IHK Ratgeber

Tourismus

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Der Tourismus ist für Oberbayern ein wichtiger Wirtschaftszweig. Zum anderen gehört er zu den Branchen, die von der Corona-Pandemie am stärksten betroffen sind.

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Unterstützung für Tourismusbetriebe während der Corona-Pandemie

Der Tourismus ist eine der am stärksten und direktesten betroffenen Branchen durch die erlassenen Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Bayern. Alles rund um das Thema Soforthilfe, Betriebsschließungsversicherung, etc. finden Sie hier.
Eine Möglichkeit auch während des Shutdowns Einnahmen zu generien, bietet der Online-Vertriebsweg. So bietet der Leitfaden der Unterstützungsinitiative "mia gehn online" eine konkrete Umsetzungshilfe beim Einstieg in den Online-Handel.
Daneben haben sich eine Reihe an Initiativen zur Unterstützung gebildet. Eine Auswahl hieraus finden Sie hier.

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Start des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“

Um neue Ausbildungsverträge zu fördern, ist das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ am 1. August 2020 in Kraft getreten. Das Bundesprogramm verfolgt das Ziel, auszubildende Betriebe während der Corona-Pandemie finanziell zu unterstützen.

Zu den Fördermöglichkeiten gehören z.B. Prämien für Unternehmen, die selbst in diesen Krisenzeiten ihre Ausbildungskapazitäten aufrechterhalten oder sogar erhöhen. Eine weitere Fördermöglichkeit ist eine Übernahmeprämie oder ein „Zuschuss zur Ausbildungsvergütung“, um Kurzarbeit zu vermeiden.

Die Fördergelder können seit dem 3. August 2020 über die Arbeitsagentur beantragt werden.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Bundesprogramm und den Fördermöglichkeiten.

Digitale Lösungen während und nach der Corona-Pandemie

Um Ideen und Perspektiven für Tourismus, Gastronomie, Handel und Dienstleister im Umgang mit der Corona-Krise aufzuzeigen, bietet die IHK-Organisation digitale Lösungen zur Kundenrückgewinnung an. Hier finden Sie eine Übersicht über die digitalen Anwendungen sowie direkte Ansprechpartner.

Mithilfe eines Orientierungsrahmens können Sie selbst überprüfen, ob der Anbieter zu Ihnen und Ihren Anforderungen passt. Anhand von Kriterien wird aufgezeigt, was bei der Auswahl einer geeigneten Anwendung beachtet werden sollte. Den Orientierungsrahmen finden Sie hier.

Ausflugs-Ticker für Oberbayern

Ende Juli beginnen die Sommerferien in Bayern. An alle, die Tagesausflüge und Urlaub in Oberbayern planen, richtet sich der kürzlich vom bayerischen Wirtschafts- und Tourismusminister Hubert Aiwanger vorgestellte Ausflugs-Ticker.
Das Hauptziel besteht darin, Besucherströme zu lenken, damit die Urlaubsregionen nicht überlastet werden. Genauer gesagt liefert der online einsehbare Ausflugs-Ticker aktuelle Informationen zu den Besucherkapazitäten, anstehenden Veranstaltungen und empfiehlt alternative Attraktionen und Aktivitäten in 12 Regionen Oberbayerns.
Bislang gibt es ihn für Regionen in Oberbayern und soll in Zukunft weitere Regionen einschließen. Weitere Informationen zum Ausflugs-Ticker erhalten Sie hier.

Maßnahmen bei der Wiedereröffnung im Zuge der Corona-Krise

Inzwischen dürfen Tourismusbetriebe unter Einhaltung der Vorlagen (6. BaylfSMV) wieder öffnen.

  • Speiselokale und Außengastronomie dürfen ohne zeitliche Beschränkungen unter der Befolgung des Hygienekonzepts geführt werden.
  • Hotels, Beherbergungsbetriebe, Schullandheime, Jugendherbergen und Campingplätze können unter Einhaltung der Hygienevorschriften wieder öffnen. Dies gilt auch für Wellnessbereiche, Saunen und Schwimmbäder.
  • Es besteht ein Beherbergungsverbot für Gäste, die aus einem Landkreis einreisen, in dem die Zahl der Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100.000 Einwohner liegt. Aktuelle Informationen zum Beherbergungsverbot sowie zugelassene Ausnahmen finden Sie hier.
  • Betrieb von Freizeitparks und vergleichbarer ortsfester Freizeiteinrichtungen ist unter der Voraussetzung eines Schutz- und Hygienekonzepts für Touristische Dienstleistungen zugelassen.
  • Stadt-, und Gästeführungen, Berg-, Kultur-, und Naturführungen sowie Führungen in Schauhöhlen und Besucherbergwerken sind unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. Mindestabstand zwischen Teilnehmern, Begrenzung der Gruppenstärke usw.) zulässig.
  • Touristischer Bus- und Bahnverkehr, Seilbahnen sowie die Fluss- und Seenschifffahrt ist möglich.
  • Objekte der Schlösserverwaltung werden grundsätzlich geöffnet. Dies umfasst besucherstarke Attraktionen wie die Schlösser Neuschwanstein und Linderhof sowie die Residenzen in München und Würzburg.

Umsetzungsmaßnahmen für Märkte ohne Volksfestcharakter

Seit dem 15. Juli 2020 gilt das Rahmenhygienekonzept für Märkte ohne Volksfestcharakter. Dazu zählen unter anderem Wochenmärkte und andere Märkte zum Warenverkauf unter freiem Himmel.

Für den Infektionsschutz gelten diese Umsetzungsmaßnahmen:

  • Im Wartebereich werden Maßnahmen zur Einhaltung des Mindeststands von 1,5 m, wie Bodenmarkierungen und Hinweisschilder, eingeführt.
  • Es gibt Abstandsmarkierungen und Wegführungen zum Betreten und Verlassen des Marktgeländes und an besonderen Anziehungspunkten.
  • Am Marktstand gibt es einen Ansprechpartner für die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln.
  • Jeder Veranstalter verfügt über ein Hygienekonzept sowie einen Reinigungs- und Desinfektionsplan.
  • Es werden ausreichend Waschgelegenheiten mit Seifenspendern und Einmalhandtüchern und auch Desinfektionsmittelspendern bereitgestellt.
  • Es gelten die branchenspezifischen Regelungen der Gastronomie (insbesondere Infektionsschutz und Hygienekonzept).

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Rahmenhygienekonzept für Märkte ohne Volksfestcharakter.

Bustouristik-Förderprogramm des BMVI ist am 24. Juli 2020‎ gestartet

Für Reisebusunternehmen, die wegen der Corona-Pandemie in eine wirtschaftliche Notlage geraten, stellt das BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) Hilfsgelder in Höhe von 170 Mio. Euro bereit.

Die Hilfsgelder finanzieren die sogenannten Vorhalte- und Vorleistungskosten, die in dem Zeitraum vom 17. März 2020 bis 30. Juni 2020 angefallen sind. Es handelt sich dabei um nicht rückzahlbare Zuschüsse in Form von Billigkeitsleistungen. Der Höchstbetrag, der pro Bus ausgezahlt wird, beträgt 26.334 Euro.

Die Anträge für das Bustouristik-Förderprogramm können elektronisch bis zum 30. September 2020 beim BAG (Bundesamt für Güterverkehr) eingereicht werden. Die Antragsformulare finden Sie auf der Internetseite des BAG.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Hilfsgeldern.

Kurzarbeit – Anpassung der Arbeitszeit

Viele Unternehmen haben während der vollständigen Schließung ihrer Geschäfte die Arbeitszeit ihrer Arbeitnehmer auf null reduziert (sogenannte „Kurzarbeit null“) und Kurzarbeitergeld beantragt. Wenn das Geschäft wieder öffnen darf, gilt es, die Arbeitszeit der Arbeitnehmer wieder anzupassen. Dabei muss es nicht von null auf hundert gehen: Das Kurzarbeitergeld gibt es – wie der Name schon sagt – auch dann, wenn lediglich kürzer gearbeitet wird. Der Arbeitgeber zahlt bei verkürzter Arbeitszeit für die tatsächlich geleistete Arbeit die normale (anteilige) Vergütung an seinen Arbeitnehmer. Für die Differenz zum normalen Nettoentgelt kann das Kurzarbeitergeld in Höhe von 60 % bzw. 67 % beantragt werden. Voraussetzung ist, dass nach wie vor die betrieblichen Voraussetzungen für das Kurzarbeitergeld erfüllt werden, also neben den weiteren Voraussetzungen auch noch mindestens 10 % der Beschäftigten mit einem Entgeltausfall von mindestens 10 % betroffen sind. Zu beachten ist, dass auch für die teilweise Arbeitsleistung eine vertragliche Grundlage nötig ist. Falls bisher nur die „Kurzarbeit null“ vereinbart wurde, muss noch Einvernehmen über die entsprechende Änderung erzielt werden.

Informieren Sie sich hier ausführlich zum Thema Kurzarbeit.

Fördermöglichkeiten für touristische Betriebe

Touristische Betriebe finden in Oberbayern ein breites Angebot an Fördermöglichkeiten. Dies reicht von der Beratung und Finanzierung von Gründern über die gewerbliche Regionalförderung für einzelbetriebliche Investitionen bis zu kostenlosen Erstanalysen des Potentials von klein- und mittelständischen Betrieben des Hotel- und Gaststättengewerbes in Form von Blitzlichtberatungen.

Doch welche Förderungen kommen für mein Unternehmen in Frage? Hilfe und Orientierung verspricht der neue Förderwegweiser Tourismus. Dieser vom Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes speziell für die Bedürfnisse der Tourismuswirtschaft konzipierte Wegweiser stellt Förderoptionen des Bundes, der Bundesländer und der Europäischen Union vor.

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EU Pauschalreise-Richtlinie

Das neue Reiserecht ist am 1. Juli 2018 in Kraft getreten. Als Grundlage dafür wird die überarbeitete EU-Pauschalreiserichtlinie genutzt. Diese berücksichtigt Online-Angebote und stärkt den Verbraucherschutz. Zudem soll in allen EU-Mitgliedstaaten das gleiche Recht gelten („Vollharmonisierung“).

Durch die Umsetzung der Richtlinie wird das deutsche Reiserecht geändert. Neu sind vor allem Regelungen zur Reisevermittlung und die Vermittlung „verbundener Reiseleistungen“. Weiterhin werden die reiserechtlichen Informationspflichten erweitert, die nun auch stärker den reinen Vermittler treffen.

Weitere Informationen zum Reiserecht finden Sie hier.

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Unternehmensnachfolge im Tourismus

Unternehmensnachfolge betrifft jeden Unternehmer - sei es im Rahmen der geplanten Übergabe oder im Rahmen der Risikovorsorge. Zur Übereignung des Betriebes muss das Spannungsfeld der Interessen aller beteiligten Parteien gelöst sein.
Damit die Übergabe für Sie als Gastwirt oder Hotelier reibungslos abläuft und das Restaurant bzw. Hotel fit für die nächste Chef-Gerneration gemacht werden kann, erhalten Sie hier weitere Informationen bezüglich dieses Themas.

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Verpackungsverordnung

Am 1. Januar 2019 wurde die Verpackungsverordnung vom Verpackungsgesetz abgelöst. Die Verpflichtung, sich an einem bundesweiten Rücknahmesystem zu beteiligen, bleibt bestehen. NEU ist: Alle Erstinverkehrbringer müssen sich bei der "Zentralen Stelle Verpackungsregister" registrieren.

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Kassensysteme

Wer muss ein Kassenbuch führen? Welche Angaben muss ein Kassenbuch enthalten? Was ist bei elektronischer Kassenführung zu beachten? Und wie trifft mich als Wirt die Belegausgabepflicht ab 2020? Hier finden Sie die Regelungen im Überblick.

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Gewerbesteuerliche Hinzurechnung

Bei der Gewerbesteuerfestsetzung wird seit dem Jahr 2008 unter anderem ein Teil der Mieten, Pachten und Leasingraten für unbewegliche und bewegliche Wirtschaftsgüter dem zu versteuernden Gewinn hinzugerechnet. Umstritten ist dabei, ob und inwieweit Hotelkosten von Reiseveranstaltern der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung nach § 8 Nr. 1 Buchstabe e Gewerbesteuergesetz (GewStG) unterliegen.

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Haftung im Internet

Ob online oder offline, die in diesen Kontexten wirksamen Bestimmungen, weisen keine beträchtlichen Unterschiede auf.

Wer jedoch online auf seiner eigenen Homepage aktiv ist, Beiträge in Blogs verfasst oder anderweitig im Internet surft, muss die Hausregeln, die in diesem Zusammenhang gelten, beachten. Der Themenblock Haftung im Internet beinhaltet beispielsweise das Telemediengesetz, das Fragen bezüglich der Verletzung Rechte Dritter oder rechtlicher Vorschriften behandelt.

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Datenschutzrechtliche Informationen

Videoüberwachung am Arbeitsplatz, der richtige Umgang mit Passwörtern oder der Personalakte. Datenschutz ist in Unternehmen ein Thema, das jeden betrifft. Überall erfordert die korrekte Umsetzung der Vorgaben Fachwissen. Das gilt ganz besonders, wenn mit personenbezogenen Daten gearbeitet wird. Und genau dieses Szenario trifft auf fast jeden Arbeitsplatz zu.

Wenn Sie sich näher informieren wollen, klicken Sie hier.

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Gastwirteunterrichtung

Wer eine Gaststätte mit Alkoholausschank eröffnen will, benötigt eine Erlaubnis der Kreisverwaltungsbehörde bzw. Großen Kreisstadt am Ort der Gaststätte.

Um die Genehmigung zu erhalten, müssen Sie u. a. an einer Unterrichtung nach § 4 Abs. 1 Nr. 4 Gaststättengesetz teilnehmen. Diese vermittelt lebensmittelrechtliche und hygienische Vorschriften, die in diesem Zusammenhang notwendig sind. Die Unterrichtung findet bei der Industrie- und Handelskammer statt. Die dabei zu erhaltende Bescheinigung über die Teilnahme muss der Erlaubnisbehörde vorgelegt werden.

Mehr über dieses Thema erfahren Sie hier.

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Fachkräfteinitiativen

Die IHK für München und Oberbayern unterstützt bei betriebswirtschaftlichen Fragen und strategischen Entscheidungen, informiert über Fördermittel und über spezifisch rechtliche, wirtschaftliche Aspekte eines Existenzauf- und -ausbaus im touristischen Bereich.

Zudem engagiert sich die Organisation dafür, dass auch in Zukunft potenzielle Auszubildende den für sie richtigen Weg einschlagen, um ihr persönliches Ziel erreichen zu können. Dafür gibt es Kampagnen wie Elternstolz oder die IHK AusbildungsScouts, die als tatkräftige Unterstützung versuchen, Schülern ihre aktuelle Situation näher zu bringen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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Szenarien für den Tourismus in Bayern im Jahr 2040

Wie entwickelt sich der Tourismus in Bayern bis 2040, welche Trends sind denkbar und welche Leitbilder sind vor diesem Hintergrund bedeutsam? Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie legt hierzu eine Studie vor.

Die Studie an der Hochschule Kempten unter Leitung von Professor Alfred Bauer, Dekan der Fakultät Tourismus-Management und Leiter des Bayerischen Zentrums für Tourismus, hat unter Mitwirkung zahlreicher touristischer Akteure positive wie negative Entwicklungsperspektiven für den Bayerntourismus der kommenden 20 Jahre beleuchtet. Sieben mögliche Zukunftsszenarien wurden dabei herausgearbeitet:

  • Szenario 1 „Schleichender Kontrollverlust“: Von Dritten gesteuertes, nicht-nachhaltiges Wachstum führt in Hotspots zum »Overtourism«
  • Szenario 2 „Alles im Flow“: Bayerische Identität lockt europäische Touristen mit nachhaltigen Angeboten in die Hotspots
  • Szenario 3 „Digital Dirndl“: Agile Tourismusanbieter machen Bayern zum globalen Ziel für vornehmlich post-materiell orientierte Kunden
  • Szenario 4 „Neue Verträglichkeit“: Klimawandel zwingt Tourismus zu völlig neuen Ansätzen – Wachstum nur noch in der Fläche
  • Szenario 5 „Macht der Algorithmen“: Umbruch der Tourismus-Branche mit spezialisierten nachhaltigen und KI-gestützten Services in einer regionalisierten Welt
  • Szenario 6 „Ausverkauf der Heimat“: Globale Tourismuskonzerne dominieren die Branche jenseits von Traditionen und Nachhaltigkeit
  • Szenario 7 „Tourismus am Ende?“: Kritische Wirtschaftslage, verändertes Reiseverhalten und anspruchsvolle Kunden setzen althergebrachten Akteuren zu

Besonders erstrebenswert sind laut Studie die Szenarien 3 und 4, unsicher hinsichtlich der Bewertung sind die Autoren bezüglich des Szenarios 5.

Die Studie kann über folgendenLink heruntergeladen werden.

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