Muster der Lohnsteuerbescheinigungen ab 2016

Lohnsteuerbescheinigung und steuerliche Identifikationsnummer

Grundsätzlich ist der Arbeitgeber verpflichtet, bis zum 28. Februar des Folgejahres der Finanzverwaltung eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung zu übermitteln.

Was ist zu beachten?

Die entsprechenden Muster werden von der Finanzverwaltung bekanntgegeben. Die Datenübermittlung ist nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz nach Maßgabe der Steuerdaten-Übermittlungsverordnung authentifiziert vorzunehmen. Da ohne Authentifizierung eine elektronische Übermittlung der Lohnsteuerbescheinigung nicht möglich ist, muss der Datenübermittler das erforderliche Zertifikat einmalig unter www.elsteronline.de beantragen.

Aufgrund des Schreibens des Bundesfinanzministeriums (BMF) vom 30. Juli 2015 ist insbesondere Folgendes zu beachten:

  • Auch für die Kalenderjahre ab 2016 sind Lohnsteuerbescheinigungen sowohl für unbeschränkt als auch für beschränkt einkommensteuerpflichtige Arbeitnehmer zu erstellen.
  • Die elektronische Übermittlung der Lohnsteuerbescheinigung mit der eTIN (= elektronische Transfer-Identifikationsnummer) ist weiterhin zulässig, sofern für den Arbeitnehmer keine Identifikationsnummer vergeben wurde oder der Arbeitnehmer diese dem Arbeitgeber nicht mitgeteilt hat.
  • Die abgerufenen elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkale (ELStAM) oder die auf der entsprechenden Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug eingetragenen Lohnsteuerabzugsmerkmale sind vollständig zu übermitteln. Dabei ist im elektronischen Datensatz neben den ELStAM auch das Datum „gültig ab“ zu übermitteln.
  • Für die Bescheinigung des Großbuchstaben "M" wurde die Übergangsregelung der Rz. 92 des BMF-Schreibens zum Reisekostenrecht ab 1. Januar 2014 vom 24. Oktober 2014 um zwei Jahre, d. h. bis zum 31. Dezember 2017, verlängert. Bis zu diesem Zeitpunkt ist damit eine Bescheinigung des Buchstabens „M“ nicht erforderlich, sofern das Betriebsstättenfinanzamt für steuerfrei gezahlte Reisekostenvergütungen eine andere Aufzeichnung als im Lohnkonto zugelassen hat.

Weitere Einzelheiten erfahren Sie in einem BMF-Schreiben vom 30. Juli 2015. Das Muster zur Lohnsteuerbescheinigung 2016 sowie zur Lohnsteuer-Anmeldung 2016 stellen wir Ihnen zur Verfügung. Im BMF-Schreiben sind die für 2016 geltenden Änderungen gegenüber dem Vorjahr durch Fett- und Kursivdruck hervorgehoben.

Aufgrund der gesetzlichen Verpflichtung, die Lohnsteueranmeldungen und Umsatzsteuer-Voranmeldungen auf elektronischem Weg zu übermitteln, stellt die Finanzverwaltung hierfür keine ausfüllbaren Vordrucke zur Verfügung.

Im Laufe des Jahres 2008 haben die meisten Personen von der Finanzverwaltung eine steuerliche Identifikationsnummer (IdNr.) zugeteilt bekommen. Die Arbeitgeber müssen diese seitdem anstelle der eTIN für die Datenübermittlung der Lohnsteuerbescheinigung verwenden. Falls dem Arbeitnehmer seine persönliche IdNr. nicht bekannt ist, sendet das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) ihm diese erneut zu. Die hierfür erforderlichen Daten kann der Arbeitnehmer entweder über das Eingabeformular auf der Homepage des Bundeszentralamts (www.bzst.de) oder schriftlich (Bundeszentralamt für Steuern, Referat St II 6, 53221 Bonn) an das BZSt übermitteln.

Mit der Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte ist die bisherige Papier-Lohnsteuerkarte ab dem Jahr 2013 durch ein elektronisches Verfahren (sog. ELStAM-Verfahren) ersetzt worden.