26.10.2016 - Starnberg

Neues Arbeitsprogramm für die IHK im Landkreis Starnberg

Den Wirtschaftsraum Starnberg fit für die Zukunft machen – dieses Ziel verfolgt der IHK-Regionalausschuss in den kommenden fünf Jahren. Dafür stehen die zwei Schwerpunkte „Aus- und Weiterbildung“ sowie „Familienfreundliche Arbeitswelt“ im Mittelpunkt.

Eickelschulte: „Mehr 450 Euro Jobs für Wiedereinstieg in den Beruf schaffen“‎

Vorsitzender Martin Eickelschulte schaut zuversichtlich auf die Amtsperiode: „Sechs von 17 Mitgliedern sind neu gewählt. Mit diesem frischen Wind wollen wir die Interessen für die Wirtschaft im Landkreis angehen. Unsere Hauptaufgabe bleibt die Interessenvertretung der Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.“

Weit oben auf der Agenda steht die Balance zwischen Arbeitswelt und Familienleben. „Wir brauchen attraktive Rahmenbedingungen, damit Fachkräfte und ihre Familien im Landkreis gehalten werden. Wir wollen mit der Expertise aus dem IHK-Hauptamt aufzeigen, wie Unternehmen ihre Arbeitswelten flexibler gestalten können. Morgens im Büro – am Nachmittag Home Office: Das ist eine Möglichkeit von vielen, Mitarbeitern entgegenzukommen.“ Große Bedeutung misst Eickelschulte den 450 Euro Jobs zu: „Die Wirtschaft benötigt mehr davon, um beispielsweise Müttern den Wiedereinstieg in den Beruf zu ermöglichen.“

Für den Regionalausschuss ist die Zukunft des Landkreises eng mit dem Thema Fachkräfte verbunden. „Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Schule-Wirtschaft werden wir den Dialog mit Schulen und Lehrern intensivieren. Unsere Botschaften sind stark: Beste Jobchance, Gehalt und Verantwortung ab dem ‎ersten Tag – das bietet kein Studium.‎“ Angehen will der Ausschuss auch das Thema Praktikum. „Die Schülerinnen und Schüler müssen wissen, welche Unternehmen im Landkreis Praktikumsplätze anbieten. Da gibt es noch Nachholbedarf.“, meint der Starnberger Unternehmer.

Konsens besteht zudem bei der Integration von Flüchtlingen. Eickelschulte erklärt: „Die Unternehmen haben bisher sehr unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Vom gemeinsamen Austausch und der Expertise der neuen IHK-Integrationsberater können deshalb alle sehr profitieren. Mit diesem Schwerpunkt wird sich deshalb eine eigene Sitzung des Regionalausschusses beschäftigen. Uns allen ist bewusst: Diese Aufgabe ist eine lange Reise und kein Kurztrip übers Wochenende. Was wir brauchen ist die richtige Kondition.“