18.04.2018

Bayerische Wirtschaft: Positive Signale von Söder‎

Markus Söder Ministerpräsident Bayerns
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Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) begrüßt die wirtschaftspolitischen Signale in der ersten Regierungserklärung des neuen bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). „Das Zukunftsprogramm bekräftigt den bayerischen Anspruch, auf der Grundlage marktwirtschaftlicher Prinzipien und einer innovationsfreudigen und wirtschaftsfreundlichen Politik den Platz an der Spitze Deutschlands und Europas zu verteidigen und weiterzuentwickeln. Dabei hat die Staatsregierung die vollste Unterstützung der bayerischen IHKs“, sagt BIHK-Präsident Eberhard Sasse.

BIHK-Präsident Sasse: „Innovationsfreudiges und wirtschaftsfreundliches Programm“‎

„Es ist gut für den Standort Bayern, wenn sich die Staatsregierung als Kümmerer für die Wirtschaft sieht, den Mittelstand als Basis des bayerischen Erfolgs versteht, und den Leitspruch verinnerlicht hat, dass Leistung sich lohnen muss“, so Sasse weiter. Der BIHK-Präsident bewertet ebenfalls positiv, dass in zentralen Fragen für die Wirtschaft, darunter Gründungsklima, Digitalisierung und Fachkräftemangel, bereits Maßnahmen geplant sind. „Das Ziel der Unternehmensgründung an einem Tag ist eine gute Botschaft, genauso wie die Fortsetzung des Digitalbonus für Betriebe und das neue bayerische Fachkräfteprogramm“, sagt der BIHK-Präsident. Die bayerische Wirtschaft unterstütze alle Vorstöße, bislang unausgeschöpftes heimisches Fachkräftepotenzial zu heben. „Die Erfahrung und die Arbeitsmarktdaten der vergangenen Jahre zeigen jedoch, dass zusätzlich die arbeitsmarktorientierte Zuwanderung ein wichtiges Instrument der Fachkräftesicherung in Bayern bleiben wird“, so Sasse. Der BIHK-Präsident fügt an: „Wir wissen auch, dass Ministerpräsident Söder hinter der Notwendigkeit der Berufsausbildung steht. Die Fachkräftelücke in Bayern ist im Bereich der beruflich Qualifizierten größer als bei den Akademikern“, so Sasse. Die angekündigte Investitionsagentur, die Unternehmen bei der Standortverlagerung in den ländlichen Raum helfen soll, stelle Politik und Wirtschaft vor eine große Aufgabe, sagt der BIHK-Präsident. „Das Wirtschafts- und Jobwachstum der Ballungsräume lässt sich nicht kurzfristig per Knopfdruck zwischen den Regionen verschieben“, gibt Sasse zu bedenken.