert, ab dem Stichtag ist auch der Transport folgender Waren verboten:

  • Papier und Pappe
  • flüssige Mineralölerzeugnisse
  • Zement, Kalk und gebrannter Gips
  • Rohre und Hohlprofile
  • Getreide

Wann gelten für welche Fahrzeuge Nachtfahrverbote?

Bestimmte Schwerfahrzeuge dürfen die Inntal Autobahn A 12 während der Nacht nicht benutzen. Das Fahrverbot besteht zwischen Straßenkilometer 6,35 (Gemeindegebiet Langkampfen) und Kilometer 90 (Gemeindegebiet Zirl) und betrifft beide Fahrtrichtungen.

Welche Fahrzeuge sind betroffen?

  • Lastkraftwagen, Sattelkraftfahrzeuge und selbstfahrende Arbeitsmaschinen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von jeweils mehr als 7,5 Tonnen
  • Lastkraftwagen mit Anhänger und selbstfahrende Arbeitsmaschinen mit Anhänger, mit einer Summe des zulässigen Gesamtgewichts beider Fahrzeuge von mehr als 7,5 Tonnen

Wann gilt das Fahrverbot?

Das Nachtfahrverbot gilt während folgender Zeiten

  • 1. Mai bis 31. Oktober: 22:00 Uhr bis 05:00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen 23:00 Uhr bis 05:00 Uhr
  • 1. November bis 30. April: 20:00 Uhr bis 05:00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen 23:00 Uhr bis 05:00 Uhr

Welche Ausnahmen bestehen?

Während der Nachtzeiten dürfen Lkw der Abgasklasse Euro VI den Streckenabschnitt befahren, wenn der Nachweis der Abgasklasse durch eine Kennzeichnung des Kraftfahrzeuges nach der IG-L – Abgasklassen-Kennzeichnungsverordnung erfolgt. Alternativ kann die Abgasklasse durch ein im Kraftfahrzeug mitgeführtes Dokument nachgewiesen werden. Das Dokument muss eine Kennzeichnung nach der IG-L – Abgasklassenkennzeichnungsverordnung erhalten.

Die Ausnahme für Euro VI-Fahrzeuge ist bis zum 31.12.2020 befristet.

Welche Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten beim Brenner?

Auf Teilstücken des Autobahnnetzes in Tirol gelten Geschwindigkeitsbegrenzungen für Pkw. Die reduzierte Geschwindigkeit soll die Abgasbelastung senken und wird daher als Lufthunderter bezeichnet. Die Geschwindigkeitsbegrenzung aufmaximal 100 km/h gilt für Pkw auf folgenden Abschnitten:

  • Inntal Autobahn A 12 von der deutschen Landesgrenze bis zur westlichen Gemeindegrenze von Zirl (ca. 90 km)
  • Inntal Autobahn A 12 zwischen den Gemeinden Imst und Zams (ca. 13 km)
  • Brenner Autobahn A 13 zwischen Innsbruck und Schönberg im Stubaital (ca. 12 km)

Die Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten jeweils für beide Fahrtrichtungen.

Was ist bei der Blockabfertigung am Brenner zu berücksichtigen?

Das Land Tirol steuert den Personen- und Güterverkehr aktiv. Neben dem Sektoralen Fahrverbot und dem Lufthunderter erfolgen auch Eingriffe über die sogenannte Blockabfertigung. Diese Maßnahme fand im Jahr 2019 an 32 Tagen statt und hatte massiven Einfluss auf den Güterverkehr.

Was ist eine Blockabfertigung?

An Tagen mit Blockabfertigung richtet die Landespolizei Tirol am Grenzübergang Kufstein Nord einen sogenannten Checkpoint ein. Ab 5 Uhr morgens wird der Güterverkehr an diesem gestoppt und gestaut. Denn die Beamten lassen lediglich 250 bis 300 Lkw pro Stunde durch den Checkpoint auf die Inntal Autobahn E 45 auffahren. Das Vorgehen führt zu langen Schlangen und erheblichen Wartezeiten für Transportdienstleister.

Wann fand im Jahr 2019 die Blockabfertigung statt?

Das Land Tirol hat folgende Termine veröffentlicht:

24.04. Mittwoch nach ‎Ostern
‎26.04. Freitag ‎ Tag nach der ‎Befreiung Italiens ‎
29.04. ‎‎Montag nach ‎der Osterwoche & Tag ‎der Befreiung Italiens ‎
02.05. ‎Donnerstag ‎ nach dem Tag der ‎Arbeit ‎
27.05. ‎Montag vor Christi ‎Himmelfahrt ‎
‎28.05. ‎Dienstag vor ‎Christi ‎Himmelfahrt ‎
‎29.05. ‎Mittwoch vor ‎Christi ‎Himmelfahrt ‎
‎31.05. Freitag nach ‎Christi ‎Himmelfahrt ‎
‎06.06. ‎Donnerstag vor ‎Pfingsten ‎
‎11.06. Dienstag nach ‎Pfingsten ‎
‎12.06. Mittwoch nach ‎Pfingsten ‎
‎13.06. ‎Donnerstag nach ‎Pfingsten ‎
‎17.06. ‎Montag vor ‎Fronleichnam ‎
‎18.06. ‎Dienstag vor ‎Fronleichnam ‎
19.06. Mittwoch vor ‎Fronleichnam
‎21.06. Freitag nach Fronleichnam
01.07. Montag
08.07. Montag
15.07. Montag
22.07. Montag
29.07. Montag
16.08. Freitag nach Maria Himmelfahrt
04.10. Freitag nach dem Tag der Deutschen Einheit
28.10. Montag nach verlängertem Wochenende
04.11. Montag nach Allerheiligen bzw. Allerseelen
05.11. Dienstag
07.11. Donnerstag
12.11. Dienstag
14.11. Donnerstag
21.11. Donnerstag
28.11. Donnerstag

Was sind die Auswirkungen der Blockabfertigung?

Die Blockabfertigung hat einem immensen Einfluss auf den Verkehrsfluss auf deutscher Seite. An den bisherigen Terminen kam es zu massiven Behinderungen auf der A 93 und der A 8, da sich der Verkehr kilometerweit staut und durch die geringen Durchlasszahlen an der Grenze auch nur schleichend bewegt. Dazu kommt, dass die Parkplätze im Rückstaukorridor entlang der A 8 und A 83 bereits in den frühen Morgenstunden komplett durch den Güterverkehr besetzt sind. Zu den Verkehrsbehinderungen kommen spürbar negative Folgen für die Wirtschaft.

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Wie funktioniert der eigene Gleisanschluss für ‎Unternehmen in der Praxis?‎

Während vor Jahrzehnten noch viele Unternehmen einen eigenen Gleisanschluss für die Warenbeförderung besaßen, hat die Bahn viele Angebote gekündigt und die Gleise stillgelegt. Dieser Trend kehrt sich jetzt um. Schienenanschlüsse für Unternehmen sind politisch gewollt und werden wieder vermehrt angeboten.

Masterplan Schienen-Güterverkehr

Der Masterplan Schienen-Güterverkehr soll die bahnfeindlichen Rahmenbedingungen beenden und den Gleisanschluss für Unternehmen mit Zuschüssen fördern. Zwar besteht bereits seit 2004 ein Förderprogramm, das die Kosten für den Gleisanschluss mit einem Zuschuss in Höhe von 50 Prozent fördert. Steffen Müller, der Mann im Bundesverkehrsministerium für ‎den Masterplan und die Gleisanschlussförderung, versichert, das Verfahren zu vereinfach und zu beschleunigen.

Die IHK begrüßt den Masterplan und sieht darin wichtige Punkte umgesetzt, die die Unternehmensvertreter seit Langem fordern. Fünf Sofortmaßnahmen und 66 weitere Maßnahmenpakete sollen den eigenen Gleisanschluss für Unternehmen beschleunigen und zu einem Wow-Effekt führen. Zu den Projekten gehören unter anderem der Ausbau der E-Mobilität, Digitalisierung und Weiterbildung bis hin zur Halbierung des Trassenpreises für den Warentransport.

Auf der „IHK Konferenz ‎Schienenverkehr – Weichen stellen zur Verlagerung des ‎Güterverkehrs“ am 6. November 2018 herrschte eine optimistische Aufbruchsstimmung. Unternehmer bekommen das Gefühl, dass sich endlich etwas bewegt. Auch die Bahnbetreiber sehen das so, denn jetzt gibt es ein Konzept, die nötigen Finanzmittel und den politischen Willen. Eine Herausforderung bleibt der Masterplan Schienen-Güterverkehr dennoch: Es fehlt an Mitarbeitern für die Planung und Baufirmen mit freien Kapazitäten für die Umsetzung.

Herausforderungen für den Schienen-Güterverkehr

Der Europa-Abgeordnete der Grünen und Verkehrsexperte Michael Cramer erläuterte auf der IHK-Konferenz, wie der Schienen-Güterverkehr gegenüber dem auf der Straße benachteiligt wird. Bisher ist es innerhalb der EU nicht gelungen, einfachste Standards wie technische Vorgaben oder eine grenzübergreifende Elektrifizierung zu veranlassen.

Die fehlenden Regelungen haben bizarre Folgen. Während Lkw problemlos die Grenzen passieren, bleiben entsprechende Züge an der Grenze stehen. Zu den komplizierten Vorgaben gehören unter anderem folgende:

  • Lokwechsel
  • Dokumentationspflichten
  • Sprachnachweise
  • Mindestlöhne, deutlich über den Tarifen für Lkw-Fahrer aus Osteuropa

Unter diesen Umständen bezweifelt Professor Bernd Kortschak vom Lehrstuhl für Logistik an der FH Erfurt, dass ein halbierter Trassenpreis für den Schienen-Güterverkehr einen deutlichen Effekt hat. Nach den Berechnungen des Professors erreicht ein mit Stahl beladener Güterzug auf der Strecke von Schweden nach Italien eine Geschwindigkeit von gerade einmal 7 km/h. Das Schneckentempo ist den vielen Zwangsstopps geschuldet. Ein Lkw bewältigt die Strecke mit einer Durchschnittgeschwindigkeit von 65 km/h. Für Unternehmen wird der Bahntransport so zum Kostentreiber, weil er eine extreme Lagerhaltung erfordert.

Prof. Kortschak führt aus, dass die Infrastruktur für den Schienen-Güterverkehr zu großen Teilen dem technischen Stand von 1876 entspricht. Die Digitalisierung verursacht so nur höhere Kosten, das Schienennetz muss vorher modernisiert werden. Andere Diskussionsteilnehmer schätzten die Lage zwar positiver ein, in den Kernpunkten konnten sie die Argumente des Professors aber nicht entkräften.

Die Zeit für eine verkehrspolitische Wende wird knapp. Bis die geplanten Maßnahmen spürbar werden, dauert es viele Jahre. Allein bis Deutschlands Bahnstrecken für den Güterverkehr durchgehend elektrifiziert sind, werden 30 Jahre vergehen. Dabei verschärft sich die Krise auf der Straße rasant. Nach der ADAC-Staubilanz gab es in Deutschland im Jahr 2017 723.000 Staus mit einer Gesamtlänge von 1,45 Millionen Kilometern. Die CO2-Emissionen im Straßenverkehr sind seit 1990 um ein Viertel gewachsen – und das, obwohl Deutschland Milliarden in den Klimaschutz investiert.

In Berlin und Brüssel wird der Ruf nach einer CO2-Abgabe laut. Sollte sich diese Idee aufgrund des Klimaproblems durchsetzen, bekommt der Transport auf der Schiene eine echte Chance. Die Nachfrage nach dieser viel günstigeren Variante wird steigen, die Bahnbetreiber müssen auf diesen Anstieg vorbereitet sein. Im Bereich Güterverkehr ist ein Umdenken auf allen Ebenen nötig.

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Gibt es Fördermittel für einen Gleisanschluss für ‎Unternehmen?‎

Für die direkte Bahnverladung über einen unternehmenseigenen Gleisanschluss stellt der Bund Fördermittel bereit. Dazu muss der Nachweis einer Mindesttonnage erfolgen. Ein eigener Gleisanschluss sorgt für mehr Möglichkeiten im Güterverkehr und reduziert die Abhängigkeit von Speditionen.

Wir beraten Sie gern zu einem eigenen Gleisanschluss für Ihr Unternehmen. Außerdem haben wir Ihnen in unserer Broschüre „Gleisanschluss“ alle wichtigen Informationen über Fördermittel und Antragsstellung zusammengestellt.

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Wie verbinde ich in der Unternehmens-Logistik ‎Wirtschaftszentren und Seehäfen?‎

Auch wenn der Freistaat Bayern weitab der Meere liegt, sind leistungsfähige Seehäfen für hier ansässigen Unternehmen von großer Bedeutung als logistische Knotenpunkte. Industrieunternehmen in Oberbayern benötigen eine zuverlässige Ver- und Entsorgung mit Rohstoffen, Energieträgern und Produkten aller Art. In der ganzen Welt steigt die Nachfrage nach Produkten aus Bayern mit jedem Jahr stetig.

Die „Verkehrsprognose Bayern 2025“ erwartet, dass die Güterverkehrsleistung in Bayern bis 2025 um 53 Prozent steigen wird. In Gesamtdeutschland wird eine Verdoppelung bis zum Jahr 2050 erwartet. Funktionierende und leistungsfähige Transportketten und eine effiziente Verkehrsinfrastruktur sind die Grundlage, um den erwarteten Anstieg im Warentransport auf Straßen, Schienen und Binnengewässern in den Korridoren der deutschen Seehäfen zu bewältigen.

Die IHK Nord hat eine Sonderauswertung der Seeverkehrsprognose, die das Bundesverkehrsministerium erstellt hat, in Auftrag gegeben, bei der die Ergebnisse bis auf Landkreisebene heruntergebrochen werden. Für Oberbayern hat die Auswertung ergeben, dass der Warenfluss zwischen der Region und den deutschen Seehäfen bis zum Jahr 2030 wertmäßig um 143 Prozent ansteigen wird. Mit diesen Zahlen untermauert die IHK Ihre Forderung nach einem gezielten Ausbau des Güterverkehrs.

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Welche Besonderheiten müssen Unternehmen bei der ‎Luftfracht berücksichtigen?‎

Der globale Welthandel macht den Versand per Luftfracht für Unternehmen attraktiv. Die Luftfracht bietet folgende Vorteile:

  • flexibel
  • geringes Risiko für Beschädigungen
  • schneller Transport

Allerdings ist die Schutzbedürftigkeit der Luftfracht gestiegen und es gibt daher immer höhere Sicherheitsanforderungen. Durch die erhöhte Gefährdungslage haben die EU und Deutschland die Gesetze im Transport per Flugzeug verschärft. Die neuen Verfahren binden alle Beteiligten am Luftfrachtverkehr in ein Sicherheitskonzept mit ein. Im Merkblatt „Luftsicherheit“ erfahren Sie, wie die Gesetze sich auf den Versand auswirken.

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Was ist im Verkehrsbereich bei Markt- und ‎Berufszugang in der EU zu beachten?‎

Eine Tätigkeit im Verkehrsbereich unterliegt innerhalb der EU vielen Reglementierungen. EU-Verordnungen regeln den Markt- und Berufszugang, diese Regeln werden als Road Package bezeichnet. Alle Verordnungen gelten in diesem Segment in allen Mitgliedstaaten unmittelbar. Deutschland nutzt seinen Handlungsspielraum und hat für einige Bereiche eigene Regeln aufgestellt. Planen Sie eine Tätigkeit als Unternehmer im Güterverkehr per Lkw, im Bereich Taxi und Mietwagen oder bei der Notfallrettung und im Kranktransport, unterliegt Ihre Tätigkeit vielen Vorschriften. Wir stellen Ihnen diese hier vor.

Road Package

Das sogenannte Road Package hat die EU am 14. November 2009 im Amtsblatt veröffentlicht. In diesem Paket von Verordnungen regelt die Union den Markt- und Berufszugang für Unternehmer im Kraftverkehr komplett neu. Dabei fasst die EU die bislang geltenden Regeln des Personen- und Güterkraftverkehrs in drei Verordnungen zusammen.

  • Verordnung (EG) Nr. 1071/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 zur Festlegung gemeinsamer Regeln für die Zulassung zum Beruf des Kraftverkehrsunternehmers und zur Aufhebung der Richtlinie 96/26/EG des Rates
  • Verordnung (EG) Nr. 1072/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 über gemeinsame Regeln für den Zugang zum Markt des grenzüberschreitenden Güterkraftverkehrs
  • Verordnung (EG) Nr. 1073/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 über gemeinsame Regeln für den Zugang zum grenzüberschreitenden Personenkraftverkehrsmarkt und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 561/2006

Am 4. Dezember 2009 traten die Verordnungen in Kraft und zwei Jahre nach diesem Stichtag wurden sie wirksam (4. Dezember 2011).

Die Kabotagebestimmungen gelten abweichend davon bereits seit 14. Mai 2010.

Das Road Package umfasst folgende Neuerungen:

  • Seit 14. Mai 2010 gibt es erstmals gemeinschaftsweit einheitliche Kabotagebestimmungen (Art. 8 ff VO) (EG) Nr. 1072/2009).
  • Die Verordnungen (EWG) 881/92 und (EWG) 3118/93 sowie die Richtlinie 2006/94/EG sind durch die Verordnung (EG) 1072/2009 ersetzt worden.
  • Die Richtlinie 96/26 EG des Rates vom 29. April 1996 über den Zugang zum Beruf des Güter- und Personenkraftverkehrsunternehmers im innerstaatlichen und grenzüberschreitenden Verkehr wurde durch die Verordnung (EG) Nr. 1071/2009 ersetzt, deren Bestimmungen unmittelbar Anwendung finden.
  • Eine faktische Niederlassung im Mitgliedstaat ist Teil der Berufszugangsvoraussetzungen (Art. 5 VO (EG) Nr. 1071/2009).
  • Einem Unternehmer bzw. der zur Führung der Kraftverkehrsgeschäfte bestellten Person (dem sogenannten Verkehrsleiter) kann die Führung von Kraftverkehrsgeschäften wegen Unzuverlässigkeit untersagt werden (Art. 14 VO (EG) Nr. 1071/2009).
  • Die Optimierung und Modernisierung des gemeinschaftsweiten Austausches von Informationen, die relevant sind für die Beurteilung der Zuverlässigkeit eines Verkehrsunternehmers und damit für die Erteilung oder den Entzug einer Gemeinschaftslizenz durch die Vernetzung einzelstaatlicher Register bis Ende 2012 sowie die Einrichtung nationaler Kontaktstellen bis Ende 2011 (Art. 16, 18 VO (EG) Nr. 1071/2009) wurde beschlossen.

Ausstellung und Umschreibung von Fachkundenachweisen

Die IHK für München und Oberbayern stellt Speditionskaufleuten und Inhabern gleichwertiger Abschlüsse im Personen- und Güterverkehr auf Grundlage des Prüfungszeugnisses eine EU-konforme Fachkundebescheinigung aus.

Seit dem 4. Dezember 2009 ist der Berufszugang zum Straßengüter- und Straßenpersonenverkehr (Kraftomnibus) neu geregelt. Seit dem Stichtag gilt unmittelbar in allen Mitgliedsstaaten die Verordnung (EG) 1071/2009 (EU-Berufszugangsverordnung).

In § 7 enthält die Berufszugangsverordnung für den Güterkraftverkehr (GBZugV) eine Besitzstandsschutzregel, die gewährleistet, dass die Umschreibung eines Abschlusszeugnisses (z. B. Speditionskaufleute) auch nach dem Inkrafttreten der Verordnung möglich ist. Für eine spätere Umschreibung muss die Berufsausbildung vor dem 4. Dezember 2011 begonnen haben.

Sofern Sie bereits im Besitz eines von der IHK ausgestellten Fachkundenachweises mit laufender Nummer sind, benötigen Sie keine gesonderte Umschreibung.

Folgende Berufsabschlüsse sind in der Anlage 4 in Ergänzung zu § 6 Abs. 1 GBZugV aufgeführt:

  • Abschlussprüfungen zum Kaufmann/zur Kauffrau im Eisenbahn- und Straßenverkehr, Schwerpunkt: Güterkraftverkehr
  • Abschlussprüfung zum Speditionskaufmann/zur Speditionskauffrau
  • Abschlussprüfung zur Fortbildung zum Verkehrsfachwirt/zur Verkehrsfachwirtin
  • Abschlussprüfung als Diplom-Betriebswirt im Ausbildungsbereich Wirtschaft, Fachrichtung Spedition der Berufsakademien Lörrach und Mannheim
  • Abschlussprüfung als Diplom-Betriebswirt im Fachbereich Wirtschaft, Studiengang Verkehrswirtschaft und Logistik, Fachrichtung Güterverkehr der Fachhochschule Heilbronn.

Aufgrund der Veröffentlichung im Verkehrsblatt Heft 23 aus 2007 werden auch folgende Abschlüsse anerkannt:

  • Bachelor of Arts, Studiengang Betriebswirtschaftslehre/Spedition, Transport und Logistik der Berufsakademien Lörrach und Mannheim
  • Bachelor of Arts, Studiengang Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik, Vertiefungsrichtung Verkehrslogistik der Hochschule Heilbronn

Die Berufszugangsverordnung für den Straßenpersonenverkehr gewährt in § 6 einen Besitzstandsschutz gleichwertiger Abschlussprüfungen. Die Ausbildung muss dabei vor dem 04. Dezember 2011 begonnen haben.

Die Anlage 6 in Ergänzung zu § 6 Abs. 1 PBZugV benennt folgende Abschlussprüfungen:

  • Abschlussprüfungen zum Kaufmann/zur Kauffrau im Eisenbahn- und Straßenverkehr, Schwerpunkt: Personenverkehr
  • Abschlussprüfung zur Fortbildung zum Verkehrsfachwirt/zur Verkehrsfachwirtin
  • Abschlussprüfung als Betriebswirt/Betriebswirtin (DAV), abgelegt bei der Deutschen Außenhandels- und Verkehrsakademie in Bremen
  • Abschlussprüfung als Diplom-Betriebswirt/Diplom-Betriebswirtin im Fachbereich Wirtschaft I Studiengang Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik an der Fachhochschule Heilbronn
  • Abschluss als Diplom-Verkehrswirtschaftler/Diplom-Verkehrswirtschaftlerin an der Technischen Universität Dresden.

Aufgrund der Veröffentlichung im Verkehrsblatt Heft 22 aus 2007 wird weiterhin folgender Abschluss berücksichtigt:

  • Bachelor of Arts, Studiengang Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik, Vertiefungsrichtung Personenverkehr der Hochschule Heilbron

Hinweis: Die Ausstellung eines Fachkundenachweises durch die IHK für München und Oberbayern ist gemäß der Anlage zur Gebührenordnung kostenpflichtig. Die Ausstellung eines Fachkundenachweises kostet 40 Euro.

Neue Regeln für Unternehmen im Güterkraft- und Omnibuskraftverkehr

Die grundlegenden Regeln und Bestimmungen für die Ausübung des Straßengüter- und Straßenpersonenverkehrs im europäischen Binnenmarkt sind durch das Road Package aktualisiert worden. Maßgeblich sind die Verordnungen EG Nr. 1071/2009, 1072/2009 und 1073/2009. Die neuen Regeln gelten seit dem 4. Dezember 2011 unmittelbar in allen Mitgliedsstaaten. In Deutschland erfolgt die Umsetzung durch das Güterkraftverkehrs- und das Personenbeförderungsgesetz sowie durch die Berufszugangsverordnungen für den Straßengüter- und den Straßenpersonenverkehr. Alle wichtigen Informationen haben wir Ihnen in Merkblättern zusammengefasst.

Ausstellung von Tätigkeitsnachweisen / Anerkennung leitender Tätigkeiten

Die Berufszugangsregeln der VO (EG) 1071/2009 legen die Rahmenbedingungen für den Nachweis der fachlichen Eignung fest, der aufgrund leitender Tätigkeiten in Unternehmen des Güterkraft- oder des Personenkraftverkehrs erteilt werden kann. Artikel 9 der seit dem 4. Dezember 2011 geltenden Verordnung stellt es den Mitgliedsstaaten frei, eine Prüfungsbefreiung festzulegen. Voraussetzung für eine Befreiung von der Prüfung ist:

  • leitende Tätigkeit in einem Zeitraum von zehn Jahren vor dem 4. Dezember 2011 ausgeübt
  • ohne Unterbrechungen
  • Tätigkeit in einem entsprechenden Unternehmen

Deutschland setzt die Vorgaben der Verordnung in der Berufszugangsverordnung für den Güterkraftverkehr (GBZugV) vom 21.12.2011 um. Die GBZugV ist im Bundesgesetzblatt vom 30.12.2011 auf Seite 3120 veröffentlicht worden. Vorgaben für den Personenverkehr finden sich in der Berufszugangsverordnung für den Straßenpersonenverkehr (PBZugV, maßgeblich § 7 Abs. 2).

Die Beantragung des Nachweises der fachlichen Eignung für den Güter- und Straßenpersonenverkehr (Kraftomnibusse) gem. GBZugV und PBZugV unterliegt folgenden Vorgaben:

Ein positiver Entscheid für einen Antrag auf Anerkennung einer leitendenden Tätigkeit ist nur möglich, wenn die Tätigkeit in einem entsprechenden Unternehmen ununterbrochen seit dem 4. Dezember 1999, also seit mindestens zehn Jahren, nachgewiesen wird.

Tipp: Der Werkverkehr ist von diesen Regeln ausgenommen.

Diese Einschätzung trifft der DIHK-Arbeitskreis in Übereinstimmung mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Möchte eine Person die fachliche Eignung ohne Prüfung geltend machen, setzt § 8 Absatz 1 GBZugV voraus, dass diese eine leitende Tätigkeit seit mindestens zehn Jahren vor dem Stichtag 4. Dezember 2009 ohne Unterbrechung ausgeübt hat. Damit ist der 4. Dezember 1999 das zugrunde liegende Datum. Die Verordnung (EG) 1071/2009 nennt Güterverkehrsunternehmen, also solche Unternehmen, die zu gewerblichen Zwecken Güter transportieren. Der Werkverkehr fällt nicht unter diesen Begriff, da Unternehmen mit Werkverkehr andere Unternehmenszwecke verfolgen als den gewerblichen Transport.

Beantragung für den Taxi- und Mietwagenverkehr gemäß § 7 Abs. 1 der PBZugV:

Um ein Unternehmen im Bereich Taxi- und Mietwagenverkehr zu führen, ist eine mindestens dreijährige Tätigkeit in Leitungsfunktion in einem Unternehmen des Straßenpersonenverkehrs mit Sitz im Inland nachzuweisen. Im Rahmen der Tätigkeit müssen nach § 3 alle Kenntnisse und Fertigkeiten zur ordnungsgemäßen Betriebsführung im Straßenpersonenverkehr erworben worden sein. Zum Zeitpunkt der Antragstellung darf die Tätigkeit nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.

Betrifft alle Antragsteller:

Zur Prüfung der Voraussetzung für den Nachweis der fachlichen Eignung müssen dem Antrag aussagekräftige Unterlagen beigefügt werden. Eine Prüfung der Kenntnisse im Fachgespräch findet grundsätzlich statt.

Die Ausstellung eines Fachkundenachweises ist gemäß der Anlage zur Gebührenordnung der IHK für München und Oberbayern gebührenpflichtig:

  • Die Kosten für die Ausstellung einer Fachkundebescheinigung aufgrund gleichwertiger Abschlussprüfungen nach Artikel 3, 8 VO (EG) 1071/2009 i. V. m. § 7 GBZugV oder § 6 PBZugV liegen bei 40,00 Euro.
  • Die Kosten für die Ausstellung einer Fachkundebescheinigung aufgrund leitender Tätigkeit nach Artikel 3, 8 VO (EG) 1071/2009 i. V. m. § 8 GBZugV oder § 13 Abs. 1. Nr. 3 PBefG, § 7 PBZugV belaufen sich auf 100,00 Euro.

Gründung im Omnibusverkehr

Bei Gründungen im Bereich des Omnibusverkehrs steht Ihnen die IHK für München und Oberbayern tatkräftig zur Seite. Besonders wichtig für Existenzgründer sind detaillierte Kenntnisse über den Berufszugang. Private Veranstalter bieten Kurse zur Erlangung der nötigen Sach- und Fachkenntnisse an. Die Abnahme der Fachkundeprüfung dagegen erfolgt durch die IHK. In unserem Merkblatt „Informationen zum Berufszugang im gewerblichen Omnibusverkehr“ als Download finden Sie die wichtigsten Genehmigungsvoraussetzungen für eine Gründung im Bereich Omnibusverkehr.

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Welche Sozialvorschriften schützen die Fahrer?‎

Der Staat hat zum Schutz der Fahrer verschiedene Sozialvorschriften erlassen. In diesen Bereich fallen nicht nur die Lenk- und Ruhezeiten. Dazu gehören auch Möglichkeiten der Aufzeichnung, z. B. durch Kontrolltechnik.

Fahrpersonalverordnung

Fahrer von Fahrzeugen im Güterverkehr, deren zulässiges Gesamtgewicht einschließlich (Sattel-)Anhänger mehr als 2,8 Tonnen, aber nicht mehr als 3,5 Tonnen beträgt, sind innerhalb Deutschlands verpflichtet, folgende Aufzeichnungen zu erstellen:

  • Lenkzeiten
  • sonstige Arbeitszeiten
  • Lenkzeitunterbrechungen
  • Ruhezeiten

Diese Aufzeichnungen dürfen die Fahrer gemäß Fahrpersonalverordnung handschriftlich führen. Fahrer von Fahrzeugen mit einem einschließlich Anhänger zulässigem Gesamtgewicht von unter 2,8 Tonnen sind nicht zur Aufzeichnung verpflichtet.

12-Tage-Regelung

Die modifizierte 12-Tage-Regelung ist am 4. Juni 2010 in Kraft getreten. Seitdem ist es möglich, die wöchentliche Arbeitszeit von Kraftomnibusfahrern im grenzüberschreitenden Verkehr unter bestimmten Voraussetzungen flexibel zu gestalten. Weitere Informationen haben wir in einem gesonderten Merkblatt zusammengestellt.

Auslegung der Sozialvorschriften durch die EU

Obwohl die Regelungen für den Personen- und Güterverkehr umfassend sind, bestehen immer wieder Probleme bei der Auslegung. Hier finden Sie die wichtigsten Leitlinien des Europäischen Gerichtshofes.

  • Leitlinie Nr. 1: Zum Aufsuchen eines geeigneten Halteplatzes sind ausnahmsweise Abweichungen bei der Mindestruhezeit und den erlaubten Lenkzeiten möglich.
  • Leitlinie Nr. 2: Zeiten, die der Fahrer benötigt, um sich zu einem Ort zu begeben, der nicht der übliche Übergabepunkt eines in den Geltungsbereich der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 fallenden Fahrzeugs ist, sind zu erfassen.
  • Leitlinie Nr. 3: Die Unterbrechung einer Ruhepause oder der täglichen oder wöchentlichen Ruhezeit kann angeordnet werden, wenn das Fahrzeug an einem Parkplatz, einer Landesgrenze oder einem Terminal bewegt werden soll.
  • Leitlinie Nr. 4: Vorgaben zur Aufzeichnung der Lenkzeiten durch digitale Fahrtenschreiber, wenn die Fahrt mit häufigen Stopps verbunden ist
  • Leitlinie Nr. 5: Gemäß der Entscheidung der EU-Kommission vom 12. April 2007 ist eine Bescheinigung der Tätigkeiten auf einem Formblatt vorzunehmen.
  • Leitlinie Nr. 6: Art der Aufzeichnung von Zeiten, bei denen sich der Fahrer in der Eisenbahn oder auf einer Fähre befindet und eine Schlafkabine oder ein Liegeplatz zugänglich sind

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Seehäfen für die bayerische Wirtschaft

Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage nach Produkten aus (Ober-)Bayern und der sicheren Versorgung heimischer Unternehmen mit Rohstoffen, Energieträgern und Produkten aller Art sind die Seehäfen wichtige Logistik-Knotenpunkte für den Freistaat.

Seehäfen an der Nordadria

Hafen von Venedig

Venedig prägt eine lange Handelstradition. Der Hafen von Venedig ist einer der zentralen Umschlagplätze für den Überseehandel in Italien.

Leistungsmerkmale:

  • 7 Frachtterminals, auch für standardisierte Güter, Container sowie selbstfahrende rollende Transportgüter (RoRo Transporte)
  • einziges Binnenwasserstraßenterminal Italiens (Anlieferung, Umschlag und Weitertransport)
  • besonders geschützte Warenlager (Verwahrung wertvoller Güter)
  • Möglichkeiten zur Aus- und Einfuhrverzollung
  • Aus- und Anlieferung sowie Transit von Waren via Bahn, Binnenschiff und Lkw

Hafen von Triest

Der Hafen von Triest punktet mit einer guten Anbindung an Zentral- und Osteuropa. Er ist sowohl ein Zentrum für den Überseehandel als auch für Lieferungen in den und aus dem mediterranen Raum.

Leistungsmerkmale:

  • Frachtterminals für standardisierte Güter, Container sowie RoRo Transporte (selbstfahrende rollende Transportgüter), Mineralöl, Kühlgut, Schüttgut und Gefahrenstoffe
  • 500.000 Quadratmeter überdachte Lagerfläche (zur Trockenlagerung)
  • Tiefseehafen (Schiffe mit 17 Metern Tiefgang)
  • Freihafen (während der Lagerung fallen keine Zölle und Einfuhrumsatzsteuern an)
  • Möglichkeit zur Aus- und Einfuhrverzollung
  • Aus- und Anlieferung sowie Transit von Gütern via Bahn und Lkw

Hafen Koper (Slowenien)

Das größte Containerterminal der Adria (bezogen auf den jährlichen Umschlag) finden Sie am Hafen Koper, der in Slowenien unweit der Grenze Italiens angesiedelt ist.

Leistungsmerkmale:

  • Container Terminal Standardfracht, Fahrzeug- und RoRo Terminal, Terminal für lose Fracht, Terminal für Holz, Siloterminal, Terminals für Metalle (Aluminium, Eisen), Flüssigkeitswarenlager, Stallungen für Lebendtiertransporte
  • Möglichkeit zur Aus- und Einfuhrverzollung
  • Aus- und Anlieferung sowie Transit von Gütern via Bahn und Lkw

Veranstaltungen zum Hafen Koper

In München gab es am 15. März 2017 ein Business Forum, in dem der Hafen Koper als Umschlagplatz für den internationalen Güterverkehr vorgestellt und die Erreichbarkeit über transalpine Transportwege aufgezeigt und diskutiert wurden.

Hafen Rijeka (Kroatien)

Als größter Seehafen in Slowenien profitiert der Hafen Rijeka seit Jahren von stetigem Wachstum. Insbesondere der Containerumschlag steigt von Jahr zu Jahr.

Leistungsmerkmale:

  • Container Terminal Standardfracht, Fahrzeug- und RoRo Terminal, Terminal für lose Fracht, Terminal für Holz, Siloterminal, Terminals für Metalle (Aluminium, Eisen), Flüssigkeitswarenlager, Lebendtiertransporte
  • Möglichkeit zur Aus- und Einfuhrverzollung
  • Aus- und Anlieferung sowie Transit von Gütern via Bahn und Lkw

Nordseehäfen

Die Nordsee beherbergt die größten Häfen Europas. Nordrange steht für die wichtigsten Häfen Kontinentaleuropas wie Antwerpen, Hamburg oder Rotterdam und weitere. Über diese gigantischen Hafenanlagen wickelt Europa 80 Prozent aller Im- und Exporte ab. Die Häfen der Nordsee sind traditionell das Logistikzentrum für den Überseehandel der bayerischen Wirtschaft.

Hafen Antwerpen

Der Hafen Antwerpen ist der größte Hafen in Belgien und gehört zu den größten in Europa. Die Hafenanlage ist an der Trichtermündung des Flusses Schelder, der schiffbar ist, angelegt.

Leistungsmerkmale:

  • Frachtterminals unter anderem für standardisierte Güter, Container sowie RoRo Transporte (selbstfahrende rollende Transportgüter)
  • Binnenwasserstraßenterminal für Anlieferung, Umschlag und Weitertransport · Überdachtes Allwetterterminal (zur trockenen Lagerung / Verladung)
  • Pipeline für den Öltransport zwischen Antwerpen und Rotterdam
  • Möglichkeiten zur Aus- und Einfuhrverzollung
  • Aus- und Anlieferung sowie Transit von Gütern via Bahn, Binnenschiff und Lkw

Hafen Rotterdam (Niederlande)

Der Hafen Rotterdam ist der größte Hafen Europas. Gelegen im Rhein-Maas-Delta, hat der Hafen Zugang zur Nordsee und befindet sich zugleich an einer der am stärksten befahrenen Binnenwasserstraße der Welt, was ihn zu einem der Drehkreuze im internationalen Güterverkehr macht.

Leistungsmerkmale:

  • Frachtterminals für Öl und Ölprodukte, Chemikalien, Biobrennstoffe und Nahrungsmittelöle, Gas, Kohle und Biomasse. Containerterminals, Stückgutterminals, Terminals für trockenes Massengut sowie Tanklager
  • spezielle Container-Terminals für den Küstenhandel (short sea)
  • Pipeline für den Öltransport zwischen Antwerpen und Rotterdam
  • Tiefseehafen für Schiffe mit einem Tiefgang bis zu 24 Metern
  • Angebot von Board-to-Board-Umschlagsmöglichkeiten
  • Möglichkeiten zur Aus- und Einfuhrverzollung
  • Aus- und Anlieferung sowie Transit von Gütern via Bahn, Binnenschiff und Lkw

Hafen Amsterdam (Niederlande)

Amsterdam beherbergt den zweitgrößten Hafen der Niederlande und den weltgrößten Standort für den Import von Kakao. Der Hafen verfügt über zahlreiche Hafenbecken, die entlang des Nordseekanals verlaufen. Seit 1952 sorgt der Amsterdam-Rhein-Kanal für einen direkten Anschluss der Binnenschifffahrt.

Leistungsmerkmale:

  • Containerterminals, Stückgutterminals, Terminals für das spezielle Handling von Nahrungs- und Genussmitteln
  • Frachtterminals für RoRo Transporte (selbstfahrende rollende Transportgüter), Automobilterminal
  • Terminals zur Abfertigung flüssiger Waren
  • Schüttgutterminals, Allwetterterminal (zur trockenen Lagerung / Verladung)
  • Abfertigungsanlagen für Spezialverladungen
  • Möglichkeiten zur Aus- und Einfuhrverzollung
  • Aus- und Anlieferung sowie Transit von Gütern via Bahn, Binnenschiff und Lkw

Hafen Bremen/Bremerhaven (Deutschland)

Eine gemeinsame Gesellschaft für das Hafenmanagement betreibt die Häfen Bremen und Bremerhaven. Die Arbeitsteilung ist durchdacht, die Hafengruppe zählt zu den größten Universalhäfen in Europa.

Leistungsmerkmale:

  • Containerterminals, Stückgutterminals, Terminals für das spezielle Handling von Nahrungs- und Genussmitteln, Terminals für Massengüterumschlag, Frachtterminals für RoRo Transporte (selbstfahrende rollende Transportgüter)
  • Autoterminal für den Automobilumschlag mit vor- und nachgelagerten Dienstleistungen
  • Terminals zum Schwergutumschlag
  • Offshore-Terminal Bremerhaven für Windenergieanlagen und andere Elemente für Offshore-Windparks
  • Möglichkeiten zur Aus- und Einfuhrverzollung
  • Aus- und Anlieferung sowie Transit von Gütern via Bahn, Binnenschiff und Lkw

Hafen Hamburg (Deutschland)

In Hamburg liegt Deutschlands größter Seehafen, der gleichzeitig Europas leistungsfähigster Universalhafen ist. Der Hamburger Hafen punktet mit modernen Umschlagsanlagen und innovativer Datenkommunikation. Dazu kommen eine effiziente Verkehrsinfrastruktur sowie leistungsstarke Feeder- und Hinterlandanbindungen.

Leistungsmerkmale:

  • Frachtterminals unter anderem für standardisierte Güter, Container sowie RoRo Transporte (selbstfahrende rollende Transportgüter)
  • Frachtterminals für Öl und Ölprodukte, Biobrennstoffe und Nahrungsmittelöle, Kohle und Stückgutterminal
  • Siloterminal, Massengüterterminal, Futtermittelterminal, Lebensmittelterminal
  • Automobilterminal, Düngemittelterminal, Spezialterminal zur Projektabwicklung (multifunktional)
  • Frucht- und Kühlzentrum (zur Sicherstellung der geschlossenen Kühlkette)
  • Leercontainerlagerung
  • Möglichkeiten zur Aus- und Einfuhrverzollung
  • Aus- und Anlieferung sowie Transit von Gütern via Bahn, Binnenschiff und Lkw

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Häufige Fragen zum Güterverkehr

Was ist Güterverkehr und was ist Werkverkehr?

Im Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG) werden der Güterverkehr und der Werkverkehr unterschiedlich behandelt. Bei Ersterem transportiert ein Unternehmen gewerblich Waren für Dritte. Werkverkehr beschreibt hingegen den Gütertransport eines Unternehmens für eigene Zwecke (z. B. Lieferung von Rohlingen aus einem hauseigenen Werk zur Weiterverarbeitung an ein anderes hauseigenes Werk). Während der Güterverkehr erlaubnispflichtig ist, unterliegt der Werkverkehr lediglich einer Meldepflicht.

Dürfen britische Lkw noch Waren nach Deutschland bringen und umgekehrt?

Durch eine EU-Notfallverordnung durften Lkw aus dem Vereinigten Königreich bis zum 31. Dezember 2019 zu den gewohnten Bedingungen in EU-Mitgliedsstaaten fahren. Allerdings waren bereits die Möglichkeiten zur Kabotagebeförderung für die Warenbeförderung aus dem Vereinigen Königreich nach Europa eingeschränkt. Umgekehrt gilt das nicht, da die Briten die EU-Gemeinschaftslizenz noch anerkennen.

Welchen Vorteil hat der Einsatz von Lang-Lkw?

Lang-Lkw steigern die Effizienz im Güterverkehr, denn sie transportieren die gleiche Menge Güter mit weniger Fahrten und geringeren Emissionen. Die Bündelung der Fahrten und ein leichterer Umschlag von Behältern sind ein Beitrag zum Umweltschutz.

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