18.11.2016 - Bad-Tölz-Wolfratshausen - Landsberg - Miesbach - Weilheim - Schongau

Regionale Wirtschaft im Stimmungshoch ‎

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Die Wirtschaft im bayerischen Oberland ist guter Stimmung in den Herbst gestartet. Der IHK-Konjunkturindex bewegt sich mit starken 128 Punkten weiterhin auf dem hohen Niveau vom Frühjahr und Jahresanfang. Das ergab die Herbst-Konjunkturumfrage der IHK für München und Oberbayern für die Land­kreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Weilheim-Schongau.

IHK-Konjunkturindex bei 128 Punkten / Geschäftserwartungen jedoch gedämpft

Die Unternehmen sind nach einer leichten Delle im Frühjahr mit ihrer Situation wieder deutlich zufriedener. 57 Prozent bezeichnen ihre Wirtschaftslage als ‚gut‘ und nur sechs Prozent als ‚schlecht‘“, erläutert Peter Driessen, Hauptgeschäfts­führer der IHK für München und Oberbayern. Damit steigt der Saldo der Bewertungen zur Geschäftslage – das ist die Differenz zwischen den Anteilen positiver und negativer Bewertungen – von 36 auf 51 Punkte und erreicht den Rekordwert von Anfang 2016.

„Trotz der positiven Lage blicken die Unternehmen vorsichtig in die Zukunft und haben ihre Erwartungen an die kommenden zwölf Monate heruntergeschraubt. Die Euphorie vom Frühjahr ist verflogen“, so der IHK-Chef weiter. Per Saldo sinken die Geschäftserwartungen deutlich von 18 auf neun Punkte. 23 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer Belebung ihrer Geschäftsaktivitäten,
15 Prozent mit einer Eintrübung. Damit wird das Wachstum an Schwung verlieren. „Zum einen kommen hierbei jahreszeitliche Effekte zum Tragen. Zum anderen ist die Verunsicherung mit Blick auf die wirtschaftspolitischen Rahmen­bedingungen groß. Dazu zählen beispielsweise bürokratische Auflagen und die Unsicherheit über politische Entwicklungen allgemein. 46 Prozent der Betriebe sehen hierin ein Risiko für ihre Geschäftsentwicklung“, erläutert Driessen.

Dennoch halten die Unternehmen an ihren Beschäftigungsplänen weitestgehend fest – 18 Prozent wollen Personal einstellen, zwölf Prozent müssen Stellen abbauen. Bei ihren Investitionsplänen lassen sie mehr Vorsicht walten: 29 Pro­zent wollen ihre Investitionsbudgets erhöhen, 23 Prozent planen Abstriche oder keine Investitionen.