Vermeidung von Lebensmittelabfällen

Aufruf zur Teilnahme am Bayerischen Bündnis gegen Lebensmittelverluste

Das Bayerische Landwirtschaftsministerium (StMELF) hat das Bündnis "Wir retten Lebensmittel" ins Leben gerufen. Die offizielle Initiative wurde am 17. Oktober 2016 unterzeichnet.

Auftakt für das Bündnis
© Foto: StMELF / Mike Schmalz

38 Akteure - Erzeuger, Verarbeiter sowie Handels- und Verbraucherschutzorganisationen - haben sich dem Bündnis angeschlossen. Gemeinsames Ziel ist es, neue Wege für einen ressourcenschonenden Umgang mit Lebensmitteln auszuloten. Dazu wurden 17 Maßnahmen, von der Smartphone-App zur Prüfung der Verzehrsfähigkeit bis zu einem Wettbewerb für kreative Ideen zur Weiterverarbeitung von Nebenprodukten, erarbeitet. Diese sollen in den nächsten zwei Jahren umgesetzt werden.

Bei Interesse an der Umsetzung der Projekte melden Sie sich bitte bei Herrn Dr. Rubach vom StMELF.

Hintergrund

Die EU-Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensmittelabfälle bis 2020 zu halbieren. Bisher wurden im Kreislaufwirtschaftspaket der Kommission keine konkreten Ziele für die Vermeidung von Lebensmittelabfällen formuliert. Allerdings wird die Pflicht zur Messung des Umfangs der Verschwendung von Lebensmittelabfällen ebenso wie zur Messung des Fortschritts bei Abfallvermeidungsmaßnahmen normiert, ohne die Methoden der Messung zu benennen. Dies soll künftigen Durchführungsrechtsakten überlassen bleiben.

Die Bundesregierung hat diese Zielvorgabe etwas verlängert. Demnach sollen die Lebensmittelverluste bis 2030 halbiert werden. Dabei wird auf Vereinbarungen auf freiwilliger Basis gesetzt. Andere EU-Staaten wie Frankreich oder Italien gehen hier schärfer vor und haben schon gesetzliche Regelungen erlassen.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium ist derzeit für Deutschland in einer Arbeitsgruppe der EU-Kommission mit der Erstellung eines einheitlichen Manuals vertreten. Vermutlich wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis sowohl Erfassungsgrundlagen als auch Methoden einheitlich eingeführt werden.

Interesse am Bündnis "Wir retten Lebensmittel"

Dr. Malte Rubach, StMELF