20.01.2017

Sasse fordert schnelle Aufnahme der Brexit-Verhandlungen

Eberhard Sasse und Greg Clark, britischer Wirtschaftsminister
© Goran Gajanin / IHK

Bei einem Treffen des britischen Wirtschaftsministers Greg Clark (im Bild rechts) in der IHK für München und Oberbayern stand der Brexit im Mittelpunkt der Gespräche. „Die bayerischen Unternehmen mit wirtschaftlichen Beziehungen zu Großbritannien dürfen von der Politik nicht im Ungewissen gelassen werden. Stattdessen benötigen sie nun möglichst rasch eine starke und sichere Perspektive für die Zukunft. Deshalb sind vorausschauende und durchdachte Verhandlungen mit der EU in Hinblick auf die wirtschaftlichen Interessen von höchster Dringlichkeit“, erklärt IHK-Präsident Eberhard Sasse (links).

Britischer Wirtschaftsminister Clark betont gemeinsame Interessen bei Treffen mit IHK

Clark versprach, dass unabhängig vom Brexit die EU-Länder und insbesondere Deutschland die wichtigsten Handelspartner für das Vereinigte Königreich bleiben. Großbritannien wolle „ernsthaft, professionell und aufrichtig“ über die Zukunft des Landes in Europa verhandeln. Der Minister betonte die gemeinsamen Interessen zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich. „Zwischen beiden Ländern gibt es beim Thema Freihandel deckungsgleiche Positionen. Darauf wollen wir auch in Zukunft aufbauen.“ Zudem lobte Clark den Freistaat: „Bayern ist ein Musterbeispiel für die regionale Organisation einer erfolgreichen Industrie- und Wirtschaftspolitik. Von diesen Erfahrungen kann das Vereinigte Königreich lernen.“


Großbritannien ist nach den USA das wichtigste Exportland für die bayerische Industrie: 2015 wurden Waren im Wert von insgesamt 15,5 Milliarden Euro exportiert.