Pressemeldung vom 09.07.2020 - Fürstenfeldbruck

Viele Ausbildungsplätze unbesetzt – jetzt bewerben lohnt sich!

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Für die vielen ausbildungswilligen Betriebe im Landkreis Fürstenfeldbruck bleibt es auch heuer eine große Herausforderung, alle Ausbildungs-plätze mit Azubis zu besetzen. Wenige Wochen vor Start des neuen Ausbildungsjahres sind laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit noch 329 Lehrstellen offen.

Mehr als 320 freie Ausbildungsplätze / Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ungebrochen

„Dieser Anzahl stehen zwar auf dem Papier 432 unversorgte Schulabgänger gegenüber. Rein rechnerisch steht damit jedem Bewerber weniger als eine Stelle im Landkreis zur Auswahl. Doch insbesondere kleinere oder nicht so bekannte Betriebe haben es von Jahr zu Jahr schwerer, den dringend benötigten Nachwuchs zu finden“, sagt Michael Steinbauer, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Fürstenfeldbruck. Außerdem habe der Corona-Stillstand die Suche nach geeignetem Fachkräftenachwuchs massiv erschwert. Der Vorsitzende betont, dass es sowohl in den Nachbarlandkreisen als auch in der Landeshauptstadt weiterhin viele unbesetzte Ausbildungsstellen gibt.

Nachdem die Mehrzahl der Betriebe schrittweise wieder zur Normalität zurückkehrt, lohnt es sich umso mehr für alle an einer Berufsausbildung Interessierten mit dem Bewerben nicht nachzulassen. „Die Chancen sind optimal, dass jeder, der einen Ausbildungsplatz will, auch einen bekommt“, so Steinbauer. Der Vorsitzende ermutigt: „Lassen Sie sich bei Ihrer Suche von der Corona-Krise und ihren Auswirkungen nicht verunsichern. Unsere Betriebe schauen nach vorn. Für sie sind Azubis die beste Zukunftsinvestition.“ Steinbauer verweist auf eine aktuelle Umfrage der bayerischen IHKs, in der drei Viertel der befragten Betriebe sagen, dass die Ausbildung trotz Corona normal weiterläuft. „Jeden Azubi erwartet nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss eine spannende und erfüllende berufliche Zukunft, die alle Wege offen lässt“, betont der Vorsitzende.

Steinbauer geht außerdem davon aus, dass es über den Sommer bei den Vertragsabschlüssen auch zu einem Aufholeffekt kommen wird: „Es bestätigt sich zwar auch im Landkreis der oberbayernweite Trend, dass Stand heute bei Betrieben in Industrie, Handel und Dienstleistungen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 fast zehn Prozent weniger Verträge abgeschlossen wurden, doch durch Corona haben sich alle Abläufe verzögert. Schnupperpraktika und Bewerbungsgespräche konnten nicht stattfinden. Deshalb dürften so manche Ausbildungsverträge mit zwei oder drei Monaten Verspätung abgeschlossen werden.“

Die Ende Juni veröffentlichten Zahlen der Arbeitsagentur beziehen sich auf alle Bereiche der beruflichen Bildung. Davon ist der IHK-Bereich im Landkreis Fürstenfeldbruck mit rund 950 Azubis in über 340 Ausbildungsbetrieben aus Industrie, Handel und Dienstleistun gen der größte. Er steht für knapp 60 Prozent aller Ausbildungs-verhältnisse. Danach folgen Handwerk und freie Berufe.

Offene Ausbildungsplätze können Unternehmen in der bundesweiten IHK-Lehrstellenbörse einstellen.