Pressemeldung vom 06.03.2020 - Erding-Freising

Azubi-Mangel im Landkreis Erding setzt sich fort

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In den Betrieben aus Industrie, Handel und Dienstleistungen sind im Landkreis Erding im vergangenen Jahr insgesamt 289 Auszubildende ins Berufsleben gestartet. Das bedeutet ein Minus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilt die IHK für München und Oberbayern mit. Es ist die niedrigste Zahl neuer Azubis seit 2013.Hauptgrund ist die rückläufige Anzahl von Schulabsolventen der allgemeinbildenden Schulen.

Ausbildungsbilanz 2019: Weniger Schulabsolventen, weniger Ausbildungsanfänger

Nach Angaben des Kultusministeriums gingen diese im gleichen Zeitraum in Oberbayern um 1,8 Prozent zurück. Bei Absolventen mit mittlerem Schulabschluss lag das Minus sogar bei 3,0 Prozent. Wie in den Vorjahren blieben damit viele Lehrstellen mangels Bewerber unbesetzt. Die Agentur für Arbeit sprach zuletzt von mehr als 60 unbesetzten Ausbildungsplätzen im Landkreis Erding.

„Die Ausbildung behauptet sich in einem schwierigen demografischen Umfeld. Die Ausbildungsbereitschaft der Wirtschaft ist auf Rekordniveau, da die Betriebe angesichts stark steigender Renteneintritte der Baby-Boomer-Generation ganz klar auf den Fachkräftenachwuchs aus den eigenen Reihen setzen. Denn die Betriebe wissen: Ausbildung bedeutet Zukunft“, sagt Otto Heinz, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Erding-Freising und Vizepräsident der HK. „Deswegen brauchen wir eine noch bessere Berufsorientierung an den Schulen und müssen Praxisnähe und beste Berufs- und Karriereaussichten als Vorzüge der beruflichen Bildung noch deutlicher in den Vordergrund stellen“, fordert Heinz.

Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen im Landkreis Erding die Einzelhandelskaufleute, gefolgt von Verkäufern und Kaufleuten im Groß- und Außenhandel. Bei Buben und Mädchen liegen die Einzelhandelskaufleute an der Spitze. Insgesamt starteten IHK-Azubis in 49 verschiedenen Berufen von den Bankkaufleuten bis zu den Wertstoffprüfern und Wertstoffprüferinnen. Die IHK betreut im Landkreis Erding 200 aktive Ausbildungsbetriebe.