Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer?‎

Grundsätzlich gilt: Rechnungen müssen bestimmte Pflichtangaben enthalten. Welche Steuernummer Sie auf Ihren Ausgangsrechnungen angeben, ist Ihnen innerhalb Deutschlands jedoch freigestellt: die Steuernummer, die das zuständige Finanzamt vergibt, oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.), die das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) erteilt. Bei Rechnungen über Kleinbeträge (bis 150 Euro) muss keine Steuernummer angegeben werden.

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer online beantragen

Bei der Rechnungsstellung innerhalb Europas ist die Verwendung der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer Pflicht. Sollten Sie noch keine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer haben, können Sie diese beim Bundeszentralamt für Steuern beantragen:

  • Hier geht es zum Online-Antrag
  • Postadresse: Bundeszentralamt für Steuern, Dienstsitz Saarlouis, 66738 Saarlouis
  • Telefon: Tel.: +49-(0)228-406-1222
  • Fax: +49-(0)228-406-3801

Dabei müssen Sie unter anderem die Steuernummer, unter der Ihr Unternehmen umsatzsteuerlich geführt wird und Ihr zuständiges Finanzamt angeben.

Hinweis: Nach dem Umsatzsteuer-Anwendungserlass (UStAE) 3a.2 Abs. 10 Satz 5 ist eine im Briefkopf eingedruckte USt-IdNr. keine Verwendung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes. Sie müssen diese vielmehr explizit in Ihren Aufträgen oder Rechnungen aufführen.

Online-Bestätigung von Umsatzsteuer-Identifikationsnummern ausländischer Unternehmen

Unternehmen können sich auf der Website des BZSt auch sofort Umsatzsteuer-Identifikationsnummern, Namen und Adressen ausländischer Unternehmen, mit denen sie Geschäfte machen, bestätigen lassen.

Hier geht es zur Online-Bestätigungsanfrage

Der Internet-Bestätigungsservice ist täglich in der Zeit von 5.00 bis 23.00 Uhr nutzbar. Den Firmen wird es dadurch wesentlich leichter gemacht, ihre steuerlichen Pflichten zur Ausführung umsatzsteuerfreier innergemeinschaftlicher Lieferungen und für bestimmte grenzüberschreitende Dienstleistungen zu erfüllen.

Wichtiger Hinweis: Die Nachweispflicht ist aus Sicht der Finanzverwaltung nur erfüllt, wenn eine sogenannte „qualifizierte“ Abfrage der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer erfolgt. Das bedeutet für Sie, dass Sie neben der Gültigkeit der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer grundsätzlich auch Namen und Adresse des ausländischen Unternehmers abfragen und bestätigen lassen sollten.

Dabei genügt der Ausdruck der Internetseite nicht als Nachweis; Sie sollten sich daher grundsätzlich die Angaben schriftlich vom Bundeszentralamt für Steuern bestätigen lassen!