Änderung des Leistungsorts bei elektronischen Dienstleistungen usw.

EU-Verordnung zum Mini-One-Stop-Shop (MOSS)

Zum 1. Januar 2015 werden aufgrund der Änderungen beim Leistungsort durch das Mehrwertsteuerpaket 2010 Telekommunikationsleistungen, Rundfunk- und Fernsehleistungen und elektronische Dienstleistungen an Privatpersonen in der EU an deren Wohnsitzstaat besteuert.

Was gilt es zu beachten?

Im Gesetz zur Anpassung des nationalen Steuerrechts an den Beitritt Kroatiens zur EU und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften wurde die Regelung im Umsatzsteuergesetz verankert.

Ebenfalls umgesetzt wurde die Vereinfachungsregelung zur kleinen einzigen Anlaufstelle (KEA) bzw. zum sog. Mini-One-Stop-Shop (MOSS), da mit Wechsel des Leistungsorts in das jeweilige EU-Land für die betroffenen Unternehmen u. a. eine Registrierungspflicht einhergeht. Hierbei handelt es sich um ein neues vereinfachtes Verfahren auf freiwilliger Basis. Es hat nach Ansicht der Europäischen Kommission die Zielsetzung, dass sich die betroffenen Unternehmen nur in einem EU-Land für MwSt-Zwecke registrieren lassen müssen, und zwar unabhängig davon, in wie vielen anderen EU-Ländern sie Dienstleistungen erbringen.

Die Europäische Kommission hat eine Durchführungsverordnung zum neuen Ort der Dienstleistungen bei Telekommunikationsleistungen, Rundfunk- und Fernsehleistungen und elektronischen Dienstleistungen vom 7. Oktober 2013, eine Verordnung zu KEA vom 9. Oktober 2012 sowie einen Leitfaden zur einzigen kleinen Anlaufstelle veröffentlicht.

In Deutschland ist das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) als zuständige Behörde für KEA bzw. MOSS zuständig. Unter www.bzst.bund.de hat das Bundeszentralamt für Steuern die Einzelheiten zum elektronischen Anmelde- und Antragsverfahren veröffentlicht.