Vermeidung von Lebensmittelverlusten

Bündnis "Wir retten Lebensmittel" - Aufruf zur Teilnahme am Start-Up-Wettbewerb

Das Bayerische Landwirtschaftsministerium (StMELF) hat das Bündnis "Wir retten Lebensmittel" ins Leben gerufen. Eine der 17 Maßnahmen zur Vermeidung von Lebensmittelverlusten ist der Start-Up-Wettbewerb.

Auftakt für das Bündnis
© Foto: StMELF / Mike Schmalz

38 Akteure - Hersteller, Verarbeiter, Handel sowie Verbraucherschutzorganisationen - haben sich dem Bündnis angeschlossen. Gemeinsames Ziel ist es, neue Wege für einen ressourcenschonenden Umgang mit Lebensmitteln auszuloten. Dazu wurden 17 Maßnahmen, von der Smartphone-App zur Prüfung der Verzehrsfähigkeit bis zu einem Wettbewerb für kreative Ideen zur Weiterverarbeitung von Nebenprodukten, erarbeitet. Diese sollen bis Ende 2018 umgesetzt werden.

Am 16. August 2017 hat das Bayerische Landwirtschaftsministerium den Start-Up-Wettbewerb ausgeschrieben. Es können sich alle Start-Ups beteiligen, die kreative Konzepte zur Verwertung von Reststoffen und Nebenprodukten im Lebensmittelbereich haben. Es sollen Geschäftsideen gefördert werden, die die Lebensmittelverluste in Bayern verringern. Bewerbungsschluss ist der 17. November 2017.

Bewerben Sie sich hier: Start-Up-Wettbewerb

Hintergrund

Die EU-Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensmittelabfälle bis 2020 zu halbieren. Bisher wurden im Kreislaufwirtschaftspaket der Kommission keine konkreten Ziele für die Vermeidung von Lebensmittelabfällen formuliert. Allerdings wird die Pflicht zur Messung des Umfangs der Verschwendung von Lebensmittelabfällen ebenso wie zur Messung des Fortschritts bei Abfallvermeidungsmaßnahmen normiert, ohne die Methoden der Messung zu benennen. Dies soll künftigen Durchführungsrechtsakten überlassen bleiben.

Die Bundesregierung hat diese Zielvorgabe etwas verlängert. Demnach sollen die Lebensmittelverluste bis 2030 halbiert werden. Dabei wird auf Vereinbarungen auf freiwilliger Basis gesetzt. Andere EU-Staaten wie Frankreich oder Italien gehen hier schärfer vor und haben schon gesetzliche Regelungen erlassen.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium ist derzeit für Deutschland in einer Arbeitsgruppe der EU-Kommission mit der Erstellung eines einheitlichen Manuals vertreten. Vermutlich wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis sowohl Erfassungsgrundlagen als auch Methoden einheitlich eingeführt werden.

Interesse am Bündnis "Wir retten Lebensmittel" und Fragen zur Teilnahme am Start-Up-Wettbewerb

Dr. Malte Rubach, StMELF