Besserer Service für Bürger und Firmen

Zollstrukturreform: Neue Generalzolldirektion bündelt Aufgaben des Bundesfinanzministeriums und der Bundesfinanzdirektionen. Bürger und Wirtschaft profitieren von kürzeren Entscheidungswegen. Die Hauptzollämter und Zollstellen bleiben bestehen.

Mehr Sicherheit, kürzere Entscheidungswege und besserer Service für Bürger und Unternehmen – das bringt laut Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang ‎Schäuble die Zollstrukturreform, die zu Jahresbeginn umgesetzt wurde. Wichtigste Änderung: Die bisherige Mittelbehördenebene fällt weg. Sie wird seit 1. Januar 2016 ersetzt durch eine neue Bundesoberbehörde. Die Generalzolldirektion ‎‎(GZD) in Bonn hat die Steuerung der Zollverwaltung mit ihren 39.000 Beschäftigten übernommen. Die GZD übernimmt Aufgaben des Bundesfinanzministeriums und der Bundesfinanzdirektionen. Für die Praxis sind folgende Neuerungen relevant:

  • Die Generalzolldirektion besteht aus neun Direktionen. Dazu zählen u.a. das ‎Zollkriminalamt, das Bildungs- und Wissenschaftszentrum der ‎Bundesfinanzverwaltung, das mit seinem Fachbereich Finanzen als Hochschule des ‎Bundes fortgeführt wird.
  • Hauptsitz der neuen Behörde ist Bonn; weitere Dienstsitze sind unter anderem an den ‎Standorten der bisherigen Mittelbehörden in Hamburg, Potsdam, Köln, Neustadt an der ‎Weinstraße, Nürnberg und Münster angesiedelt.

Eine genaue Übersicht bietet das ‎Organigramm der GZD.

Die Neuorganisation hat keine strukturellen Auswirkungen auf die Ortsebene der Zollverwaltung mit ihren ‎‎43 Hauptzollämtern und acht Zollfahndungsämtern. Wichtig für den Mittelstand ist nach IHK-Einschätzung: Die regionale Präsenz des Zolls bleibt ‎uneingeschränkt erhalten.‎