13.10.2016 - Ebersberg

Neues Arbeitsprogramm für die IHK in Ebersberg

Bildung und Integration, Verkehr und Standortentwicklung, diese Schwerpunkte stehen im Mittelpunkt der Arbeit des neuen IHK-Regional-ausschuss Ebersberg. Die Vorsitzende Sonja Ziegltrum-Teubner schaut zuversichtlich auf die kommenden fünf Jahre: „Zehn von 17 Mitgliedern sind neu in den Ausschuss gewählt worden. Mit diesem frischen Wind in den Segeln wollen wir für die Wirtschaft im Landkreis wieder viel bewegen. Unsere Hauptaufgabe bleibt die Interessensvertretung der Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.“

Eigene Berufsschule für den Landkreis / Wohnbau ankurbeln, Integration ausbauen

Ganz oben auf der Agenda steht das Thema Bildung. Damit der Landkreis wieder attraktiver für die duale Ausbildung wird, fordert der Regionalausschuss eine eigene Berufsschule. „Ebersberg braucht diese Einrichtung – davon sind wir im Ausschuss überzeugt. Anstatt nach Rosenheim oder München zu pendeln, sollen die Azubis vor Ort die Schule besuchen können. Das kann helfen, die Attraktivität der Lehre weiter zur stärken“, so Ziegltrum-Teubner.

Großen Bedarf nach Austausch sehen die Unternehmen bei der Integration von Flüchtlingen. „Es ist eine große Chance. Fest steht aber auch: Diese Aufgabe ist ein Marathon und kein Sprint. Aus vielen Gesprächen wissen wir, dass die Ebersberger Unternehmen bisher sehr unterschiedliche Erfahrungen gesammelt haben. Deshalb wollen wir einen engen Dialog mit den Jobcentern, Landratsamt und Helferkreis pflegen.“

Beim Thema Verkehr hat sich der Ausschuss einen Ausbau der ÖPNV auf die Fahnen geschrieben. Ziegltrum-Teubner erklärt: „Ebersberg ist mehrheitlich ländlich geprägt. Gleichzeitig werden wir als Bürger immer mobiler. Dafür benötigen wir bessere Verbindungen zwischen den Kommunen und zu den Knotenpunkten wie den Bahnhöfen. Vor allem Pendler auf dem Weg in die Arbeit profitieren von dieser besseren Vernetzung.“ Konkret wollen die IHK-Vertreter Gespräche mit Mandatsträger und MVV führen und über die Möglichkeiten wie Takt-verdichtungen oder mehr Fahrten nachts und am Wochenende zu erörtern.

Darüber hinaus setzt sich der Regionalausschuss für die Ausweisung von mehr Gewerbeflächen und einem stärkeren Wohnbau ein. „Gewerbe und Wohnen sind zwei Seiten derselben Medaille. Die Unternehmen benötigen Perspektiven für Wachstum und Veränderung. Gleichzeitig soll jeder, der im Landkreis arbeitet, auch hier wohnen können. Im Ausschuss sind wir überzeugt: Wir benötigen den gemeinsamen Dialog zwischen Kommunen, Landratsamt und privater Wohnungswirtschaft“, berichtet die Unternehmerin aus Parsdorf.