Beratung und Coaching für Gründer/innen und Unternehmen

Förderung unternehmerischen Know-hows

Das Programm „Förderung unternehmerischen Know-hows“ ist ein Angebot des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie der Europäischen Union (Europäischer Sozialfonds).

An wen richtet sich das Programm?

  • Jungunternehmen: Junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind
  • Bestandsunternehmen: Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung
  • Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten – unabhängig vom Unternehmensalter

Als Gründungsdatum zählt jeweils der Tag der Gewerbeanmeldung bzw. des Handelsregisterauszugs.

Wie wähle ich einen Berater aus?

Über die Auswahl des/r Berater/in entscheiden grundsätzlich Sie als Unternehmer/in. Was bei Ihrer Beraterwahl zu beachten ist, lesen Sie im PDF des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) „Hinweise für KMU zur Beraterauswahl“.

In fünf Schritten zur Förderung

1. Beratungsgespräch mit der IHK führen.

Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten müssen, Bestandsunternehmen können vor Antragstellung ein kostenfreies Informationsgespräch mit einem sogenannten „Regionalpartner“ führen. Das heißt: Sie können sich einfach an die IHK München und Oberbayern wenden, weil wir ein solcher „Regionalpartner“ sind.

2. Online-Antrag beim BAFA stellen.

Nach dem Beratungsgespräch senden wir Ihnen ein Bestätigungsschreiben, sodass Sie alle Informationen haben, um den „Antrag auf Förderung von Unternehmensberatung“ über die Online-Antragsplattform des BAFA zu stellen – bitte tun Sie dies innerhalb von drei Monaten nach Erhalt unserer Bestätigung.

3. DIHK-Informationsschreiben abwarten.

Die Leitstelle (Deutscher Industrie- und Handelskammertag, kurz DIHK) prüft die formalen Fördervoraussetzungen und versendet ein Informationsschreiben mit einer unverbindlichen Inaussichtstellung der Förderung.

4. Beratungsvertrag abschließen.

Nach Erhalt des Informationsschreibens kann der Beratungsvertrag geschlossen werden. Dieser gilt als Beginn der Beratung. Wie sollte ein solcher Beratervertrag aussehen? Lesen Sie dazu das PDF „Coachingvertrag – Empfehlung zur Vertragsgestaltung im Programm Gründercoaching Deutschland“.

5. Abrechnung.

Spätestens sechs Monate nach Erhalt des Informationsschreibens müssen bei der DIHK der Verwendungsnachweis und weitere Abrechnungsunterlagen eingereicht werden. Nutzen Sie dazu bitte ebenfalls die Online-Plattform des BAFA.

Als Antragsteller müssen Sie im Rahmen des Förderverfahrens mindestens die Zahlung Ihres Eigenanteils nachweisen. Dieser ist die Differenz zwischen den förderfähigen Beratungskosten und dem zu erwartenden Förderzuschuss (siehe Tabelle). Die Bewilligung und die Auszahlung des Zuschusses erfolgen nach abschließender Prüfung durch das BAFA.

Details zur Antragstellung finden Sie im IHK-Merkblatt Förderung unternehmerischen Know-hows

Wie hoch werden welche Beratungen gefördert?‎

Alle Unternehmen können bis zur Ausschöpfung der jeweils maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) pro Beratungsschwerpunkt mehrere Anträge auf Förderung stellen. Der Beratungszeitraum umfasst maximal 6 Monate.

Jungunternehmen und Bestandsunternehmen – förderfähige Beratungsschwerpunkte

Folgende Beratungsschwerpunkte sind förderfähig:

Allgemeine Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung

Spezielle Beratungen von Unternehmen, die von Frauen oder von Migrantinnen/Migranten oder von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführt werden, im Hinblick auf

  • die bessere betriebliche Integration von Mitarbeiter/innen mit Migrationshintergrund
  • die Arbeitsgestaltung für Mitarbeiter/innen mit Behinderung
  • Fachkräftegewinnung und -sicherung
  • Gleichstellung und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • eine altersgerechte Gestaltung der Arbeit
  • Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Weitere Informationen zu förderungswürdigen Beratungsschwerpunkten finden Sie auf der DIHK-Website.

Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten – förderfähige Beratungsschwerpunkte

Für Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten wird eine Unternehmenssicherungsberatung gefördert – um die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen. Über diese Beratung hinaus gibt es eine Folgeberatung zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.

Bestandsunternehmen dürfen pro Beratungsschwerpunkt nicht mehr als fünf Tage in Anspruch nehmen. Diese Begrenzung gilt nicht für Jungunternehmen. Hier lässt sich die Beratung über den gesamten Zeitraum (maximal sechs Monate) durchführen und abrechnen.