Pressemeldung vom 27.10.2020

IHK begrüßt Söders Unterstützung für fiktiven Unternehmerlohn

Businessman giving money on light blurred background

27.10.2020 - Die IHK für München und Oberbayern begrüßt die Aussage des Bayerischen Ministerpräsidenten, einen fiktiven Unternehmerlohn für Soloselbstständige auch über die Kunst- und Kulturszene hinaus zu unterstützen. „Diese große Berufsgruppe gehört zu den tragenden Säulen unseres erfolgreichen Wirtschaftssystems und braucht dringend Hilfe“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl. Markus Söder hatte auf einer Pressekonferenz erklärt, es brauche in der Coronakrise weitere Zusatzhilfen für die Wirtschaft und die schwierige Lage der Soloselbständige müsse unter anderem mit einem fiktiven Unternehmerlohn gelöst werden.

Gößl: „Soloselbstständige sind eine tragende Säule unserer Wirtschaft und brauchen dringend Hilfe“

„In weiten Teilen der oberbayerischen Wirtschaft und über Branchen hinweg tragen Soloselbstständige mit ihren Geschäftsideen zum Erfolg unseres Standorts bei, geben innovative Impulse und sind ein Garant für unsere wirtschaftliche Stärke“, betont Manfred Gößl. Bislang waren Soloselbstständige ohne Betriebskosten von den staatlichen Hilfsprogrammen überwiegend ausgenommen, weil ausschließlich Fixkosten förderfähig waren.

Die IHK setzt sich seit längerem für den fiktiven Unternehmerlohn ein, der vom Staat ohne Auflagen als fiktives Gehalt gezahlt wird. „Ein Unternehmerlohn für Soloselbstständige signalisiert ein Mindestmaß an Wertschätzung für alle, die in der Regel von zu Hause aus selbstständig arbeiten und nunmehr Corona-bedingt in Existenznöte geraten sind. Der Unternehmerlohn sollte monatlich mindestens 1.000 Euro betragen und ohne Auflagen für die privaten Lebenshaltungskosten eingesetzt werden können“, sagt IHK-Chef Gößl. Er fordert von der Politik eine schnelle Umsetzung des angekündigten fiktiven Unternehmerlohns im Rahmen der Überbrückungshilfe. „Die steigenden Infektionszahlen führen uns vor Augen, dass in vielen Branchen noch lange nicht an Alltag zu denken ist und somit noch länger Umsatz ausbleiben wird.“