20.10.2016 - Fürstenfeldbruck

Neues Arbeitsprogramm für die IHK in Fürstenfeldbruck ‎

Standortentwicklung, Verkehr und Infrastruktur, Ausbildung und Integration: Diese Schwerpunkte stehen im Mittelpunkt der Arbeit des neuen IHK-Regionalausschusses Fürstenfeldbruck. Vorsitzender Michael Steinbauer schaut zuversichtlich auf die kommenden fünf Jahre: „Zehn von 17 Mitgliedern sind erstmals im IHK-Ehrenamt. Mit diesem frischen Wind wollen wir die Interessen für die Wirtschaft im Landkreis angehen. Unsere Hauptaufgabe bleibt die Interessenvertretung der Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.“

Mehr bezahlbarer Wohnraum und aktive Innenstadtentwicklung / Integration ausbauen

Weit oben auf der Agenda steht die Standortpolitik mit dem Thema Innenstadtentwicklung. „Es darf nicht dem Zufall überlassen, in welche Richtung sich die Ortszentren mit dem Einzelhandel entwickeln. Die Kommunen benötigen die Hilfe der Unternehmen“, erklärt Steinbauer. Viel Bewegung will der Ausschuss zudem in den Wohnungsbau bringen. Denn Arbeiten und Wohnen im Landkreis dürften sich nicht ‎ausschließen. „Wir benötigen mehr erschwinglichen Wohnraum. Andernfalls wird es noch schwieriger, als Unternehmen Fachkräfte für den Standort zu gewinnen. Zu diesem Zweck möchten wir Politik, Verwaltung und Immobilienwirtschaft zusammenbringen.“

Beim Verkehr stellt sich der Ausschuss hinter die zweite Stammstrecke und dem Ausbau der B471, scheut sich aber nicht vor neuen Konzepten. Steinbauer ist überzeugt: „Es ist Zeit, dass Car-Sharing-Angebote endlich in den Landkreis kommen. Die Nachfrage ist da – deshalb werden wir auf die Anbieter zugehen.“

Das IHK-Kernthema Berufsbildung steht auch auf den Fahnen des neuen Regionalausschusses. „Unsere Botschaft an Jugendliche, Eltern und Lehrer lautet: Ausbildung ist eine ausgezeichnete Wahl. Insbesondere den Lehrkräften wollen wir die Ausbildung noch näherbringen, etwa mit eigenen Praktika. Mit solchen Praxiserfahrungen können die Schüler noch besser für eine Lehre begeistern werden, da sind wir uns im Ausschuss einig.“

Konsens besteht zudem bei der Integration von Flüchtlingen. „Die Unternehmen haben bisher sehr unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Vom gemeinsamen Austausch und der Expertise der neuen IHK-Integrationsberater können deshalb alle sehr profitieren. Zu diesem Schwerpunkt wird es deshalb eine eigene Veranstaltung geben. Uns allen ist bewusst: Diese Aufgabe ist ein Marathon und kein Sprint. Was wir brauchen ist die richtige Kondition“, ist Steinbauer überzeugt.