Pressemeldung vom 02.03.2020

Verkehrskonzept für Großraum München: IHK pocht auf Beteiligung der Wirtschaft

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© Michael Fleischmann

In der Debatte um das Verkehrskonzept für den Großraum München fordert die IHK für München und Oberbayern erneut mehr Rücksicht auf die Interessen von Unternehmen und Anwohnern sowie eine frühzeitige Abstimmung der geplanten Maßnahmen.

Gößl: „Lehnen Aktionismus und Einzelmaßnahmen ab“‎

„Ein modernes Verkehrsmanagement ist in der Lage, den städtischen Verkehr für alle verträglich zu steuern, ohne die freie Wahl des Verkehrsmittels einzuschränken“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl. Benötigt werde unter anderem ein Sofort­programm für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sowie ein Parkraumkonzept, das genügend Flächen für Anwohner, Unternehmen und Lieferverkehr zur Verfügung stellt.

„Mobilität und Erreichbarkeit in der Innenstadt sind essenzielle Standortfaktoren für unsere Unternehmen, deren Mitarbeiter, Kunden, Gäste sowie Pendler und Anwohner. Deswegen müssen gute Lösungen für alle Beteiligten gefunden werden“, unterstreicht Gößl. Er warnt vor Schnellschüssen, wie beispielsweise der isolierten Streichung von Autospuren. „Die Innenstadt erreichen und beliefern zu können, ist für viele Unternehmen, deren Kunden und Mitarbeiter ohne Alternative. Die Mobilitätsdebatte auf dem Rücken der Gewerbetreibenden auszutragen, ist der falsche Weg und führt zu einer Schwächung unserer Wirtschaftsstruktur, darunter auch viele alteingesessene Unternehmen aus Handel, Gastronomie und Hotellerie“, betont Gößl.

Neben dem massiven Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs setzt die IHK auf ein effizienteres Management des fließenden Verkehrs und des Parkraums einschließlich höherer Parkgebühren sowie auf einen Ausbau der Radinfrastruktur mit Augenmaß. Das Gesamtkonzept findet sich im Eckpunktepapier „Innovative und nachhaltige Mobilität im Großraum München 2030“, das die Vollversammlung der IHK für München und Oberbayern im Dezember 2019 verabschiedet hat.