31.01.2019

Gößl: „Wirtschaft für praxistaugliche und unbürokratische Reform der Grundsteuer“‎

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Die IHK für München und Oberbayern unterstützt die von der deutschen Wirtschaft geforderte wertunabhängige Neuregelung der Grundsteuer.

Wertunabhängiges Flächenmodell sorgt für Rechtssicherheit

„Nur ein Modell, bei dem die Fläche einer Immobilie maßgeblich für die Ermittlung der Steuerhöhe ist, garantiert eine transparente Besteuerung und damit Rechtssicherheit für die Unternehmen“, erklärt Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. „Außerdem verhindert dieses Modell unnötige Mehrbelastungen, die sich nachteilig auf unseren Standort auswirken würden“, so Gößl weiter.

Ziel des Gesetzgebers muss es jetzt sein, umgehend eine einfache und vor allem praxistaugliche Regelung festzulegen, die für die Unternehmen Planungssicherheit schafft, und die innerhalb der vom Bundesverfassungsgericht vorgegebenen Fristen verfassungsgemäß umgesetzt werden kann. Ein wertunabhängiges Flächenmodell eignet sich aus Sicht der bayerischen Unternehmen dafür am besten. Weiterhin würde es von Anfang an eine vollständig digitale Steuererhebung ermöglichen. Der einmalige Einführungsaufwand sowie der laufende administrative Aufwand blieben laut Gößl vergleichsweise gering.

Ein wertabhängiges Modell ist aus Sicht der Wirtschaft abzulehnen, da es zu einem extremen Bürokratieaufwand sowohl in der Verwaltung als auch bei den Steuerpflichtigen führt. Im Falle dieses Modells müssten mehrere Millionen Grundstücke in Bayern regelmäßig über komplexe Verfahren individuell neu bewertet werden. „Unsere Unternehmen brauchen kein neues Bürokratiemonster, das darüber hinaus unnötig Steuergelder verschlingen würde“, so Gößls Warnung.