19.11.2018 - Bad-Tölz-Wolfratshausen - Garmisch-Partenkirchen - Miesbach - Weilheim - Schongau

Goldener Herbst für die Wirtschaft im Oberland ‎

Die Geschäfte der Wirtschaft im Oberland laufen weiterhin rund. Wie aus der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage unter Betrieben aus den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Weilheim-Schongau hervor­geht, sind 57 Prozent mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden und nur vier Prozent unzufrieden. Der IHK-Konjunktur-
index liegt für das Oberland mit 132 Punkten weiterhin klar über dem langjährigen Durchschnitt von 121 Punkten.

Investitionsbereitschaft steigt auf 8-Jahres-Hoch / Fachkräftemangel bremst Wachstum

„Die Stimmung bei den Unternehmen bleibt weiterhin positiv. Sehr viele schauen zuversichtlich in die kommenden zwölf Monate. Jedes vierte Unternehmen (25 Pro­zent) rechnet mit weiterem Wachstum und nur jedes zehnte (11 Prozent) mit Einbu­ßen“, erläutert Reinhold Krämmel, Sprecher des IHK-Forums Region Oberland. Diese Zuversicht kommt auch in den Investitionsplänen zum Tragen. So will etwa jedes dritte Unternehmen mehr investieren und nur vier Prozent wollen entspre­chende Budgets kürzen. Insgesamt steigt die Investitionsbereitschaft per Saldo von 20 auf 31 Punkte. Das ist der höchste Wert seit fast acht Jahren.

Jahreszeitlich bedingt sind die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt gemischter als im Frühjahr. Zwei von zehn Unternehmen möchten zusätzliche Arbeitskräfte einstellen. Allerdings planen 13 Prozent nach fünf Prozent im Frühjahr einen Stellenabbau. Gleichzeitig sorgen sich viele Betriebe weiterhin um die Verfügbarkeit von Fachkräf­ten. 63 Prozent der befragten Unternehmen bezeichnen den Fachkräftemangel als Geschäftsrisiko. Fast die Hälfte (47 Prozent) konnte zuletzt offene Stellen länger­fristig nicht besetzen.

Hinsichtlich der politischen Rahmenbedingungen wächst die Unsicherheit der Unternehmen.
43 Prozent bewerteten diese in der Herbst-Umfrage als Risiko. Krämmel warnt: „Immer mehr Stolpersteine liegen den Unternehmen im Weg. Neben dem Fachkräftemangel, Unsicherheiten bei Exportgeschäften oder einer nachlassenden Inlandsnachfrage gibt ihnen auch die sinkende politische Stabilität der Bundesregierung zu denken.“ Krämmel fordert deshalb insbesondere von der neuen Bayerischen Staatsregierung, alles für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschafts­standorts Bayern zu tun. Dazu gehören der schnelle digitale Netzausbau an den Unternehmensstandorten, Unterstützung beim Bürokratieabbau und weniger staatliche Regulierung.