IHK-Ratgeber

Krisen behandeln und das Unternehmen ‎zum Erfolg führen

Krisen managen
© bongkarn thanyakij

Krisen kennt jeder Unternehmer, denn Schwierigkeiten verschonen niemanden. Lesen Sie hier, wie Sie Probleme bewältigen.

Inhalt

Zusammenfassung

Jedes Unternehmen gerät früher oder später in eine Krise. Neben innerbetrieblichen Problemen und Fehlkalkulationen kann die allgemeine Wirtschaftslage zur Herausforderung werden. Politische Ereignisse wie der Handelskrieg zwischen China und den USA oder der Brexit beeinflussen den Absatzmarkt stark und verursachen in manchen Branchen einen Wirtschaftseinbruch. Rezessionen gehören zum normalen Konjunkturzyklus und treten in Deutschland rein statistisch betrachtet etwa alle vier Jahre auf. Ist es um die Liquidität schlecht bestellt, genügt bereits eine kurze Wirtschaftsflaute, um ein Unternehmen in Schwierigkeiten zu bringen. Den Kopf in den Sand zu stecken, ist keine Lösung. Sobald Sie Probleme erkennen, gilt es, aktiv zu werden und die Krise zu behandeln.

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Interne Faktoren einer Krise behandeln

Selten sind die große Politik oder die Weltwirtschaft für eine ausgewachsene Unternehmenskrise verantwortlich. In den meisten Fällen verursachen schlechte Planung, unpassendes Marketing, Missmanagement oder ignorierte Probleme in kleinen Firmen wie Handwerksbetrieben Schwierigkeiten. Bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sieht es ähnlich aus. Die Kreditversicherungsgruppe Euler Hermes hat in einer Studie 125 Insolvenzverwalter, die zusammen etwa 19.000 Insolvenzen bearbeitet haben, befragt. Für die internen Faktoren einer Unternehmenskrise gaben diese folgende Ergebnisse an:

  • 79 Prozent scheiterten am fehlenden oder schlechten Controlling.
  • 76 Prozent wurden Finanzierungslücken zum Verhängnis.
  • 64 Prozent unterhielten ein unzureichendes Debitorenmanagement.
  • 57 Prozent gerieten durch eine autoritäre und rigide Führung ins Abseits.
  • 44 Prozent konnten Probleme durch mangelhafte Transparenz und schlechte Kommunikation nicht auffangen.

Unternehmensbedingte Ursachen

Ähnliche deutlich sind die Ergebnisse der Wirtschaftsauskunftei Creditreform.

Fehlerhaftes Management verursacht nach deren Erkenntnissen rund 71 Prozentaller Insolvenzen. Interessanterweise sind Schwierigkeiten in den Bereichen Auftragslage, Absatz und Mitbewerber nur für gut 34 Prozentder Unternehmenspleiten verantwortlich. In etwa 20 Prozent der Fälle liegt es an einer mangelnden Finanzdecke.

Wie anfällig Unternehmen für eine Krise sind, hängt stark von der Größe und dem Alter der Firma ab. Als Faustformel gilt: Je jünger oder kleiner ein Unternehmen ist, desto eher kommen Sie in die Situation, Krisen behandeln zu müssen. Das hat klar erkennbare Ursachen: In den ersten Jahren nach einer Gründung greifen Unternehmer auf Eigenkapital, Kredite und private Anleger zurück. Gelingt es in dieser Phase nicht, ausreichend Gewinn zu erwirtschaften, sind neue Finanzmittel kaum zu erhalten. Die eigenen Rücklagen sind aufgebraucht, die Bank erhöht die Kreditlinie nicht, Gründerdarlehen laufen aus und Freunde und Verwandte möchten nicht weiter investieren. Auch strategische Kapitalgeber wie Business Angels investieren in der Regel lediglich für drei bis fünf Jahre.

Bei der Größe zeigen sich ebenfalls eklatante Unterschiede: Während es knapp die Hälfte aller Unternehmen (46,8 Prozent) schafft, älter als sechs Jahre zu werden, scheitern rund 60 Prozent aller Kleinstunternehmen mit weniger als 500.000 Euro Jahresumsatz. Ebenso hat die Rechtsform einen großen Einfluss. Kleine Gewerbebetriebe wie Handwerksbetriebe und Freiberufler sind für 48,5 Prozent aller Insolvenzen verantwortlich. Bei einer GmbH sind die Zahlen in den letzten Jahren rückläufig. Sie stellen rund 40 Prozent der insolventen Unternehmen. Aber auch der Mittelstand ist nicht vor Krisen gefeit. Nur etwa 20 Prozent dieser Unternehmen weisen eine Eigenkapitalquote von 30 Prozent und mehr auf.

Diese Zahlen zeigen deutlich, welche Risiken Unternehmer tragen und auf welche Aspekte des Geschäftsbetriebs sie permanent achten sollten, um keine akute Krise behandeln zu müssen.

Private Ursachen

Zwar gibt es keine statistischen Erhebungen über Firmen, die privat bedingt in die Insolvenz geraten, aber die Erfahrungswerte zeigen, dass bestimmte Probleme typisch sind. Zu den häufigen Ursachen gehören:

  • Streit unter Ehegatten oder anderen Familienmitgliedern als Gesellschafter
  • fehlende Nachfolgeregelungen oder Streit über die Nachfolge in Familienbetrieben
  • private Krisen (z. B. Scheidung, Krankheit, Unfall etc.)

Insbesondere Scheidungen sind für Unternehmen gefährlich. Die nötigen Ausgleichszahlungen an den ehemaligen Ehepartner können direkt in die Insolvenz führen.

Tipp: Lassen Sie sich umfassend beraten und treffen Sie notarielle Vereinbarungen mit Ihrem Partner, um vorab solche möglichen Krisen zu behandeln.

Welche Indikatoren für Krisen gibt es?

Für ein erfolgreiches Unternehmen ist es unerlässlich, umgehend jede aufkeimende Krise zu behandeln. Denn zwischen dem Zeitpunkt, an dem die Probleme objektiv beginnen, und dem, an dem Sie diese subjektiv wahrnehmen, liegen oft Wochen oder Monate. Dabei gilt: Je eher Sie eine Krise behandeln, desto größer sind Ihre Handlungsmöglichkeiten. Achten Sie auf folgende Anzeichen:

  • Verfolgen Sie die Wirtschaftsnachrichten.
  • Stellen Sie regelmäßig Einnahmen und Ausgaben gegenüber; die Aufwendungen dürfen die Erträge nicht übersteigen.
  • Achten Sie auf Ihre Auftragsbücher. Sind diese nicht ausreichend gefüllt, prüfen Sie, ob eine allgemeine Wirtschaftsflaute oder Management- und Marketingfehler die Ursache darstellen.
  • Halten Sie Ihr Forderungsmanagement im Auge. Große Außenstände sind als Krise zu behandeln.
  • Wenn Sie Darlehenszinsen aus dem Eigenkapital entrichten, ist das ein absolutes Warnzeichen.
  • Verlassen Sie sich nicht auf die Umsatzzahlen, sondern berechnen Sie immer die Marge.

Insbesondere der letzte Punkt ist wichtig für KMU. Untersuchungen zeigen, dass gerade bei Mittelständlern drei bis vier Jahre vor einer Krise die Umsätze kräftig steigen. Das liegt daran, dass viele Unternehmer mit groß angelegten Absatzoffensiven starten, wenn die Verkaufszahlen abnehmen. Niedrige Preise und hohe Rabatte schaffen eine künstliche Nachfrage, gleichzeitig sinkt die Marge pro Stück und die Profitabilität leidet, bis sie die Krise kaum behandeln können. Dann sind die Probleme viel zu weit fortgeschritten.

Was sind typische Projektkrisen?

Viele Selbstständige und kleine Unternehmen arbeiten von Projekt zu Projekt oder bearbeiten nur wenige Projekte gleichzeitig. Eine Projektkrise kann das ganze Unternehmen gefährden. Behalten Sie daher jedes Projekt im Blick. Die folgenden Schwierigkeiten sind als echte Krisen zu behandeln:

  • deutliche Budgetüberschreitung
  • verpasste Meilensteintermine
  • Verlängerung der Projektlaufzeit, evtl. sogar mehrfach
  • Arbeiten längerfristig nur „beinahe fertig“
  • nachträglicher und ständiger Zuwachs an Vorgängen
  • hohe Fluktuation im Team
  • schlechte Motivation/Stimmung im Team
  • Kundenbeschwerden
  • Schuldzuweisungen an den Kunden
  • Nichterreichen von Fertigungsgraden

Frühindikatoren für Projektkrisen

Es gibt zum Glück zahlreiche Frühindikatoren, die bereits während der Planung und Initiierung eines Projektes zeigen, dass in Zukunft Krisen zu behandeln sein werden. Gehen Sie niemals über diese Punkte hinweg, weil Sie Bedenken haben, diese im Team zu formulieren, oder Angst haben, einen potenziellen Auftraggeber zu verscheuchen. Denn eine gute Planung verhindert, dass Sie später vorhersehbare Probleme bewältigen müssen und den Projekterfolg riskieren.

Schon in der Planung mögliche Krisen behandeln

Berücksichtigen Sie bei der Projektplanung Folgendes, um Schwierigkeiten zu vermeiden:

  • Anforderungsmanagement: Vernachlässigen Sie nicht einzelne Arbeitsschritte oder Arbeitsumfänge, um den Auftraggeber zu überzeugen.
  • Versprechen: Der Druck, ein Projekt für das eigene Unternehmen zu gewinnen, mag noch so hoch sein – machen Sie niemals Zusagen, die Sie nicht halten können.
  • Fachwissen: Übernehmen Sie nur Projekte, für die Sie das nötige Fachwissen besitzen.
  • Personelle Ressourcen: Binden Sie sich nie an Projekte, für die die fachlichen oder zahlenmäßigen Personalressourcen nicht vorhanden sind.
  • Auftragsklärung: Nehmen Sie sich Zeit, um die Komplexität eines möglichen Auftrags genau zu ermitteln. Führen Sie zusätzlich eine Stakeholderanalyse durch.
  • Zielsetzung: Unklare Ziele führen jedes Projekt in die Krise.

Frühe Krisen behandeln: der Auftraggeber

Nicht nur Ihr Unternehmen trägt zum Gelingen eines Projektes bei. Auch der Auftraggeber hat einen großen Einfluss auf den Erfolg, er ist ebenso in der Verantwortung.

  • Zeit: Manche Entscheidungen über den weiteren Projektverlauf oder darüber, wie Krisen zu behandeln sind, können nur gemeinsam mit dem Auftraggeber getroffen werden. Arbeiten Sie möglichst mit Partnern zusammen, die sich Zeit für Sie nehmen und immer zeitnah ansprechbar sind.
  • Struktur: Im ersten Moment klingt es toll, wenn der Auftraggeber das Projekt komplett Ihnen überlässt. Doch tatsächlich ist das als Krise zu behandeln, denn Streit ist vorprogrammiert. Geben Sie jedem Projekt gemeinsam mit dem Geschäftspartner eine Struktur und legen Sie Zeitrahmen und Meilensteine fest.
  • Ergebnisorientierung: Gerade, wenn es um politische Fragen oder die Erfüllung von Auflagen geht, neigen manche Unternehmen dazu, sich ausschließlich auf die Rahmenbedingungen zu konzentrieren und kein konkretes Ziel zu definieren. Dieser Umstand ist als Krise zu behandeln und vor Projektbeginn aus der Welt zu schaffen.
  • Personifizierte Schuldzuweisungen: Jedes Projekt kann in Schwierigkeiten geraten. Ist der Auftraggeber mehr daran interessiert, einen Schuldigen zu finden, als vornehmlich die Krise zu behandeln, müssen Sie eingreifen.
  • Schönfärberei: Sie wissen, Ihre Ergebnisse sind nicht optimal, aber der Auftraggeber lobt diese und redet sie schön? Dann haben Sie ein Problem und müssen handeln, sonst war das der letzte Auftrag von diesem Partner.

Krisen behandeln in Kommunikation und Team

Jedes Team arbeitet anders, aber bestimmte Anzeichen sind unbedingt als Krise zu behandeln. Denn sie zeigen, dass etwas grundlegend aus dem Ruder läuft. Dazu gehören:

  • steigende Unpünktlichkeit
  • mangelnde Kooperation und Unterstützung untereinander
  • hohe Fluktuation
  • Konzentration auf andere, nicht-projektbezogene Aufgaben
  • Intransparenz
  • wenig aussagekräftige Berichte
  • verstärkte Fokussierung auf Formalien

Mit einer umfassenden Planung und einer guten Begleitung lassen sich viele Krisen in der Projektarbeit komplett vermeiden oder frühzeitig lösen.

Unternehmenskrisen frühzeitig behandeln

Unternehmenskrisen beginnen meist schleichend. Einige ungute oder aufgeschobene Entscheidungen zeigen langsam ihre Wirkung. Die nicht bemerkten oder in Kauf genommenen Fehler schaden der wirtschaftlichen Entwicklung. Den schlechteren Ergebnissen begegnen Sie mit weiteren Kompromissentscheidungen und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Dabei gilt, dass Krisen ein fester Bestandteil in der Unternehmensentwicklung sind. Und diese treffen den Betrieb nicht aus heiterem Himmel, sondern sie bahnen sich an. Im folgenden Abschnitt haben wir Ihnen die inneren und äußeren Symptome einer Unternehmenskrise tabellarisch zusammengefasst und zeigen Ihnen, wie Sie Krisen richtig behandeln.

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Äußere Krisensymptome

Steuerberater/Wirtschaftsprüferzu große Lagerbestände,
zu viele Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
zu niedriger Lagerumschlag
Überbewertung der Erzeugnisse
nicht genutzte Möglichkeiten zu legaler Rückstellungsbildung
Bilanzerstellung zu spät
zweifelhafte Inventurergebnisse
Unternehmensberaterhohe Führungskräftefluktuation
vernachlässigte Geschäftsräume
schlecht ausgenutzte Kapazitäten
sinkende Pro-Kopf-Leistung
sinkende Deckungsbeiträge
Reparatur-/Investitionsstau
mangelhafter Informationsfluss
vernachlässigtes Rechnungswesen
BankenAusschöpfen/Überziehen der Kreditlinie
verspätet eingereichte Unternehmenskennzahlen
Widersprüche gegen Wechsel
Rückgabe von Schecks
kein Informationsfluss bei Überziehung
Lieferantengeringere Bestellmengen
verspätete Zahlungen
Mahnungen
Ratenzahlungen
Stornierungen
keine Barzahlung/kein Skonto
Lieferantenwechsel
Kundenvermehrte Sonderangebote
Preisverhandlung leicht möglich
hohes Skonto
undurchdachtes Sortiment
Qualitätsschwierigkeiten
Terminprobleme
leere Auftragsbücher
schlechte Kundenbindung
Sonderanfertigung ohne Aufschlag

Innere Krisensymptome

Managementmangelnde Flexibilität
fehlende Delegierung von Aufgaben
Entscheidungsschwächen
Kontrollverluste
häufiger Wechsel im mittleren Management
autoritärer Führungsstil
fehlender Zusammenhalt
ständige Meetings
mangelhaftes Kommunikationsverhalten zersplitterter Führungskreis
PersonalwesenMotivationsmangel
Qualifikationsdefizite
chaotische Personalplanung
fehlende Strukturen
ungerechtes Entgeltsystem
zunehmende Aggressionen
steigende Kündigungsängste
Absatz und Vertriebkeine marktgängigen Produkteigenschaften
unstrukturiertes Angebot
Preise nicht wettbewerbsfähig
schlechter Service
falsche Vertriebswege
unzureichende Verkaufszahlen
fallende Auftragszahlen
unmotivierter Außendienst
Vertriebsmitarbeiter kündigen
Produktionschmale Produktpalette
Modernisierungsstau
wirtschaftlich unsinnige Eigenproduktion
Leerlauf
zu hohe Vorproduktion
Sanierungsstau
schlechte Prozessabstimmung
Qualitätsmängel
unerfüllte Lieferfristen
BetriebsorganisationKompetenzwirrwarr
verkrustete Strukturen
unpassende Rechtsform
fehlendes Controlling
schlechtes Projektmanagement
doppelte Betriebsabläufe
patriarchalische Betriebsstrukturen
gelähmtes mittleres Management
Sortimentsverschiebung ins Niedrigpreissegment
schlecht verkäufliche Ware
Investitionverfrühte Investitionen
fehlende Investitionen
unpassendes Investitionsvolumen
mangelnde praktische Umsetzung
fehlerhafte Finanzierung
Forschung und Entwicklungfehlende Forschung und Entwicklung
fehlende Planung
mangelhafte Kontrolle
ausbleibende Erfolge
fehlende Rentabilität
isolierte Entwicklungsabteilung
Beschaffung und Logistikunflexible Lieferantenbindung
zu großer und zu teurer Fuhrpark
schlechtes Vertragsmanagement
Zahlungsrückstände
verkürzte Zahlungsziele
Lieferung nur nach Vorkasse
Finanzen und Controllingfehlerhafte Kalkulation und Kostenrechnung
mangelhafte Finanzplanung
fehlende Warnsysteme
häufige kurzfristige Auswertung
steigende Zinsbelastung
viele offene Posten
Einschränkung durch Gläubiger
mehr Sicherheiten gefordert

Sparpotenziale nutzen, um Krisen zu behandeln

Möchten Sie akute Krisen behandeln, bleibt Ihnen nur, die Kosten möglichst deutlich zu senken. Das gilt ebenfalls für Solo-Selbstständige und Mittelständler. Sicherlich kann nicht in jedem Unternehmen an allen Stellen der Rotstift angesetzt werden, aber überprüfen Sie insbesondere die folgenden Punkte:

  • Der Gewinn liegt im Einkauf, besagt eine alte Wahrheit. Bündeln Sie Bestellungen und kaufen Sie bei Lieferanten, die Ihnen gute Konditionen einräumen.
  • Halten Sie die Lagerbestände klein, denn diese verursachen hohe Kosten.
  • Verhandeln Sie mit Ihrem Vermieter und ziehen Sie einen Umzug in Betracht, wenn die Räumlichkeiten zu groß sind.
  • Nutzen Sie eine Energieberatung, denn diese Kosten sind oft unnötig hoch. Meist gelingt es, die Energiekosten zu senken.
  • Prüfen Sie die Telekommunikationskosten, Gespräche sind teuer. Machen Sie Telefone und Handys nur den Mitarbeitern zugänglich, die sie tatsächlich benötigen, und suchen Sie nach passenden Tarifen.
  • Wie steht es um Ihren Fuhrpark? Ist dieser zu umfangreich und die Fahrzeugnutzung schlecht koordiniert? Beschränken Sie die Fahrten auf das Wesentliche und schauen Sie, ob Carsharing eine Option ist.
  • Setzen Sie bei den Personalkosten an. Es müssen nicht immer Kündigungen sein. Manchmal reicht es, freie Stellen nicht zu besetzen und die freiwilligen Arbeitnehmerleistungen zurückzufahren.
  • Schalten Sie einen Versicherungsmakler ein und nutzen Sie das mögliche Sparpotenzial, um eine Krise zu behandeln.
  • Passen Sie Werbung und Marketing den Gegebenheiten an und fokussieren Sie sich auf die Zielgruppe.
  • Überprüfen Sie, wie Sie Verbrauchsmaterialien einsparen können.
  • Optimieren Sie Ihre Finanzierung. Ein teurer Kontokorrentkredit könnte beispielsweise in ein langfristiges Darlehen mit besseren Zinsen umgewandelt werden.

Tipp: Besonders in kleinen Unternehmen gibt es oft mithelfende Familienangehörige. Besprechen Sie, ob diese auf den Lohn verzichten, um die Krise zu behandeln.

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Ohne Entlassungen durch die Krise – geht das?‎

In Zeiten des Fachkräftemangels stehen Unternehmen vor einer großen Herausforderung. Denn die wenigen qualifizierten Mitarbeiter können sich den Arbeitgeber aussuchen. Doch wie sollen Betriebe die hohen Gehälter stemmen, wenn es zu einer Wirtschaftsflaute oder gar einer ausgewachsenen Rezession kommt? Der wichtigste Rat für Unternehmen lautet: Bauen Sie vor und machen Sie Ihre Firma attraktiv für Bewerber. Dabei ist Geld nicht alles. Insbesondere junge Menschen und Eltern haben andere Prioritäten. Nutzen Sie folgende Möglichkeiten:

  • gute Work-Life-Balance
  • familienfreundliche Arbeitszeiten
  • unternehmensinterne Ausbildung und Talentförderung
  • steuer- und sozialabgabenfreie Sachzuwendungen
  • Mitarbeiterrabatte
  • erfolgsabhängige Vergütung

Mit fairen Löhnen und attraktiven Arbeitsbedingungen können Sie Krisen behandeln, ohne erfahrene Mitarbeiter zu verlieren. Auch vermeiden Sie Entlassungen, wenn die Belastung durch die Personalkosten generell geringer bleibt.

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Welchen Fachkräftemangel gibt es in Bayern?‎

Ein guter Überblick über die Situation auf dem Arbeitsmarkt unterstützt Sie dabei, sehr früh mögliche Krisen zu behandeln und Schwierigkeiten im Unternehmen zu vermeiden. Das Thema ist sehr komplex, daher finden Sie alle wichtigen Informationen hier:

IHK Fachkräftemonitor

Müssen Sie eine Krise behandeln und Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, erhalten Sie die nötigen Informationen im Themenblock Kurzarbeit und Kurzarbeitergeldim Arbeitsrecht.

Bleibt Ihnen nur der Arbeitsplatzabbau, um eine Krise zu behandeln, haben wir im Ratgeber Rechtssichere Kündigungalles Wissenswerte gesammelt.

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Krise nicht bewältigt? So gelingt der ‎Neustart

Dass viele Start-ups scheitern, beeindruckt Gründer kaum – sechs von zehn würden sofort einen neuen Anlauf in der Selbstständigkeit wagen. Jeder Zehnte hat sogar bereits drei oder mehr Gründungen hinter sich. Diese Zahlen hat der „Deutsche Startup Monitor 2017“ zusammengetragen. Mit dem folgenden Leitfaden reduzieren Sie das Risiko, bei Ihrer neuen Gründung erneut Krisen behandeln zu müssen.

  • Regeneration: Wer vielleicht sogar seit Jahren als Feuerwehrmann im eigenen Betrieb unterwegs war, um Krisen zu behandeln, der braucht Erholung. Nehmen Sie sich Zeit, Ihre Situation zu überdenken und neue Kraft zu schöpfen.
  • Ursachenanalyse: Wie sagte schon der ehemalige britische Premierminister Edward Heath? „Das Kunststück besteht darin, denselben Fehler nicht zweimal zu machen.“ Überlegen Sie genau, warum Sie beim letzten Mal gescheitert sind und wie Sie diese Schwierigkeiten bereits bei der Gründung vermeiden können.
  • Schuldenabbau: Sind Sie mit Ihrem alten Unternehmen gescheitert, bestehen mit hoher Wahrscheinlichkeit noch Verbindlichkeiten. Regeln Sie diese, bevor Sie sich an eine neue Unternehmung begeben.
  • Startkapital: Wenn Sie eine Krise behandeln mussten und dabei gescheitert sind, sind das Startkapital und die eigenen Rücklagen meist aufgebraucht. Die Sicherheiten dürften auch verwertet worden sein. Daher bleiben häufig nur private Kapitalgeber oder Bürgen. Informieren Sie sich bei Ihrem Jobcenter, ob Sie einen Gründungszuschuss oder ein Einstiegsgeld erhalten können, um Ihre Lebenshaltungskosten in der Startphase zu decken.
  • Neu starten: Bereiten Sie die neue Gründung sorgfältig vor und prüfen Sie, welche Unterlagen Sie benötigen. Für einige Tätigkeiten ist ein Nachweis der finanziellen Leistungsfähigkeit nötig, den Sie durch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes beibringen können.

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Krisen zu behandeln heißt, auch in Generationen zu ‎denken

Erfahrene Unternehmer wissen: Nach der Krise ist vor der Krise. Schwierigkeiten gehören zum Geschäft. Daher müssen Politik, Wirtschaftsvertreter wie IHK, Handwerkskammern, die Kammern der Freien Berufe sowie die Unternehmen zusammenarbeiten und nachhaltige Wirtschaftsgrundlagen schaffen. Dabei verfolgt die IHK für München und Oberbayern folgende Ziele:

  • Gesamtinteressen vertreten
  • Unternehmen fördern
  • Wirtschaft selbst organisieren Um ein nachhaltig gesundes Wirtschaftsklima zu schaffen, ist es unerlässlich, verantwortungsbewusst für die Gesellschaft, verlässlich für die Wirtschaft, vorausschauend für die Zukunft und verwurzelt in der Region zu handeln. So kreieren alle gemeinsam ein Wirtschaftsumfeld, das Wirtschaftsflauten und einer Rezession trotzen kann.

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Mit Digitalisierung die Klima-Krise behandeln

Die Digitalisierung gilt als Mittel der Wahl, um den Klimawandel zu bremsen. Das sehen zumindest 56 Prozent der Deutschen so. Doch was ist dran an der Theorie?

Darum ist die Digitalisierung geeignet, die Krise zu behandeln

Digitale Lösungen helfen, Ressourcen zu schonen. Intelligente Heizungen, digitale Stromnetze oder Verkehrsleitsysteme senken den Energieverbrauch. Auch autonomes Fahren könnte einen Beitrag zur Senkung des Treibhausgasausstoßes leisten. Lieferketten lassen sich über Blockchain-Technologien effektiv und umweltfreundlich planen. In der Landwirtschaft helfen intelligente Sensoren, Wasser, Düngemittel oder Pflanzenschutzmittel sparsam zu verwenden. Moderne Digitaltechnik ist ökonomisch und ökologisch sinnvoll, um Krisen zu behandeln.

Wo schafft die Digitalisierung Probleme?

Digitaltechnik ist ein echter Stromfresser. Solange die Energie nicht ausschließlich aus erneuerbaren Energien stammt, belastet die Digitalisierung das Klima zusätzlich. Dazu sind der Abbau seltener Erden und der kurze Produktlebenszyklus ein Umweltproblem. Um die Klimakrise zu behandeln, wäre eine längere Nutzung der Geräte unverzichtbar. Das ist allerdings aufgrund der großen Nachfrage nach dem „Neuesten vom Neuen“ und hoher Gewinne kaum zu erwarten. Daher ist im Einzelfall abzuwägen, wann die Digitalisierung geeignet ist, um Krisen zu behandeln und wann nicht.

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Häufige Fragen zum Thema Krisen behandeln

Wann ist von einer Unternehmenskrise zu sprechen?

Wenn Sie nur weniger Aufträge haben oder Kunden verlieren, steckt Ihr Unternehmen noch nicht in der Krise. Fachleute definieren eine Unternehmenskrise als Situation, in der ungewollt und ungeplant die Zukunft Ihres Unternehmens gefährdet ist.

Unternehmenskrise – muss ich Insolvenz anmelden?

Je früher Sie eine Krise im Unternehmen erkennen, desto besser. Denn dann bestehen noch Möglichkeiten, die Krise intern zu behandeln. Solange Sie nicht zahlungsunfähig oder überschuldet sind, kann es weitergehen. Allerdings ist es sinnvoll, sich Hilfe von außen zu holen, um das Ruder herumzureißen.

Wieso entsteht eine Unternehmenskrise?

Meist entsteht eine Krise unmerklich. Sie haben einige falsche Entscheidungen getroffen und bekommen Probleme beim Absatz, Ertrag oder direkt bei der Liquidität. Jetzt heißt es, schnell zu reagieren und die Krise zu behandeln. Denn je weiter eine Krise voranschreitet, desto schneller breitet sie sich aus. Am besten richten Sie Frühwarnsysteme im Unternehmen ein, um Unstimmigkeiten sofort zu erkennen.

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