Pressemeldung vom 26.11.2020

Verlängerung des Teil-Lockdowns für bayerische Wirtschaft schmerzhaft

sky_sunset_berlin_federal_chancellery_38906
© pixabay

26.11.2020 - Der verlängerte Teil-Lockdown in Deutschland wird aus Sicht der bayerischen Wirtschaft noch mehr Unternehmen in Bedrängnis bringen. So kommentiert Eberhard Sasse, Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), die Beschlüsse von Bund und Ländern. „Für unsere Betriebe ist es schmerzhaft, dass die Einschränkungen für viele Branchen jetzt bis kurz vor Weihnachten gelten und wohl bis in das neue Jahr verlängert werden“, sagt Sasse.

BIHK-Präsident Sasse: Es ist gut und richtig, dass staatliche Hilfsprogramme ausgeweitet werden

Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Bundesländer hatten sich am Mittwoch zusammen mit der Bundeskanzlerin auf strengere Kontaktbeschränkungen sowie eine Verlängerung des aktuellen Teil-Lockdowns bis zum 20.Dezember geeinigt. Außerdem wurden die Regeln für Kunden pro Quadratmeter Verkaufsfläche im Einzelhandel teilweise verschärft.

„Es ist wichtig, dass der Einzelhandel unter Auflagen weiterhin geöffnet haben darf. Gerade vom umsatzstarken Weihnachtsgeschäft müssen die Einzelhändler profitieren können, um mit den Umsätzen trotz der schwierigen Lage ihre Existenz absichern zu können“, erklärt Sasse. Die Entscheidung, die Zahl der Kunden pro Quadratmeter nur in größeren Geschäften zu verschärfen, sei ganz im Sinne der kleineren Läden.

Der BIHK fordert von der Bundespolitik eine schnelle Umsetzung und Ausgestaltung der staatlichen Förder- und Hilfsprogramme. „Die Firmen müssen so schnell wie möglich wissen, wann sie die dringend benötigten Zuschüsse und Entschädigungen bekommen“, so Sasse. Der BIHK-Präsident warnt, dass ansonsten viele Geschäftsideen, Soloselbstständige und Betriebe vor dem Aus stehen werden.

In einer BIHK-Umfrage hatten fast zwei Drittel aller befragten Unternehmen im Freistaat angegeben, bei einer Verlängerung des Teil-Lockdowns mit teils empfindlichen Umsatzeinbußen bis Jahresende zu rechnen. Rund 40 Prozent der Betriebe in der Reisewirtschaft, Gastronomie, Kultur- und Kreativwirtschaft und im Eventbereich gaben an, existenziell bedroht zu sein, wenn die Beschränkungen verlängert werden.