Umtausch und Rückgabe - was geht und was nicht?

Close up of a card payment being made betweem a man and a waiter in a cafe.
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Das Weihnachtsgeschenk gefällt nicht und der Kunde möchte es ihm Geschäft umtauschen. Wie gehen Sie als Händler damit um, wozu sind Sie verpflichtet?

Rückgabe und Umtausch bei Waren ohne Mangel

Das Geschenk gefällt nicht und der Beschenkte will es im Geschäft zurückgeben. Was tun?

Grundsätzlich müssen Sie keine Waren zurücknehmen, wenn sie keine Mängel aufweist. Bloßes Nichtgefallen reicht nicht aus.

Ausnahmen:

  • Wurde die Ware im Rahmen eines Haustür-, Fernabsatz- oder Verbraucherkreditgeschäfts gekauft, so hat der Käufer ein Umtauschrecht. Genannt wird es Widerrufsrecht oder Rückgaberecht.
  • Der Händler hat dem Käufer das Recht freiwillig eingeräumt. Hat der Händler dem Käufer die Umtauschmöglichkeit in der Beratung zugesichert oder in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) eingeräumt, so kann der Kunde die Ware in der vereinbarten Zeit zurückgeben.
    Dabei kann der Händler mit dem Käufer vereinbaren, ob er entweder das Geld zurückbekommt oder eine neue Ware aussuchen kann.

Tipp: Das Umtauschrecht kann nur für mangelfreie Ware ausgeschlossen werden; das gilt auch für Sonderangebote oder Schlussverkaufsware.

Rückgabe und Umtausch von Waren mit Mängeln

Bei einem Weihnachtsgeschenk, zum Beispiel einer Hose, stellt sich heraus, dass Nähte offen sind.

Der Kunde hat die Wahl, ob er eine neue Hose will oder ob sie repariert werden soll.

  • Entscheidet sich der Kunde für die Reparatur, dann darf der Verkäufer zweimal nachbessern. Gelingt dies auch nach dem zwei Mal nicht, hat der Käufer ein Umtauschrecht. Der Händler muss die mangelhafte Ware zurücknehmen und dem Kunden den Kaufpreis erstatten.
  • Dabei muss sich der Käufer nicht mit einem Gutschein zufriedenstellen, er kann Geld verlangen. Selbst wenn die AGBs nur einen Gutschein vorsehen, muss ausbezahlt werden.