IHK Ratgeber

Tourismus

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Der Tourismus ist für Oberbayern ein wichtiger Wirtschaftszweig. Zum anderen gehört er zu den Branchen, die von der Corona-Pandemie am stärksten betroffen sind.

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Unterstützung für Tourismusbetriebe während der Corona-Pandemie

Der Tourismus ist eine der am stärksten und direktesten betroffenen Branchen durch die erlassenen Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Bayern. Alles rund um das Thema Überbrückungshilfe, Betriebsschließungsversicherung, etc. finden Sie hier.
Eine Möglichkeit auch während des Shutdowns Einnahmen zu generien, bietet der Online-Vertriebsweg. So bietet der Leitfaden der Unterstützungsinitiative "mia gehn online" eine konkrete Umsetzungshilfe beim Einstieg in den Online-Handel.

Daneben haben sich eine Reihe an Initiativen zur Unterstützung gebildet. Eine Auswahl hieraus finden Sie hier.

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#muenchenhältzamm

Eine der Initiativen stammt für die Stadt München aus dem Referat für Arbeit und Wirtschaft: Die branchenübergreifende Gemeinschaftsaktion muenchen hält zamm.

Unternehmen aus Handel, Gastronomie, Gesundheit, Fitness, Freizeit etc. soll mit der Plattform "muenchenhältzamm" durch die Kooperation mit dem Stadtportal muenchen.de eine reichweitenstarke Plattform für die Bewerbung der Geschäfte und aktuell des Weihnachtseinkaufs geboten werden, was somit auch zur Belebung der Innenstadt beiträgt.

Mitmachen geht ganz einfach: Alle interessierten Unternehmen können sich über den Mitmach-Button mit ihrem Unternehmen eintragen (Foto, Text, Weihnachtsspezial, Gutscheine etc.,)hiereintragen. Dabei gilt: je attraktiver der Content, desto attraktiver die Plattform

Die Teilnahme an der Gemeinschaftsaktion ist für die Unternehmen kostenfrei.

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Um neue Ausbildungsverträge zu fördern, ist das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ am 1. August 2020 in Kraft getreten. Das Bundesprogramm verfolgt das Ziel, auszubildende Betriebe während der Corona-Pandemie finanziell zu unterstützen.

Zu den Fördermöglichkeiten gehören z.B. Prämien für Unternehmen, die selbst in diesen Krisenzeiten ihre Ausbildungskapazitäten aufrechterhalten oder sogar erhöhen. Eine weitere Fördermöglichkeit ist eine Übernahmeprämie oder ein „Zuschuss zur Ausbildungsvergütung“, um Kurzarbeit zu vermeiden.

Die Fördergelder können seit dem 3. August 2020 über die Arbeitsagentur beantragt werden.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Bundesprogramm und den Fördermöglichkeiten.

Digitale Lösungen während und nach der Corona-Pandemie

Um Ideen und Perspektiven für Tourismus, Gastronomie, Handel und Dienstleister im Umgang mit der Corona-Krise aufzuzeigen, bietet die IHK-Organisation digitale Lösungen zur Kundenrückgewinnung an. Hier finden Sie eine Übersicht über die digitalen Anwendungen sowie direkte Ansprechpartner.

Mithilfe eines Orientierungsrahmens können Sie selbst überprüfen, ob der Anbieter zu Ihnen und Ihren Anforderungen passt. Anhand von Kriterien wird aufgezeigt, was bei der Auswahl einer geeigneten Anwendung beachtet werden sollte. Den Orientierungsrahmen finden Sie hier.

Gesetz zur Insolvenzsicherung durch Reisesicherungsfonds

Die Reform der Pauschalreise-Absicherung wurde am 10. Juni 2021 im Deutschen Bundestag verabschiedet und auf ein Fondsmodell umgestellt.

Hintergrund
Als Folge des im September 2019 beantragten Insolvenzverfahrens der deutschen Tochtergesellschaft des Touristikkonzerns Thomas Cook sah die Bundesregierung Änderungsbedarf hinsichtlich der Insolvenzsicherung im Reiserecht. Außerdem hat sich die Liquiditätslage der Reiseveranstalter durch die COVID-19-Pandemie erheblich verschlechtert und die Gefahr von Insolvenzen ist deutlich gestiegen. Die Neuregelung soll diese Gefahren begrenzen, künftig soll die Insolvenzsicherung über einen Reisesicherungsfonds erfolgen, der in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung organisiert und als Fondsvermögen verwaltet werden soll, in das die Reiseveranstalter einzahlen.

Für wen gilt das Gesetz?
Für alle Reiseanbieter, die Vorauszahlungen fordern oder annehmen und/oder der Pauschalreisevertrag eine Rückbeförderung des Reisenden umfasst. Das neue Gesetz gilt deshalb für alle Pauschalreiseveranstalter und für Reisebüros, die verbundene Reiseleistungen vermitteln und Zahlungen des Kunden entgegennehmen.

Was ist neu?
Die bisherige Möglichkeit der Haftungsbegrenzung des Reiseanbieters auf 110 Millionen Euro pro Jahr entfällt. Stattdessen wird die Kundengeldabsicherung künftig über einen Fonds erfolgen. Die Aufbauphase des Fonds soll Ende 2026 abgeschlossen sein. Reiseanbieter müssen künftig in den Fond einzahlen.
Entlastung wird es für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von unter zehn Millionen Euro geben. Diese Unternehmen haben ein Wahlrecht, ob sie in den Fonds einzahlen oder sich für eine individuelle Absicherung über eine Versicherung oder eine Bankbürgschaft entscheiden. Dieses Wahlrecht gilt auch für Gelegenheitsveranstalter oder Hotels, die Zusatzleistungen anbieten.
Die Höhe der Absicherungspflicht wird sich nach dem Nettopauschalreiseumsatz richten. Bei einem Umsatz von unter drei Millionen Euro beträgt die Mindestabsicherung eine Million Euro. Ab einem Umsatz von drei Millionen bis unter zehn Millionen Euro sind es fünf Prozent des Pauschalreiseumsatzes, die über eine Versicherung oder Bankbürgschaft abgesichert werden müssen.

Ab wann gilt die neue Regelung?
Das Gesetz wird noch vom Bundesrat geprüft und tritt erst nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt (vor. zum 01.07.2021) in Kraft. Der Fonds soll zum 1. November 2021 seinen Geschäftsbetrieb aufnehmen und zur Absicherung in der Lage sein. Bis Ende 2026 soll der geplante Fonds mit rund 750 Millionen Euro gefüllt werden.

Hier finden Sie die Beschlussempfehlung und den Bericht des Bundestagsausschusses für Recht und Verbraucherschutz.

Nachhaltigkeit im Tourismus

Der Tourismus spielt in der heutigen Gesellschaft eine bedeutende Rolle. Er birgt sowohl Herausforderungen als auch Möglichkeiten für die Zukunft. Touristische Aktivitäten können auf verschiedene Weisen Umweltbeeinträchtigungen darstellen, beispielsweise durch den Verbrauch von Energie oder den Ausstoß von Luftschadstoffen. Aspekte, wie Mobilität und Unterbringung und Verpflegung der Gäste müssen daher im Verhältnis zu Umweltbelastungen und -auswirkungen betrachtet werden.

Im Bereich Mobilität wurden die nachstehenden Initiativen in München und Oberbayern ins Leben gerufen:

Münchner Bergbus

Der Münchner Bergbus ist eine Initiative der DAV e.V.-Sektionen München und Oberland und bietet einen ersten Lösungsansatz, um auf die Umwelt- und Verkehrsproblematik in den bayerischen Alpen zu reagieren. Er ermöglicht Bergsportaktiven eine neue, umweltfreundlichere und entspanntere Alternative zur Anreise mit dem eigenen PKW. Außerdem wird damit in Zusammenarbeit mit den Zielregionen ein ganzheitliches Konzept zur Tourismussteuerung und Sensibilisierung von Bergaktiven verfolgt. Trotz Pandemie wurde mit Nachdruck am Projekt weitergearbeitet, um es zeitnah den Mitgliedern und Bergaktiven zur Verfügung stellen zu können.

In einer ersten Pilotphase startet der Bus ab Ende Juni 2021 (am 19.06.2021) samstags und sonntags mit jeweils zwei Bussen für zehn Wochen (bis Sonntag, den 22.08.2021) in München. Er verbindet die bayerische Landeshauptstadt ohne Zwischenstopp mit ausgewählten Tourenzielen, u.a. im Chiemgau, Blauberge/Rofan und den Ammergauer Alpen, welche mit öffentlichen Verkehrsmitteln aktuell schwer erreichbar sind. Außerdem ist im Bergbus-Ticket auch ein MVV-Ticket inbegriffen, welches für die Anreise zum Abfahrtsort des Busses genutzt werden kann. Im Anschluss an die Pilotphase wird eine Evaluierung erfolgen.

Kooperationspartner der Initiative sind: MVV, MVG und die Stadt München (Mobilitätsreferat).

Hier finden Sie weitere Informationen zum Münchner Bergbus.

Ausflugs-Ticker für Oberbayern

An alle, die Tagesausflüge und Urlaub in Oberbayern planen, richtet sich der vom bayerischen Wirtschafts- und Tourismusminister Hubert Aiwanger vorgestellte Ausflugs-Ticker.
Das Hauptziel besteht darin, Besucherströme zu lenken, damit die Urlaubsregionen nicht überlastet werden. Genauer gesagt liefert der online einsehbare Ausflugs-Ticker aktuelle Informationen zu den Besucherkapazitäten, anstehenden Veranstaltungen und empfiehlt alternative Attraktionen und Aktivitäten in 12 Regionen Oberbayerns.

Bislang gibt es ihn für Regionen in Oberbayern, künftig sollen noch weitere Regionen an den Ticker angeschlossen werden. Weitere Informationen zum Ausflugs-Ticker erhalten Sie hier.

Innenstadtentwicklung

Die Corona Pandemie und damit verbundene Schließungen in Handel und Gastronomie haben das Innenstadtleben über ‎längere Zeit fast zum Erliegen gebracht. Hinzu kommt der innerstädtische Strukturwandel, der Oberbayerns Innenstädte seit vielen Jahren vor neue Herausforderungen stellt. Die Pandemie beschleunigt die ‎Veränderungsprozesse enorm – neue Innenstadtkonzepte sind notwendiger denn je.

Informieren Sie sich hier ausführlich zum Thema Innenstadtentwicklung.

Kurzarbeit – Anpassung der Arbeitszeit

Viele Unternehmen haben während der vollständigen Schließung ihrer Geschäfte die Arbeitszeit ihrer Arbeitnehmer auf null reduziert (sogenannte „Kurzarbeit null“) und Kurzarbeitergeld beantragt. Wenn das Geschäft wieder öffnen darf, gilt es, die Arbeitszeit der Arbeitnehmer wieder anzupassen. Dabei muss es nicht von null auf hundert gehen: Das Kurzarbeitergeld gibt es – wie der Name schon sagt – auch dann, wenn lediglich kürzer gearbeitet wird. Der Arbeitgeber zahlt bei verkürzter Arbeitszeit für die tatsächlich geleistete Arbeit die normale (anteilige) Vergütung an seinen Arbeitnehmer. Für die Differenz zum normalen Nettoentgelt kann das Kurzarbeitergeld in Höhe von 60 % bzw. 67 % beantragt werden. Voraussetzung ist, dass nach wie vor die betrieblichen Voraussetzungen für das Kurzarbeitergeld erfüllt werden, also neben den weiteren Voraussetzungen auch noch mindestens 10 % der Beschäftigten mit einem Entgeltausfall von mindestens 10 % betroffen sind. Zu beachten ist, dass auch für die teilweise Arbeitsleistung eine vertragliche Grundlage nötig ist. Falls bisher nur die „Kurzarbeit null“ vereinbart wurde, muss noch Einvernehmen über die entsprechende Änderung erzielt werden.

Informieren Sie sich hier ausführlich zum Thema Kurzarbeit.

Fördermöglichkeiten für touristische Betriebe

Touristische Betriebe finden in Oberbayern ein breites Angebot an Fördermöglichkeiten. Dies reicht von der Beratung und Finanzierung von Gründern über die gewerbliche Regionalförderung für einzelbetriebliche Investitionen bis zu kostenlosen Erstanalysen des Potentials von klein- und mittelständischen Betrieben des Hotel- und Gaststättengewerbes in Form von Blitzlichtberatungen.

Doch welche Förderungen kommen für mein Unternehmen in Frage? Hilfe und Orientierung verspricht der neue Förderwegweiser Tourismus. Dieser vom Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes speziell für die Bedürfnisse der Tourismuswirtschaft konzipierte Wegweiser stellt Förderoptionen des Bundes, der Bundesländer und der Europäischen Union vor.

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EU Pauschalreise-Richtlinie

Das neue Reiserecht ist am 1. Juli 2018 in Kraft getreten. Als Grundlage dafür wird die überarbeitete EU-Pauschalreiserichtlinie genutzt. Diese berücksichtigt Online-Angebote und stärkt den Verbraucherschutz. Zudem soll in allen EU-Mitgliedstaaten das gleiche Recht gelten („Vollharmonisierung“).

Durch die Umsetzung der Richtlinie wird das deutsche Reiserecht geändert. Neu sind vor allem Regelungen zur Reisevermittlung und die Vermittlung „verbundener Reiseleistungen“. Weiterhin werden die reiserechtlichen Informationspflichten erweitert, die nun auch stärker den reinen Vermittler treffen.

Weitere Informationen zum Reiserecht finden Sie hier.

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Unternehmensnachfolge im Tourismus

Unternehmensnachfolge betrifft jeden Unternehmer - sei es im Rahmen der geplanten Übergabe oder im Rahmen der Risikovorsorge. Zur Übereignung des Betriebes muss das Spannungsfeld der Interessen aller beteiligten Parteien gelöst sein.
Damit die Übergabe für Sie als Gastwirt oder Hotelier reibungslos abläuft und das Restaurant bzw. Hotel fit für die nächste Chef-Gerneration gemacht werden kann, erhalten Sie hier weitere Informationen bezüglich dieses Themas.

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Verpackungsgesetz

Am 1. Januar 2019 wurde die Verpackungsverordnung vom Verpackungsgesetz abgelöst. Die Verpflichtung, sich an einem bundesweiten Rücknahmesystem zu beteiligen, bleibt bestehen. NEU ist: Alle Erstinverkehrbringer müssen sich bei der "Zentralen Stelle Verpackungsregister" registrieren.

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Mehrwegverpackung für Speisen und Getränke zum Mitnehmen

Die letzten Monate standen wegen Corona unter dem Motto „Support your local Shop“. Was aber im Restaurant am Tisch für gewöhnlich auf ein bis zwei Tellern pro Person serviert wird, wurde während der Pandemie in Kunststoff-Verpackungen und Einwegtüten verkauft.

Eine Antwort auf die steigenden Abfallmengen stellen umweltverträgliche Mehrwegverpackungen dar. Mehrwegbehälter für Essen und Getränke zum Mitnehmen und Bestellen können künftig dazu beitragen, Abfälle zu vermeiden, Rohstoffe zu sparen und die Umwelt zu schonen.

Schon im Juli 2021 werden durch die Einwegkunststoffverbotsverordnung bestimmte Einwegprodukte, wie Rührstäbchen oder Trinkhalme aus Kunststoff oder Verpackungen aus expandiertem Polystyrol (z.B. Styropor), verboten. Verschiedene EU-Initiativen wie der Green Deal und die Überarbeitung der Einwegplastik-Richtlinie machen Einwegverpackungen immer unattraktiver.

Ab dem 01.01.2022 sind Gastronomen beim Verkauf von Lebensmitteln und Gestränken „to go“ dazu verpflichtet, neben Einwegverpackungen aus Kunststoff und Einwegbechern auch Mehrwegalternativen anzubieten. Die allermeisten Unternehmen müssen demnach ihren Kundinnen und Kunden Mehrwegverpackungen anbieten. Kleinen Betrieben wird die Möglichkeit geboten, kundeneigene Behältnisse zu befüllen.

Mehrwegverpackungen sind ein wichtiger Teil im Lösungspuzzle der Abfallproblematik.

Weitere Informationen zu Mehrwegsystemen für Gastronomen finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Verpackungsgesetz hier.

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Kassensysteme

Wer muss ein Kassenbuch führen? Welche Angaben muss ein Kassenbuch enthalten? Was ist bei elektronischer Kassenführung zu beachten? Und wie trifft mich als Wirt die Belegausgabepflicht ab 2020? Hier finden Sie die Regelungen im Überblick.

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Shoppingtourismus als Standortfaktor

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hat in einer Studie zum Shoppingtourismus die Strategien elf ausgewählter Gemeinden mit 10-50.000 Einwohnern in und außerhalb Bayerns (auch Österreich) aufwendig analysiert. Im Mittelpunkt der Analyse stand die Frage, wie Kommunen, Gewerbevereine oder Stadtmarketinggesellschaften ihre Marketingstrategien auf Shopping als Aktivität für (Tages-)Touristen ausrichten können und welche Lehren daraus für andere Akteure gezogen werden. Praktischer Nutzen aus der Studie ist eine dreiseitige Strategie-Checkliste für Kommunen, Gewerbevereine und Stadtmarketinggesellschaften, in der verschiedene Handlungsfelder aufgezeigt werden, die die shoppingtouristische Attraktivität eines Ortes oder einer Region ausmachen. Im Ergebnis kommen die Studienautoren auf eine im Idealfall Cross-Channel-angelegte Gesamt-Marketingstrategie, die sowohl vor Ort, z.B. in der Fußgängerzone oder an touristisch neuralgischen Punkten, aber eben auch digital in den sozialen Medien und über eigene digitale Schaufenster, Gäste und Kunden erreicht und zur Interaktion einlädt. Als best-practice-Beispiele werden u.a. Lindau und Kufstein in Tirol genannt.

Die ausführliche Studie können Sie hier herunterladen.

Gewerbesteuerliche Hinzurechnung

Bei der Gewerbesteuerfestsetzung wird seit dem Jahr 2008 unter anderem ein Teil der Mieten, Pachten und Leasingraten für unbewegliche und bewegliche Wirtschaftsgüter dem zu versteuernden Gewinn hinzugerechnet. Umstritten ist dabei, ob und inwieweit Hotelkosten von Reiseveranstaltern der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung nach § 8 Nr. 1 Buchstabe e Gewerbesteuergesetz (GewStG) unterliegen.

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Haftung im Internet

Ob online oder offline, die in diesen Kontexten wirksamen Bestimmungen, weisen keine beträchtlichen Unterschiede auf.

Wer jedoch online auf seiner eigenen Homepage aktiv ist, Beiträge in Blogs verfasst oder anderweitig im Internet surft, muss die Hausregeln, die in diesem Zusammenhang gelten, beachten. Der Themenblock Haftung im Internet beinhaltet beispielsweise das Telemediengesetz, das Fragen bezüglich der Verletzung Rechte Dritter oder rechtlicher Vorschriften behandelt.

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Datenschutzrechtliche Informationen

Videoüberwachung am Arbeitsplatz, der richtige Umgang mit Passwörtern oder der Personalakte. Datenschutz ist in Unternehmen ein Thema, das jeden betrifft. Überall erfordert die korrekte Umsetzung der Vorgaben Fachwissen. Das gilt ganz besonders, wenn mit personenbezogenen Daten gearbeitet wird. Und genau dieses Szenario trifft auf fast jeden Arbeitsplatz zu.

Wenn Sie sich näher informieren wollen, klicken Sie hier.

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Gastwirteunterrichtung

Wer eine Gaststätte mit Alkoholausschank eröffnen will, benötigt eine Erlaubnis der Kreisverwaltungsbehörde bzw. Großen Kreisstadt am Ort der Gaststätte.

Um die Genehmigung zu erhalten, müssen Sie u. a. an einer Unterrichtung nach § 4 Abs. 1 Nr. 4 Gaststättengesetz teilnehmen. Diese vermittelt lebensmittelrechtliche und hygienische Vorschriften, die in diesem Zusammenhang notwendig sind. Die Unterrichtung findet bei der Industrie- und Handelskammer statt. Die dabei zu erhaltende Bescheinigung über die Teilnahme muss der Erlaubnisbehörde vorgelegt werden.

Mehr über dieses Thema erfahren Sie hier.

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Maßnahmen zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften

Hoteliers und Gastronomen stehen eine Vielzahl an Maßnahmen zur Gewinnung und Bindung von Fach- und Arbeitskräften zur Verfügung, darunter zeichnen sich folgende betriebliche Maßnahmen aus:

Umsetzung von Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Gastronomen und Hoteliers sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für ihre Gäste da. Der Einsatz am Abend, an Wochenenden und Feiertagen ist Normalität, Schichtdienste und Arbeitszeiten bis spät in die Nacht sind nichts Ungewöhnliches. Flexibilität bedeutet hierbei, dass die Öffnungs- und Arbeitszeiten der Gästenachfrage folgen müssen, ob im Saisonverlauf, im Laufe des Tages oder der Woche. Dabei ist an den meisten Arbeitsplätzen persönliche Präsenz unverzichtbar. In der modernen Arbeitswelt gibt es einige Modelle, um Beschäftigten individuelle Lösungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf anzubieten. Auch im Gastgewerbe existieren bereits unterschiedliche Möglichkeiten, um Arbeitszeiten familienfreundlicher zu gestalten. Dazu können z.B. Arbeitgeber folgende Instrumente einsetzen:

  • Verschiedene Arbeitszeitmodelle anbieten: Familienfreundliche Betriebe können unterschiedliche Arbeitszeitmodelle anbieten, u.a. individuelle Teilzeitmodelle besonders für Väter und Mütter, flexible Arbeitszeitmodelle auch für Führungskräfte (Top-Sharing), Jobsharing und Job-Rotation oder flexible freie Tage in Notfällen.
  • Teilzeit-Ausbildung anbieten: Wenn junge Menschen während ihrer Ausbildungszeit Kinder bekommen oder bereits Eltern sind, fällt es oft schwer, eine reguläre Ausbildung anzufangen bzw. fortzusetzen. Mit Angeboten zur Ausbildung in Teilzeit können auch Hotels und Restaurants diese Zielgruppe erreichen.
  • Effektive Abwesenheitsplanung und effektives Ausfallmanagement: Einmal geschriebene Dienstpläne sollten nicht ständig geändert werden müssen – schon gar nicht durch kurzfristige Abrufe aus dem „Frei“. Doch ist dies in vielen Unternehmen des Gastgewerbes häufig die einzige Option bei krankheitsbedingtem Ausfall oder kurzfristig erhöhtem Arbeitsanfall. Ein durchdachtes Ausfallmanagement stellt sicher, dass zunächst andere Instrumente genutzt werden, bevor Kollegen in ihrer Freizeit einspringen.
  • Förderung eines gelungenen Aus- und Wiedereinstiegs vor und nach der Elternzeit: Elterngeldregelungen erlauben immer mehr Eltern, schon nach einigen Monaten Elternzeit in den Beruf zurückzukehren. Der Wiedereinstieg von Müttern – und zunehmend mehr Vätern – ist ein Prozess, der gut geplant sein sollte. Einen gelungenen Aus- und Wiedereinstieg kann der Arbeitgeber aktiv fördern.
  • Unterstützung und Flexibilität im Pflegefall: 2,8 Millionen Menschen sind in Deutschland als pflegebedürftig anerkannt. Zwischen drei und vier Millionen Menschen unterstützen pflegebedürftige Personen. Nicht nur Eltern oder Schwiegereltern sind oft auf Hilfe angewiesen, auch Partner, Kinder oder nahe Angehörige können ganz unerwartet pflegebedürftig werden. Die Pflege von Angehörigen verteilt sich zwar oft auf mehrere Schultern, die Hauptlast tragen jedoch meist weibliche Familienmitglieder, die dafür häufig ihren Arbeitsplatz aufgeben oder in Teilzeit arbeiten. Dabei könnten Arbeitgeber durch flexible Arbeitszeitlösungen oder praktische Hilfen wertvolle Unterstützung den Mitarbeiter fördern.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Qualität in der Ausbildung

Die IHK engagiert sich dafür, dass auch in Zukunft potenzielle Auszubildende den für sie richtigen Weg einschlagen, um ihr persönliches Ziel erreichen zu können. Dafür gibt es Kampagnen wie Elternstolz oder die IHK AusbildungsScouts, die als tatkräftige Unterstützung versuchen, Schülern ihre aktuelle Situation näher zu bringen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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Szenarien für den Tourismus in Bayern im Jahr 2040

Wie entwickelt sich der Tourismus in Bayern bis 2040, welche Trends sind denkbar und welche Leitbilder sind vor diesem Hintergrund bedeutsam? Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie legt hierzu eine Studie vor.

Die Studie an der Hochschule Kempten unter Leitung von Professor Alfred Bauer, Dekan der Fakultät Tourismus-Management und Leiter des Bayerischen Zentrums für Tourismus, hat unter Mitwirkung zahlreicher touristischer Akteure positive wie negative Entwicklungsperspektiven für den Bayerntourismus der kommenden 20 Jahre beleuchtet. Sieben mögliche Zukunftsszenarien wurden dabei herausgearbeitet:

  • Szenario 1 „Schleichender Kontrollverlust“: Von Dritten gesteuertes, nicht-nachhaltiges Wachstum führt in Hotspots zum »Overtourism«
  • Szenario 2 „Alles im Flow“: Bayerische Identität lockt europäische Touristen mit nachhaltigen Angeboten in die Hotspots
  • Szenario 3 „Digital Dirndl“: Agile Tourismusanbieter machen Bayern zum globalen Ziel für vornehmlich post-materiell orientierte Kunden
  • Szenario 4 „Neue Verträglichkeit“: Klimawandel zwingt Tourismus zu völlig neuen Ansätzen – Wachstum nur noch in der Fläche
  • Szenario 5 „Macht der Algorithmen“: Umbruch der Tourismus-Branche mit spezialisierten nachhaltigen und KI-gestützten Services in einer regionalisierten Welt
  • Szenario 6 „Ausverkauf der Heimat“: Globale Tourismuskonzerne dominieren die Branche jenseits von Traditionen und Nachhaltigkeit
  • Szenario 7 „Tourismus am Ende?“: Kritische Wirtschaftslage, verändertes Reiseverhalten und anspruchsvolle Kunden setzen althergebrachten Akteuren zu

Besonders erstrebenswert sind laut Studie die Szenarien 3 und 4, unsicher hinsichtlich der Bewertung sind die Autoren bezüglich des Szenarios 5.

Die Studie kann über folgendenLink heruntergeladen werden.

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