Lohnsteuer: Förderung für das Aufladen von Elektrofahrzeugen

Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern das "Betanken" von Elektroautos fördern. Seit Januar 2017 können die Mitarbeiter im Betrieb sowohl ihr Privatauto als auch ihr Firmenauto aufladen, ohne dass Lohnsteuer fällig wird. Das gilt auch für Elektrofährräder, wenn diese verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeuge einzuordnen sind. Dies ist der Fall, wenn sie ein Kennzeichnen benötigen und versicherungspflichtig sind.

Was wird gefördert?

Ladestation Elektromobilität
© estations / fotolia

Steuerbefreit ist das Laden von Elektrofahrzeugen in folgenden Fällen:

  • wenn Mitarbeiter an einer ortsfesten betrieblichen Einrichtung ihres Arbeitgebers ihr privates oder ihr Firmenauto bzw. ihr E-Bike mit Kennzeichen und Versicherungsschutz aufladen,
  • wenn Mitarbeiter an einer ortsfesten betrieblichen Einrichtung eines mit ihrem Arbeitgeber verbundenen Unternehmens ihr privates oder ihr Firmenauto bzw. ihr E-Bike mit Kennzeichen und Versicherungsschutz aufladen,
  • wenn Leiharbeiter im Betrieb des Unternehmens, das sie entliehen hat, ihr Auto bzw. ihr E-Bike mit Kennzeichen und Versicherungsschutz aufladen.

Förderung von Ladestationen

Auch Ladestationen werden gefördert:

Überlässt ein Arbeitgeber seinem Mitarbeiter eine Ladestation für zu Hause, dann ist das komplett lohnsteuerfrei.

Übereignet der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter eine Ladestation für zu Hause, dann kann der geldwerte Vorteil dafür pauschal mit dem festen Steuersatz von 25 % (§ 40 Abs. 2 Nr. 6 EStG) besteuert werden. Die Ladestation muss dabei zusätzlich zum Lohn überlassen werden. Dies gilt auch, wenn der Arbeitgeber lediglich einen Zuschuss zur heimatlichen Ladestation gibt.

Sonstige Neuerungen:

  • Die steuerfreien Vorteile müssen nicht im Lohnkonto des Mitarbeiters dokumentiert werden.
  • Eine Sozialversicherungspflicht entsteht nicht.

Hier finden Sie das BMF-Schreiben, in dem Förderung geregelt ist, zum Download.