Sachverständiger – was ist das?

In Bayern sind die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern für die öffentliche Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen zuständig. Allein die IHK für München und Oberbayern betreut etwa 800 öffentlich bestellte Sachverständige und ist damit auf diesem Gebiet führend in Deutschland.

In welchen Fällen können öffentlich bestellte Sachverständige gute Dienste leisten? Hier einige Beispiele:

  • Beraten: Neutrale und kompetente fachliche Beratung
  • Beurteilen: Schadensanalyse oder Ermitteln einer Schadensursache
  • Bewerten: Immobilienbewertung oder Bewertung eines Vermögensgegenstandes
  • Vermitteln: Außergerichtliche Klärung eines fachlichen Streits
  • Dokumentieren: Dokumentation eines bestimmten Zustandes zu Beweiszwecken
  • Gerichtsverfahren: Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige werden von Gerichten zum Gerichtsgutachter ernannt

Experten mit Brief und Siegel

Grundsätzlich ist der Begriff „Sachverständiger“ in Deutschland nicht geschützt. Die öffentliche Bestellung als Sachverständiger ist jedoch gesetzlich geregelt. Um als Sachverständige/r öffentlich bestellt zu werden, müssen Sie Ihre Eignung und Ihre besondere Sachkunde in einem anspruchsvollen Verfahren nachweisen.

Öffentlich bestellte Sachverständige genießen daher ein gutes Ansehen in der Gesellschaft und Ihren Gutachten kommt eine erhöhte Glaubwürdigkeit zu. Auf ihre Aussagen verlassen sich Gerichte, Behörden, Versicherungen, Privatpersonen und Unternehmen.

Die IHK München erhält pro Jahr rund 5.000 Anfragen für die Benennung von Sachverständigen, beispielsweise, wenn es um die Bewertung von Bauschäden oder Software geht.

Weitere Informationen rund um das Thema Sachverständige erhalten Sie in unserem Merkblatt „Die häufigsten Fragen im Sachverständigenwesen”.

So werden Sie IHK-Sachverständiger