01.04.2016 - Berchtesgadener-Land

18 Unternehmer und 5 Unternehmerinnen bewerben sich um 15 Mandate

Bad Reichenhall – Die IHK für München und Oberbayern, die größte Industrie- und Handelskammer Deutschlands, ruft zur Wahl ihres höchsten Gremiums, der IHK-Vollversammlung, sowie von 19 IHK-Regionalausschüssen auf. Aus dem Berchtes­gadener Land bewerben sich 18 Unternehmer und 5 Unternehmerinnen um die 15 Sitze im neuen IHK-Regionalausschuss Berchtesgadener Land. Ein Unternehmer aus dem Landkreis kandidiert sowohl für den IHK-Regionalausschuss als auch für einen der 71 per Direktwahl vergebenen Sitze in der IHK-Vollversammlung. Bis zum 6. Mai 2016 können in ganz Oberbayern rund 390.000 IHK-Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen ihre Stimme in einer Briefwahl abgeben.

„Das wichtigste Anliegen des IHK-Gremiums Berchtesgadener Land ist die Sicherung der Wirtschaftskraft im Landkreis“, sagte Irene Wagner, Vorsitzende des IHK-Gremiums, bei einem Pressegespräch in Bad Reichenhall heute. Weil ein dynamischer Wirtschaftsstandort das Ergebnis vieler Kräfte sei, zähle das IHK-Gremium den Kontakt und die Zusammenarbeit mit allen Akteuren in den Kommunen, Landkreisen, Verbänden und Behörden zu den Kernbereichen seiner Arbeit, führte Wagner aus. So hat sich das IHK-Gremium in den vergangenen fünf Jahren intensiv mit der Verbesserung der Infrastruktur in der Region beschäftigt und ist für den Ausbau der A8, der B20 und der Bahnstrecke zwischen Mühldorf und Freilassing eingetreten. „Aus der IHK-Standortumfrage 2015 wissen wir, dass die Unternehmen mit der Bürokratie in den Verwaltungen und dem Mangel an Fachkräften am wenigsten zufrieden sind“, erläuterte Wagner. Diese Forderungen, aber auch die Themen Gewerbeflächen und Berufsausbildung, habe das IHK-Gremium immer wieder in den Dialog mit dem Landratsamt und Gemeinden eingebracht.

„Gerade für die kleinen und mittleren Unternehmen ist die IHK der wichtigste Anwalt gegenüber der Politik“, sagte Wagner. „Die IHK-Vollversammlung und die Regional­ausschüsse mit ihren demokratisch gewählten, ehrenamtlichen Mandatsträgern aus der Mitte der Wirtschaft sind der Garant dafür, dass die IHK eine starke Organisation der Wirtschaft ist“, erläuterte die Gremiumsvorsitzende. Während die Regionalausschüsse die Interessenvertretung der Unternehmen vor Ort übernehmen, entscheidet die IHK-Vollversammlung über die Leitlinien der IHK-Arbeit und bezieht Positionen im Namen der oberbayerischen Wirtschaft, sie wählt den Präsidenten oder die Präsidentin der IHK und bestellt die Hauptgeschäftsführung. Außerdem bestimmt sie über den IHK-Haushalt und legt die Höhe der IHK-Beiträge fest.

Der neue IHK-Regionalausschuss Berchtesgadener Land setzt sich künftig aus 15 Mitgliedern (bislang 18 Mitglieder) zusammen: Um die Wirtschaftsstruktur der Region repräsentativ abzubilden, sind dies 4 Mitglieder aus dem Bereich der „Industrie“, 4 aus dem Bereich „Handel“ und 7 aus dem Bereich „Dienstleistungen“. In seiner konstituierenden Sitzung am 6. Juni wird der neue IHK-Regionalausschuss Berchtesgadener Land eine neue Vorsitzende oder einen neuen Vorsitzenden wählen. 13 der bisherigen Gremiumsmitglieder kandidieren erneut.

Die IHK ist die gesetzliche Vertretung der gewerblichen Wirtschaft. Die Aufgabe der IHK ist es, das Gesamtinteresse der ihr zugehörigen Gewerbetreibenden wahrzunehmen, für die Förderung der gewerblichen Wirtschaft zu wirken und dabei die wirtschaftlichen Interessen einzelner Gewerbezweige oder Betriebe abwägend und ausgleichend zu berücksichtigen. Insgesamt kandidieren bei der IHK-Wahl 542 Unternehmer und 90 Unternehmerinnen für 400 ehrenamtliche Mandate.