21.09.2018

‎„Wohnoffensive“ ändert wenig am fehlenden Bauland

Baukräne
© Michael Rosskothen / fotolia

Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) sieht das heute von der Bundesregierung angekündigte Bündel von Maßnahmen für mehr Wohnungsbau als Schritt in die richtige Richtung. BIHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen bemängelt jedoch, dass im Paket keine ausreichenden Maßnahmen für das Aktivieren von Bauland vorgesehen sind.

Driessen: Gute Ansätze für weniger Bürokratie am Bau enthalten

„Fehlende Flächen für den Wohnungsbau und die daraus resultierenden hohen Grundstückspreise sind die größten Hürden für die Bau- und Immobilienwirtschaft, die steigende Nachfrage nach Wohnraum und Eigenheimen zu befriedigen“, so Driessen. „Deswegen fordern wir Verkaufsanreize für Grundstücke aus privater Hand, zum Beispiel über steuerliche Freibeträge bei Verkäufen an Kommunen“, sagt der BIHK-Chef.

Driessen bewertet dagegen die angekündigte schlankere und vereinheitlichte Bauordnung sowie die deutschlandweite Einführung eines digitalen Bauantrags als längst überfällig. „Damit können die Bürokratielasten für Bauherren deutlich gesenkt und Verfahren beschleunigt werden“, sagt der BIHK-Chef. Er betont, dass für Bayern als dem Bundesland mit einer der höchsten Zuwanderungs- und Bevölkerungszuwachsraten in Deutschland die Wohnraumfrage von besonders großer Bedeutung sei. Ausreichender Wohnraum sei auch eine zentrale Voraussetzung, um den großen Fachkräftebedarf der bayerischen Wirtschaft durch Zuzug und Zuwanderung zu decken.