Pressemeldung vom 18.02.2020 - Landkreis München

Landratskandidaten im Kreuzverhör der heimischen Wirtschaft ‎

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© IHK

Ob mit einer Magnetschwebebahn entlang der A99, einer Seilbahn zwischen Garching und Hallbergmoos oder doch nur einfach mit Express-Buslinien und besseren Tangentialverbindungen – wie kann der Landkreis vor einem Verkehrsinfarkt bewahrt werden? Das war eines von zahlreichen Themen, die die Kandidaten für das Landratsamt in der IHK-Wahlarena diskutierten, die vergangene Woche im Garchinger Gründerzentrum gate stattfand.

IHK-Wahlarena: Mobilität und Digitalisierung bleiben Dauerbrenner

© IHK Frag-Antwort-Spiel zwischen Christoph Leicher und den Kandidaten

Der Einladung des IHK-Regionalausschusses München Land waren Christoph Göbel (CSU), Otto Bußjäger (Freie Wähler), Christoph Nadler (Grüne), Annette Ganssmüller-Maluche (SPD) und Michael Ritz (FDP) gefolgt. Sie stellten sich den Fragen der im Landkreis ansässigen Unternehmer. Neben der Mobilität von Menschen und Gütern ging es unter anderem auch um mehr Tempo in der Verwaltung, weniger Bürokratie, die Flächenaussichten für Unternehmen und die Zukunft der Energieversorgung.

„Wir brauchen den Dialog mit der Politik“, bekräftigte Christoph Leicher, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses, „denn wir wollen natürlich, dass die wirtschaftspoliti­schen Weichen auch künftig in die richtige Richtung gestellt werden. Dafür müssen unsere Kommunalvertreter genau wissen, wo uns Unternehmer der Schuh drückt.“ Er ergänzte weiterhin: „Die Politiker in unseren Kommunen und auf Landkreisebene gestalten die Wirtschaftspolitik vor Ort. Sie treffen viele Entscheidungen, die sich letztlich auf die Standortbedingungen für unsere Unternehmen auswirken.“

Große Meinungsverschiedenheiten traten in der Diskussionsrunde der Kandidaten kaum zutage. Alle fünf waren sich einig, dass die Wirtschaftsstärke des Landkreises erhalten bleiben müsse. Entsprechend müsse der Zuwachs an Menschen, Fahrzeugen und Unternehmen kommunalpolitisch gesteuert werden. Der Erhalt der Mobilität für Menschen und Unternehmen sei essentiell. Ein gut funktionierender ÖPNV werde sich deshalb zu einem der wichtigsten Standortfaktoren entwickeln. Auch die Digitalisie­rung, die die intelligente Vernetzung der Verkehrsträger ermöglicht, wird dazu einen wesentlichen Beitrag leisten.

Leicher, der die Wahlarena auch moderierte, schloss die Runde mit den Worten: „Wirtschaftspolitik ist Zukunftspolitik: Unternehmen schaffen Arbeitsplätze. Gewerbesteuern statten die Kommunen mit Geld aus, wovon Bürgerinnen und Bürger im Landkreis profitieren. Wir stehen deshalb alle in der Verantwortung, den Landkreis für die Zukunft zu stärken. Lokalpolitik und Wirtschaft müssen dafür an einem Strang ziehen, deswegen werden wir auch nach den Wahlen den Dialog mit der Politik suchen und fortsetzen.“