21.12.2017 - Weilheim - Schongau

Begeisterte Gäste beim ersten Schülercafé der IHK ‎

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© IHK

Welcher Beruf passt zu mir? Was heißt eigentlich duale Berufsausbildung? Und wie geht es in der Berufsschule zu? Um diese und viele weitere Fragen drehte sich alles beim ersten Schülercafé der IHK, zu dem vor kurzem die Bildungsberater Martina Löffelmann und Gerhard Eder in die
IHK-Geschäftsstelle Weilheim eingeladen hatten. Rund 30 Schülerinnen und Schüler von den Realschulen Peißenberg und Weilheim kamen vorbei und informierten sich einen Nachmittag lang über verschiedene Berufsbilder, den Ablauf einer Berufsausbildung oder Entwicklungsmöglichkeiten für Azubis nach dem Ausbildungsabschluss.

Alles rund um die Berufsausbildung / Realschüler aus Peißenberg und Weilheim informieren sich

„Die duale Berufsausbildung muss wieder als gleichberechtigter Karriereweg neben dem Studium wahrgenommen werden. Wir müssen den Jugendlichen besser klar machen, dass eine Ausbildung nach der Schule hervorragende Perspektiven bietet. Das wollen wir mit dem Schülercafé erreichen“, erklärt Bildungsberater Eder. „Im Café können sich die Jugendlichen in lockerer Atmosphäre mit unseren IHK-Ausbildungsscouts und uns Bildungsberatern darüber austauschen. Außerdem planen wir, künftig auch Personalverantwort­liche aus Unternehmen einzuladen, die zum Beispiel erklären, wie ein Bewerberauswahlverfahren abläuft oder wie man sich auf einen Vorstellungs­termin optimal vorbereitet. Wichtig ist für uns, den Jugendlichen im Café Infos aus erster Hand zu geben. Nur so können wir ihnen in einer sehr spannenden Lebensphase eine gute Orientierungshilfe bieten“, so Eder weiter.

Bei der Auftaktveranstaltung war das Eis in der Runde schnell gebrochen. Zur Aufwärmung hatten die IHK-Bildungsberater eine Smartphone-App program­miert. Wie in einer Quiz-Show mussten die Schüler in der App Fragen rund um die Berufsausbildung beantworten. Bei Unklarheiten oder Falschantwort wurde die Frage gleich in der großen Runde besprochen, so dass eine lebendige Diskussion entstand. Ebenfalls dabei waren zwei IHK-Ausbildungsscouts. Die Azubis von Bauer Maschinen und Technologie und aus dem Unfallklinikum Murnau, die sonst regelmäßig an den Schulen im Landkreis über die Berufs­ausbildung informieren, stellten im Café ihre Berufe Elektroniker für Betriebs­technik und Kauffrau im Gesundheitswesen vor. Sie berichteten den fast Gleichaltrigen anschaulich aus ihrem Ausbildungsalltag und gaben ungeschmink­te Einblicke in ihr Leben als Azubi und Berufsschüler. Begeistert zeigten sich die Teilnehmer auch vom parallel angebotenen professionellen Fotoshooting für die Bewerbungsmappe.

Das Feedback der Schüler fiel durchweg positiv aus. Besonders gefiel ihnen, dass sich das Angebot ausschließlich an sie als Neuntklässler gerichtet hat und eben nicht an Lehrer, Eltern oder Schüler jüngerer Jahrgänge. „Das schafft eine Atmosphäre auf Augenhöhe“, bestätigt Bildungsberaterin Löffelmann. Ihr zufolge müsse viel mehr getan werden, um vor allem Schüler, die sich kurz vor oder schon auf der Zielgeraden zum Schulabschluss befinden und oft auf der Suche nach einem passenden Praktikumsplatz sind, besser zu erreichen. „Wir brauchen neue und vor allem kreative Ansätze. Nach dem super Feedback unserer ersten Teilnehmer haben wir mit der Café-Idee anscheinend einen echten Volltreffer gelandet. Deshalb werden wir auch im Januar gleich mit der Vorbereitung unserer nächsten Termine – auch in anderen Landkreisen – beginnen“, freut sich Löffelmann.