25.05.2018 - Bad-Tölz-Wolfratshausen - Garmisch-Partenkirchen - Miesbach - Weilheim - Schongau

Gute Stimmung bei der Wirtschaft im Oberland ‎

Auch die Frühjahrsgeschäfte laufen für die Wirtschaft im Oberland sehr gut. Wie aus der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage für die Landkreise Bad Tölz-Wolfrats­hausen, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Weilheim-Schongau hervorgeht, sind 54 Prozent der Betriebe mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden und nur acht Pro­zent unzufrieden. Der Konjunkturindex der IHK für München und Oberbayern liegt für das Oberland bei 131 Punkten und damit weiterhin klar über dem langjährigen Durchschnitt von 120 Punkten.

Unternehmen weiter in Investitionslaune / Fachkräftemangel bleibt Wachstumsbremse ‎

„Der Konjunkturmotor läuft auch in den kommenden Monaten für unsere Betriebe auf Hochtouren. Zwar hat die Euphorie vom Jahresanfang etwas nachgelassen, aber noch immer rechnet mehr als jedes vierte Unternehmen (28 Prozent) mit einer Belebung und nur jedes zehnte (11 Prozent) mit einer Eintrübung seiner Geschäfte“, erläutert Klaus Bauer, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Weilheim-Schongau. Bauer betont: „Die Investitionspläne zeigen deutlich, dass die Unter­nehmen optimistisch bleiben. Die Kapazitäten sind sehr gut ausgelastet, jedes dritte Unternehmen möchte mehr investieren.“ Auch die Nachfrage nach neuen Arbeits­kräften bleibt hoch. Fast 20 Prozent der Betriebe wollen neue Mitarbeiter einstellen, lediglich 5 Prozent planen einen Stellenabbau. Gleichzeitig steigen ihre Sorgen wegen des Fachkräftemangels. Fast zwei von drei Unternehmen (65 Prozent) sehen darin ein Geschäftsrisiko. Das ist ein neuer Höchststand.

Als weitere Wachstumsbremse erweisen sich fehlende Gewerbeflächen. Aktuell möchten sich 45 Prozent der Betriebe in der Fläche erweitern. 40 Prozent davon beklagen, dass sie Probleme haben, geeignete Flächen zu finden. „Fehlende Flächen führen auch zu einem Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Das wiederum bremst den Zuzug von zusätzlichen Fachkräften in die Region. Das Gebot der Stunde ist deshalb mehr interkommunale Zusammenarbeit. Was wir brauchen, ist ein strategisches, langfristig angelegtes und vor allem gemeindeübergreifendes Flächenmanagement. Nur so wird es den Kommunen gelingen, ihre verfügbaren Flächen effizienter zu nutzen, Wohnraum zu schaffen und den Betrieben Erweiterungsmöglichkeiten zu bieten“, fordert Bauer.