Freihandelsabkommen

Die IHK bekennt sich klar zu TTIP, Ceta und einem Freihandelsabkommen mit Großbritannien. Die reibungslose Exportwirtschaft ist ein Garant für den Wohlstand Oberbayerns.

Die Zahlen sprechen für sich: Mit einer Exportquote von 52,3 Prozent im verarbeitenden Gewerbe zählt Bayern zu einer der globalisiertesten Regionen der Welt. Im Großraum München liegt der Wert bei über 60 Prozent. Und vor allem der Mittelstand Oberbayerns profitiert stark von dem guten Auslandsgeschäft.

Die IHK befürwortet daher ausdrücklich die bestehenden und geplanten Freihandelsabkommen der EU. Der Abbau nichttarifärer Handelshemmnisse (technische Normen, Designvorschriften und Produktzulassungsverfahren) ist eines der besten Intrumente, um kleineren und mittleren Unternehmen das internationale Geschäft zu erleichtern.

Ganz oben auf der Wunschliste der Wirtschaft Oberbayerns stehen Ceta, TTIP und ein erfolgreicher Abschluss der anstehenden Freihandelsverhandlungen mit Großbritannien.

Die Verhandlungen zum Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) mit den USA sind aus IHK-Sicht besonders wichtig. Die USA sind der mit Abstand wichtigste Handelspartner. Allerdings haben sich die Gespräche mit den USA schon in einem sehr frühen Stadium festgefahren. Vor 2017 ist mit einem TTIP-Abschluss nicht zu rechnen.

Im Anhang finden Sie die Stellungnahme der bayerischen IHKs zu dem geplanten Freihandelsabkommen mit den USA.

BIHK-Stellungnahme zu TTIP
Aktuelle Informationen zu TTIP
DIHK-Going International Studie

Einen Überblick über alle Freihandelsabkommen und den Stand der Verhandlungen finden Sie auf den Seiten
des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie
der EU-Kommission.

Protektionismus bedroht Wachstum und Arbeitsplätze

Der Brexit ist vorläufiger Höhepunkt einer aus IHK-Sicht alarmierenden Entwicklung: Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise gibt es weltweit einen Trend zu nationaler Abschottung und Protektionismus. Das Weltwirtschaftsforum hat im Herbst 2016 eine Umfrage unter fast 15.000 Firmenchefs aus 141 Ländern veröffentlicht. Nach Ansicht der überwältigenden Mehrheit der Unternehmen haben sich die Handelsbedingungen im jüngsten Jahrzehnt verschlechtert.

Das Ganze ist ein Wohlstandsrisiko. In der EU hängen nach Angaben der Kommission 31 Millionen Arbeitsplätze von Exporten in Drittländer ab. Seit 2000 hat der freie Handel bis heute den Anteil der Armen von 30 auf 10 Prozent verringert.

Die IHK-Position für TTIP basiert auch auf Erfahrungen des EU-Freihandelsabkommen mit Süd-Korea. In den ersten drei ‎Jahren nach Inkrafttreten des Abkommens stiegen die EU-Exporte nach Korea um 35 ‎Prozent. - davon profitierte auch Bayerns Wirtschaft kräftig.

Vollständigen Bericht der EU-Kommission zu den wirtschaftlichen Effekten von ‎Freihandelsabkommen (23 Seiten).