Pressemeldung vom 23.11.2020

Überbrückungshilfe 1: Viertelmilliarde Euro an bayerische Betriebe ausgezahlt ‎

Focused two young multiracial business women in medical facial protective masks standing near table, looking at laptop screen, discussing project details, preventing spreading corona virus in office.
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Die IHK für München und Oberbayern zieht eine positive Bilanz der Über­brückungshilfe 1 in Bayern. „Im Freistaat wurden bislang rund 262 Millionen Euro an rund 19.500 Antragsteller ausgezahlt“, sagt IHK-Präsident Eberhard Sasse.

Sasse: „Überbrückungshilfe 2: Schnellstart nach EU-Genehmigung“‎

Insgesamt gingen rund 20.500 Anträge ein. Die durchschnittliche Auszahlung je Antrag beträgt 13.500 Euro. Maximal war eine Auszahlung von 150.000 Euro möglich, dazu kam es in 148 Fällen.

Die Überbrückungshilfe 1 gleicht durch die Corona-Krise eingetretene Kosten­belastungen in den Monaten Juni, Juli und August teilweise aus. Die Abwicklung der Hilfen übernimmt im Freistaat die IHK für München und Oberbayern. Aktuell sind 95 Prozent der Anträge beschieden. Von den Auszahlungen gingen bislang 33 Prozent in die Hotellerie und Gastronomie sowie 27 Prozent in den Wirtschaftszweig ‚Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen‘, der unter anderem Reisebüros, Event- und Veranstaltungswirtschaft beinhaltet. Es folgen gleichauf die Wirtschaftszweige Industrie, Einzelhandel sowie ‚Kunst, Unterhaltung, Erholung‘, die jeweils rund 6 Prozent der Gesamtauszahlungen erhielten.

Für das Anschlussprogramm Überbrückungshilfe 2, das Betriebskostenzuschüsse für die Monate September bis Dezember gewährt, können bereits seit Ende Oktober Anträge gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 31. Januar 2021. Das Verfahren läuft weiter ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Anwälte und vereidigte Buchprüfer. Die abschließende Bearbeitung der Anträge durch die IHK ist ab heute möglich, da die Bearbeitungssoftware des Bundes und die beihilferechtliche Genehmigung der EU endlich vorliegen.

„Nach wie vor sind ganze Branchen stark von der Krise und dem aktuellen Lockdown betroffen und brauchen Beistand auf dem Weg in die Nach-Corona-Zeit. Dies betrifft vor allem Gastronomie, Hotellerie, Reisebüros, die Kultur- und Veranstaltungs­wirtschaft, teilweise den Einzelhandel und viele Dienstleister, insbesondere auch Soloselbstständige. Die staatlichen Hilfen sind gut und richtig. Wir als IHK stehen durch die engagierte Abwicklung der Programme unseren Unternehmerinnen und Unternehmern in dieser schwierigen Zeit ganz eng zur Seite“, sagt Sasse.

Für die Überbrückungshilfe 2 sind in Bayern bereits rund 3.500 Anträge mit einem beantragten Fördervolumen von über 100 Millionen Euro bei der IHK München eingegangen, die erneut die Abwicklung der Hilfe für ganz Bayern übernimmt. Die Fördersumme pro Antrag hat sich auf knapp 30.000 Euro deutlich erhöht, auch wenn die längere Förderdauer von vier statt drei Monaten gegenüber der Überbrückungs­hilfe 1 zu berücksichtigen ist.

Auch die angekündigten Novemberhilfen – also die zusätzliche außerordentliche Wirtschaftshilfe für Unternehmen, die durch die Schließung während des „Teil-Lockdown“ stark betroffen sind – laufen über das gleiche Antragsportal des Bundes und werden für ganz Bayern von der IHK München abgewickelt. Aktuell erarbeiten Bund und Länder für das Programm die Möglichkeit einer Abschlagzahlung. Genaue Details zur Antragstellung werden in den kommenden Tagen erwartet.

Alle Informationen zur Überbrückungshilfe und den Antragsbedingungen sind online verfügbar unter www.ihk-muenchen.de/ueberbrueckungshilfe.