04.07.2019

IHK und Landeshauptstadt:
20 Jahre gemeinsame Starthilfe für Gründer

Feier 20 Jahre MEB am 4. Juli 2019
© Andreas Gebert

Vor 20 Jahren gründeten die IHK München und die Landeshauptstadt München gemeinsam das Münchner Existenzgründungs-Büro (MEB), um für angehende Selbstständige eine zentrale Anlaufstelle rund um alle Gründerfragen zu schaffen. Seit Eröffnung am 5. Oktober 1998 hat das MEB in Telefonaten, persönlichen Beratungen und mit Informationsveranstaltungen über eine Viertelmillion Mal Gründern in spe Starthilfe bei ihren Geschäftsideen gegeben. Im Schnitt finden mehr als sieben Einzelberatungen pro Tag statt.

Münchner Existenzgründungs-Büro leistet großen Beitrag für aktive ‎Gründerszene

"Die Gründungsdynamik ist ein genauso wichtiger Indikator für einen gesunden Wirtschaftsstandort wie die Zahl der börsennotierten Unternehmen. Junge Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, setzen innovative Ideen um und tragen damit maßgeblich zur Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft bei", betonte IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl bei einem Pressegespräch zum Jubiläum. Gößl lobte die bundesweit einzigartige Kooperation zwischen einer IHK und einer Kommune.

Clemens Baumgärtner, Referent für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München, sagte: "Jede einzelne Gründung ist ein Gewinn für die Wirtschaft. München profitiert von Menschen, die den Mut haben, sich selbstständig zu machen. Dafür schafft die Stadt günstige Bedingungen. Durch neue Finan­zierungsideen, Flächen und kompetente Beratung, wie sie das MEB seit 20 Jahren erfolgreich anbietet."

Gründertrends und Bilanz

Dauerbrenner in der MEB-Beratung sind Steuer- und Rechtsfragen, Möglichkeiten der Kranken- und Rentenversicherung für Selbstständige, betriebswirtschaftliche Fragen rund um den Businessplan und die Liquidität sowie die Finanzierung der Geschäftsidee. Die meisten Gründer, die ins MEB kommen, sind in den Bereichen Dienstleistungen (37 Prozent), Handel (21 Prozent), Gastronomie und Tourismus (12 Prozent) aktiv. Der Bereich Neue Technologien oder Start-Ups spielt bei 7 Prozent der Interessenten eine Rolle.

Generell sind die Gründerzahlen in München seit dem Hoch von 2011 mit 22.212 Gewerbeanmeldungen zurückgegangen und folgen damit dem bundesweiten Trend. 2018 wurden noch 12.229 Gründungen in der Landeshauptstadt verzeichnet, so die Angaben des Statistischen Landesamts. Verantwortlich dafür ist nach Expertenansicht vor allem die gute Situation am Arbeitsmarkt. Gute Gehaltsaussichten und eine sichere Anstellung hemmen den Schritt in die Selbstständigkeit mit ihren Risiken. Der Saldo von Gewerbean- und abmeldungen ist in München allerdings nach wie vor positiv und 2018 im Vergleich zum Vorjahr sogar wieder leicht gestiegen.

Mit Elan und Einfallsreichtum

Beim Pressegespräch berichteten auch erfolgreiche Gründerinnen und Gründer, wie ihnen die Starthilfe des MEB bei den ersten Schritten zum eigenen Unter­nehmen geholfen hat. Zu ihnen gehörte Johannes Diem, der nach dem Studium das Sportgeräte-Start-Up Pullup&Dip gründete, das mittlerweile Kunden in 60 Ländern hat. Auch die Umwelttechnik-Unternehmerin Birgit Gehr, die bereits 2002 ihre Firma gründete, sowie Daniela Weinhold und Nastasia Broda vom 2018 ins Leben gerufenen veganen Catering-Dienst Urban Pop Up Food und einer gemeinsam betriebenen Sharing-Plattform für Gewerbe- und Kreativräume teilten ihre Erfahrungen über den Weg in die Selbstständigkeit.

Das MEB hat seinen Sitz im IHK-Stammhaus in der Max-Joseph-Straße 2 und ist unter Telefon 089 5116 1762 und Email meb@muenchen.ihk.de zu erreichen. Termine können auch online unter www.gruenden-in-muenchen.de vereinbart werden.

Bildunterschrift: Am 4. Juli 2019 beim 20-jährigen Jubiläum des Münchner Existenzgründungs-Büros (MEB) in der IHK München: (v.l.n.r.) Birgit Gehr, Geschäftsführerin des Umwelttechnikunternehmens BLUES, IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl, Johannes Diem vom Fitnessgerätehersteller PullUp&Dip, Clemens Baumgärtner, Referent für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München, und die Gründerinnen Daniela Weinhold und Nastasia Broda von Urban Food Pop Up und der Sharing-Plattform für Gewerbe- und Kreativräume Shquared. © IHK München / Andreas Gebert