25.07.2019

IHK-Vollversammlung antwortet auf Industrie-Initiative von Bundesminister Altmaier

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In der jüngsten Vollversammlung der IHK München und Oberbayern haben die Unternehmerinnen und Unternehmer auf die „Nationale Industriestrategie 2030“ von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier geantwortet. Dabei hat die IHK in einem eigenen Positionspapier die Rahmenbedingungen für eine innovative Industriepolitik zusammengefasst.

Einführung einer Azubicard ab September

„Eine vorausschauende Industriepolitik bedeutet, Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit zu finden. Freier Handel, eine durchdachte Flächenpolitik sowie die bezahlbare und sichere Energieversorgung sind dabei nur die prominentesten Herausforderungen“, erklärt IHK-Präsident Eberhard Sasse. Die IHK-Vollversammlung begrüßt den Vorstoß der Bundesregierung für eine strategische Industriepolitik. „Staatliches Eingreifen soll sich in diesem Zusammenhang aber auf Marktversagen beschränken. Wichtiger ist, die konkrete Politik an die Bedürfnisse des Mittelstandes auszurichten“, unterstreicht Sasse. Als Beispiel nennt er die Innovationspolitik. Förderprogramme für Innovationen und Investitionen müssen sich mehr als bisher an der betrieblichen Realität von kleinen und mittelständischen Betrieben orientieren. Derzeit konzentrieren sich laut IHK 87 Prozent der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Bayern auf Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten.

In der Vollversammlung wurde außerdem die neue „Azubicard“ vorgestellt, die ab September eingeführt wird. Damit können die rund 44.000 oberbayerischen Azubis bei Bedarf online Informationen rund um ihr Ausbildungsverhältnis abrufen und zukünftig bei teilnehmenden Partnerbetrieben von Vergünstigungen profitieren. Unternehmen und Einrichtungen, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen am Programm teilnehmen möchten, können sich direkt bei der IHK melden: 089 / 51160 oder azubicard@muenchen.ihk.de.