02.03.2018 - Bad-Tölz-Wolfratshausen - Garmisch-Partenkirchen - Miesbach - Weilheim - Schongau

Wirtschaft im Oberland startet mit Beststimmung ins neue Jahr

Stabhochsprung Rekord Konjunktur
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Die Wirtschaft im Oberland ist in Beststimmung ins neue Jahr gestartet. Laut der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK für München und Oberbayern liegt der Konjunkturindex für die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau bei derzeit 132 Punkten. Er erreicht damit zwar nicht den Höchstwert vom Herbst 2017 (136 Punkte), entspricht aber im Langzeitvergleich seinem Rekordwert von Anfang 2017.

Fachkräftemangel und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen bereiten Sorgen

„Die Geschäfte laufen für die Unternehmen sehr gut und die positiven Konjunkturaussichten aus der Herbstumfrage haben sich bestätigt“, erklärt Petra Reindl, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Miesbach. So bewerten 54 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage als gut. Nur jedes zehnte Unternehmen äußert sich unzufrieden. An der positiven Stimmung werde sich laut Reindl in den kommenden zwölf Monaten kaum etwas ändern: „Die Erwartungen der Betriebe fallen sogar noch höher aus als im Herbst. Fast jedes dritte Unternehmen (30 Prozent) geht von einer weiteren Verbesserung aus, nur neun Prozent rechnen mit einem Dämpfer. So optimistisch sind wir zuletzt 2011 in ein neues Jahr gestartet“, betont die Vorsitzende.

Aufgrund der sehr guten Lage ist in der Wirtschaft der Wunsch nach Weiterentwicklung groß: Etwa ein Drittel der Unternehmen möchte mehr investieren. Ein Viertel will außerdem neue Arbeitsplätze schaffen. Das ist ebenfalls ein Rekordwert, der zuletzt im Frühjahr 2011 erreicht wurde. Vor allem der akute Fachkräftemangel und die wirtschaftspolitischen Unsicherheiten bereiten den Unternehmen jedoch Sorgen. „Auf den Fachkräftemangel als Wachstumsbremse verweisen 60 Prozent der Befragten, ein neuer Höchststand für das Oberland“, so Reindl. Vier von zehn Unternehmen benennen die mit dem Fachkräftemangel verbundenen steigenden Arbeitskosten als Unsicherheitsfaktor. Weiterhin stufen 50 Prozent der Umfrageteilnehmer die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als Risiko ein. Hierzu hat auch die schwierige Regierungsbildung der letzten Monate beigetragen, denn 45 Prozent der Unternehmen in der Region benennen diese explizit als Belastung. Zunehmend Sorgen bereiten den Unternehmen auch die Kosten für Energie und Rohstoffe. 37 Prozent sehen hierin ein Geschäftsrisiko.