08.10.2019 - Erding-Freising

Landkreis Freising bleibt gutes Pflaster für Unternehmen

In einer Umfrage der IHK für München und Oberbayern haben die Betriebe aus dem Landkreis Freising ihren Wirtschaftsstandort mit der Gesamtnote 2,0 bewertet, unverändert zur vorherigen Umfrage im Jahr 2017.

‎IHK-Standortumfrage: Handlungsbedarf bei Wohnraum, Fachkräften und Bürokratieabbau ‎

Vier von fünf Unternehmen (78 Prozent) bezeichnen ihren Standort als „sehr gut“ oder „gut“. 81 Prozent der Betriebe würden sich erneut für den Landkreis entscheiden. Über ein Drittel der Unternehmen beklagt jedoch auch, dass Standortmängel ihr Wachstum bremsen.

„Ganz oben auf der Wunschliste der Wirtschaft stehen nach wie vor mehr Wohnraum, mehr Fachkräfte und eine unternehmerfreundlichere Verwaltung inklusive weniger Bürokratie“, sagt Otto Heinz, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Erding-Freising. Als Stärken nennt die Wirtschaft die Anbindung an das Fernstraßennetz sowie das regionale Straßennetz und die stabile Energieversorgung. Besonders unzufrieden sind die Unternehmen hingegen mit der Anbindung an den Schienengüter­verkehr, dem Angebot von Wohnraum und den Gewerbeflächengrundstückspreisen.

„Im Mix aller Standortfaktoren bietet unser Landkreis zum Großteil sehr gute Bedingungen“, kommentiert Heinz. „Etwas mehr als jedes vierte Unternehmen plant in den nächsten drei Jahren Betriebserweiterungen oder umfangreiche Investitionen. Das ist ein gutes Zeichen“, so der IHK-Vizepräsident. „Allerdings wird der Wettbewerb um knappe Ressourcen wie Fachkräfte und Gewerbeflächen immer intensiver – der Wachstumsdruck und damit auch der Handlungsbedarf nehmen dadurch zu.“

An der IHK-Standortumfrage 2019 zu insgesamt 44 Standortfaktoren von Straßeninfrastruktur bis Freizeitangebot nahmen 123 Unternehmen aus dem Landkreis, in ganz Oberbayern knapp 3.000 Betriebe teil.