24.07.2017

BIHK-Präsident Sasse: „Starke Berufsbildung sorgt für starken Wirtschaftsstandort“

Gemeinsam mit der Staatsregierung hat der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) den Pakt für berufliche Bildung unterzeichnet. Besonders positiv sieht BIHK-Präsident Eberhard Sasse die Fokussierung des Übereinkommens auf das Thema Digitalisierung. Allein für das Jahr 2018 sind dafür 32 Millionen Euro und die Schaffung von 100 zusätzlichen Lehrerstellen an den Berufsschulen vorgesehen.

Bayerische IHKs begrüßen Initiative der Staatsregierung

„Diese geplanten Investitionen sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg in Richtung Berufsbildung 4.0. Damit übernehmen wir Verantwortung für die 140.000 Auszubildenden in den IHK-Betrieben und leisten einen essentiellen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Industrie, Handel und Dienstleistungen“, so Sasse. „Eine starke Berufsbildung“, erklärt der BIHK-Präsident, „sorgt für einen starken Standort“.

Im Rahmen der Vereinbarung engagieren sich die IHKs im Freistaat an mehreren Stellen. Über ihre Bildungsstätten wird beispielsweise die IHK Akademie Schwaben die digitale Transformation insbesondere im ländlichen Raum vorantreiben. Die IHK Akademie München und Oberbayern baut ihrerseits ein eigenes „Digitallabor Industrie 4.0“ auf, um beruflich qualifizierte Fach- und Führungskräfte fit für die Digitalisierung zu machen. Außerdem plant die IHK Ausbilderakademie Bayern die Einführung einer Zusatzqualifikation „Ausbilder 4.0“ für Lehrkräfte an Berufsschulen und betriebliche Ausbilder. Mit dem Bayerischen Kultusministerium wird das Projekt „Lernortkooperation 4.0“ umgesetzt, um die neuen Kompetenzzentren der Berufsschulen mit Ausbildungsbetrieben und Ausbildern zu vernetzen.

Neben dem BIHK unterzeichneten auch die Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Handwerkskammern, die Regionaldirektion Bayern der Agentur für Arbeit sowie der Verband der Bayerischen Wirtschaft die Initiative von Wirtschaftsministerium, Kultusministerium und Sozialministerium in der Bayerischen Staatskanzlei.